RSV versagt in Wickede vor dem Tor

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Kein Zielwasser getrunken: Matthias Michalik (rechts) und der RSV vergaben in Wickede zu viele Chancen.

WICKEDE -  Thomas Richter fand klare Worte: „Das haben wir uns selbst versaut“, sagte der Trainer des RSV Altenbögge nach der 26:30 (12:15)-Niederlage im Aufsteiger-Duell der Handball-Bezirksliga beim TV Wickede: „Wenn du 30 Tore weg wirfst, kannst du kein Spiel gewinnen. Da kannst du dich noch so anstrengen.“

Ein Sieg war dabei trotz der laut Richter „katastrophalen Chancenauswertung“ durchaus möglich. Denn immer wenn der RSV sich an die Vorgaben hielt, bekam die Wickeder Abwehr Schwierigkeiten. Das Problem war nur, dass die Gäste dies viel zu wenig taten. „Wir haben unsere Angriffe nicht durchgespielt, zu viele Einzelaktionen gemacht und den Ball getickt, was ich am meisten hasse“, kritisierte der Trainer.

Folgerichtig taten sich die Bönener mit dem Torewerfen schwer, zumal sie auch noch freie Würfe vergaben. Nach einer Viertelstunde hatte der RSV gerade einmal drei Treffer erzielt. Doch der TVW war mit sechs Toren kaum besser, weil zumindest die Deckungsarbeit der Gäste halbwegs funktionierte und sich Torhüter Michael Springhoff nach kurzer Anlaufzeit ein sicherer Rückhalt entwickelte. „Das war akzeptabel“, meinte Richter zur Defensivleistung.

Immerhin steigerte sich Altenbögge, stellte den Ausgleich zum 11:11 her. „Immer dann wenn wir gespielt und uns bewegt haben, hatten wir unsere Chancen“, sagte Richter. Doch kurz vor der Pause stellte Bönen die ordentlichen Angriffe wieder ein. Wickede bedankte sich und ging mit einer 15:12-Führung in die Pause.

Nach dem Wechsel verteidigte der Gastgeber zunächst die Drei-Tore-Führung. Doch der RSV rappelte sich wieder auf, hatte die Partie eine Viertelstunde vor Schluss beim Stand von 17:18 gedreht. „Wir taumelten in der Phase wie ein getroffener Boxer“, meinte TVW-Trainer Björn Sude. Bei Richter kamen Hoffnungen auf: „Jetzt hatte ich gedacht, es wird ruhiger.“ Er sah sich aber schnell getäuscht: „Wir haben die Abschlüsse nach zwei Sekunden gesucht und Harakiri-Pässe gespielt. Wir haben uns wieder selbst ins Hintertreffen gebracht“

Wickede zog nun endgültig davon, lag teilweise mit sechs Treffern vorne und hatte sich den Sieg damit verdient. Daran änderte auch das letzte Aufbäumen des RSV in der Schlussphase nichts.

„Wir hatten zwei große Schwächephasen, doch durch mannschaftliche Geschlossenheit haben wir uns daraus gekämpft. Der Sieg wurde auch durch zahlreiche Fehlwürfe von Altenbögge begünstigt“, so Sude. - bob

TVW: Peule, Weihrauch (zwei Siebenmeter) – Plenius (8/2), Korte (3), Noisten (5), Tomassini (3), Hempelmann (1), Gilbert (4), Rottmann (1), Kobbeloer (5), Riskop

RSV: Springhoff, Wollek – Geckert, Leniger, Stracke, Beutner, Betz, Lublow, Michalik, Florian, Bettermann, Bajramovic, Denger, Pieper (n.e.)

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