RSV verliert in Dorstfeld in nur 30 Minuten

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Die Niederlage in Dorstfeld tat Felix Warias auch körperlich weh. Er bekam einen Wurf mitten ins Gesicht.

Dortmund - Wann genau die Partie beim ATV Dorstfeld für den RSV Altenbögge verloren war, ist unklar, sicher ist aber, dass die Bönener beim Fünften der Handball-Landesliga schon weit vor Ablauf der 60 Minuten jegliche Chancen auf Zählbares verspielt hatten. Nach einer desolaten ersten Hälfte (6:17) ging es früh nur noch um Schadensbegrenzung für den Abstiegskandidaten. Am Ende hieß es 27:35.

„Das war die schlechteste erste Halbzeit überhaupt. Das war wirklich gar nichts. Wir waren komplett neben dem Platz“, war Trainer Tino Stracke sprachlos ob der Vorstellung seiner Mannschaft im ersten Durchgang. Keine Einstellung, Bewegung, kein Zusammenspiel, keine gegenseitige Hilfe – der RSV ließ alles vermissen, was Handball ausmacht. „Wenn vorne einer eine Aktion gemacht hat, haben alle zugeschaut“, meinte Stracke: „Und in der Abwehr war es genauso.“

Die erfahrenen Dorstfelder hatten so leichtes Spiel. Aus dem Rückraum erzielten die drei Toptorjäger Hendrik Niederwestberg, Sebastian Mund und Michael Herrmann, die die Altenbögger im Vorfeld eigentlich ausschalten wollten, zusammen 22 Treffer. Und die verteilten sie über die gesamte Partie.

Schon der Start geriet den Bönenern in der Sporthalle Dorstfeld daneben. Nach sieben Minuten sah sich Stracke gezwungen, beim Stand von 0:5 seine Auszeit zu nehmen. Es half wenig, so dass der Rückstand weiter wuchs und am Ende der ersten Hälfte auf elf Zähler angewachsen war. Zudem musste Felix Warias benommen raus, nachdem er einen Wurf voll ins Gesicht bekommen hatte.

Der zweite Durchgang war aus Altenbögger Sicht wenigstens halbwegs versöhnlich. Zwar stellten die Gastgeber schnell klar, dass sie keine Spannung mehr aufkommen lassen wollten, doch der RSV spielte nun ordentlich mit und zeigte trotz des aussichtslosen Rückstands Moral. „Da haben wir unser Gesicht gezeigt, gekämpft und gerackert. Es war mehr Tempo drin.“

So entwickelte sich immerhin ein ordentliches Handballspiel. „Dorstfeld hat es aber auch gut und clever gemacht“, sagte Stracke, warum seine Mannschaft nur noch auf sechs Treffer (24:30/54.) herankam. Einigermaßen versöhnlich registrierte Stracke, dass sein Team den zweiten Abschnitt mit 21:18 für sich entschied. „Spielen wir die erste Halbzeit so, wäre was drin gewesen“, haderte er dennoch. „Das war nichts. Das weiß jeder von den Spielern. Das darf uns nicht nochmal passieren“, schloss der Trainer.

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