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RSV verliert am Ende fast ohne Gegenwehr

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Von: Boris Baur

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Das tat weh: Der RSV Altenbögge (Mitte Felix Warias) ging gegen den VfL Brambauer im zweiten Durchgang unter.
Das tat weh: Der RSV Altenbögge (Mitte Felix Warias) ging gegen den VfL Brambauer im zweiten Durchgang unter. © Baur

Bönen - Das Landesligaspiel war längst noch nicht zu Ende, da hatten sich die Handballer des RSV Altenbögge schon aufgegeben. Ohne große Gegenwehr in der Schlussphase kam das vormalige Schlusslicht VfL Brambauer zu einem 32:28 (15:15)-Erfolg in der MCG-Halle und rückte bis auf einen Punkt an die Bönener heran. Die blieben in der zweiten Hälfte den Beweis schuldig, den Abstiegskampf angenommen zu haben. 5:13 Zähler sprechen jedenfalls eine klare Sprache in der Tabelle, in der der RSV auf Platz elf abrutschte.

Während Spielertrainer Florian Warias mit dem verletzten Dominik Warias noch lange auf der Bank über das Geschehene diskutierte, zeigte sich seine Kollege Tino Stracke ratlos. „Da bin ich überfragt“, suchte der Coach eine Antwort, wie seine Mannschaft derart untergehen konnte. Dem Aufsteiger aus Brambauer reichte sogar eine durchschnittliche Leistung, um die Punkte aus Bönen zu entführen. „Sie haben unsere Fehler und individuellen Schwächen ausgenutzt und in einfache Tore umgewandelt“, meinte Stracke enttäuscht von der Vorstellung und am Schluss auch von der Körpersprache seiner Mannschaft. „Am Ende kann ja auch der direkte Vergleich zählen“, blickte er schon auf das Saisonende.

So gesehen brachten die letzten drei Treffer von Andre Brandt (2) und Dennis Geckert immerhin noch Ergebniskosmetik. Zuvor hatten sich die Altenbögger allerdings von 24:26 (47.) über 25:28 (51.) auf 25:32 (56.) abschütteln lassen. Die Abwehr bekam überhaupt keinen Zugriff mehr, obwohl Brambauer immer wieder leichte Fehler produzierte. In der Offensive sich der Gastgeber leistete zahlreiche einfachste Ballverluste ebenso unerklärlich waren die vier in Folge verworfenen Siebenmeter zwischen der 45. und 54. Minute.

Die desolate Vorstellung hatte schon früher begonnen. Altenbögge kam mit einer 6:3-Überzahl aus der Kabine. Die Bilanz: ein peinliches 2:2. Den Bönenern gelang es im Anschluss nicht mehr, die Verunsicherung zog sich durchs weitere Spiel. Der VfL setzte sich auf 22:18 ab (39.), ehe der RSV wieder anfing dagegenzuhalten. Anschließend verpasste es der Gastgeber mehrfach, den Ausgleich herbeizuführen. Denn auch Brambauer bot im Angriff keine Glanzleistung – hatte dafür aber einen glänzend aufgelegten Torwart Manuel Welski, der drei der vier vergebebenen Siebenmeter parierte.

Zu Beginn hatte Welski noch seine Probleme. Nachdem Brambauer ein schnelles 3:0 (5.) aufgeholt hatte, zog der RSV bis auf 10:5 (14.) davon. „Wir hatten die erste Viertelstunde im Griff“, meinte Stracke: „Dann stellen wir individuell das Abwehrverhalten ein.“ Vorne riss ebenso abrupt der Faden, sodass der Gast zum 11:11 ausgeglichen hatte (23.). „Wir haben mit Herz gespielt und haben unseren Stiefel kontinuierlich runtergespielt“, lobte VfL-Coach sein Team.

Eine Szene war aber über: Philip Maurer langte bei einem Gegenstoß gegen Philipp Isenbeck hin. Er sah die Rote Karte, während der Bönener Youngster verletzt ins Krankenhaus gebracht werden musste. Verdacht auf Oberschenkelbruch hieß es in der Halle. - bob

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