Handball

RSV mit Blackout nach der Pause

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Sören Feldmann war mit neun Toren bester RSV-Werfer, der mögliche zehnte hätte das Spiel vielleicht noch gedreht. 

Bönen - Dem furiosen Auftakt des RSV Altenbögge gegen den SV Westerholt folgte am zweiten Spieltag der Handball-Landesliga die schnelle Erdung. Die Bönener verloren beim TuS Borussia Höchsten mit 24:26 (13:15), „einem wesentlich stärkeren Gegner“, wie Trainer Tino Stracke betonte.

„Wir sind nah dran, aber gegen solche Mannschaften muss alles passen. Das war keine schlechte Leistung“, sagte Stracke.

Zumindest die meiste Zeit der Partie über, denn die Gründe für die Niederlage lassen sich zeitlich klar einkreisen. Der Start in die zweite Hälfte missriet den Altenböggern komplett. Nach drei Minuten hatte Höchsten mit einem 4:0-Lauf auf 19:13 gestellt, in der 44. Minute stand es sogar 23:16 für die Dortmunder. „Das war völlig verkorkst“, kritisierte Stracke das Angriffsspiel seiner Mannschaft, dem die Bewegung abging. Die Borussia deckte offensiv in einer 3:2:1-Formation, die leichte Ballgewinne und schlechte Bönener Würfe verzeichnete.

Dabei war das Tempo zuvor auf beiden Seiten sehr hoch gewesen. „Das war ein gut anzusehendes Landesliga-Spiel“, sagte Stracke. Der erste Durchgang war ausgeglichen, keine Mannschaft lag bis zum 10:10 in der 20. Minute mit mehr als einem Tor vorne. Dann rächte sich beim RSV allerdings, dass die Chancenverwertung zu gering und die Quote der technischen Fehler zu hoch war. „Das hat Höchsten schamlos ausgenutzt“, so der Gästetrainer. Letztlich ging Altenbögge mit einem unnötigen Rückstand in die Halbzeit.

Es folgte die entscheidende Schwächephase, doch die Geschichte der Partie wäre ohne die letzten Minuten nicht komplett erzählt. „Die Mannschaft hat eine super Moral gezeigt. Da war Feuer drin“, freute sich Stracke, dass sich sein Team nicht aufgab. Er hatte auf eine 4:2-Deckung umgestellt, was den Dortmunder nicht behagte und zu Ballverlusten führte. Vorne intensivierten die Bönener das Laufspiel und schufen sich so Freiräume. Acht Minuten vor Schluss war der RSV wieder auf zwei Tore heran. Philipp Schürmann verwandelte auch seine Siebenmeter fünf und sechs, während Sören Feldmann beim Stand von 25:23 mit seinem fünften Versuch drei Minuten vor dem Ende scheiterte. Höchsten erhöhte nach einer Auszeit und rettete damit den Vorsprung doch noch ins Ziel. „Wir haben das Spiel aber vorher verloren“, bilanzierte Stracke.

Borussia: Massat, Bloch – Drees (2), Schiereck (2), Leimbrink (4), Wagner (10), Fischer, Nolzen, Schürmann (6/6), Fleischer (2), Albert (6), Strobel (1)
RSV: Drevermann, Kleeschulte – Burchert, St. Feldmann (2), Isenbeck, Röckenhaus (1), Fröhling, Gerke (4), Florian (7), Sö. Feldmann (9/4), Fl. Warias, Stefek (1/1), T. Weber
Zeitstrafen:  3:4 (Nolzen, Schürmann, Strobel/Röckenhaus, Florian, Sö. Feldmann, Stefek)
Spielverlauf:  3:3 (6.), 6:6 (12.), 10:10 (20.), 14:11 (26.), 15:13 (30.) – 19:13 (33.), 23:16 (44.), 23:20 (49.), 24:22 (52.), 26:24 (60.)

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