Handball

RSV hat immer eine Lösung

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Wechselbad: Max Röckenhaus tat sich zwischenzeitlich schwer im Rückraum, fand aber danach wieder zu seinem Spiel.

Gladbeck – Zum ersten Mal in Folge hat der RSV Altenbögge in dieser Handball-Landesliga-Saison drei Spiele in Folge gewonnen. Der 23:17 (10:9)-Erfolg beim VfL Gladbeck II fußte erneut auf einer starken Abwehr und rückt den vorzeitigen Klassenerhalt für die Bönener in greifbare Nähe.

 In beiden Hälften kassierte der RSV keine zehn Tore. „Das war wieder bombe“, meinte Trainer Tino Stracke. Dabei musste er im Mittelblock auf Florian Warias verzichten, den seine Rückenprobleme aus dem Gefecht setzten. Dafür gab aber Sebastian Fröhling (Knie) grünes Licht. Marius Schrage rückte in der Defensive auf die Warias-Position.

Die Abwehr harmonierte von Beginn an, wovon fünf Gegentreffer in der ersten Viertelstunde zeugen. „Wir haben uns aber zunächst vorne nicht belohnt“, sagte Stracke. Die Partie begann mit einem zähen Ringen, in dem die Bönener bei einer 6:4-Führung (13.) erstmals Vorteile zu haben schieben.

Zehn Minuten ohne Tor

Dann folgte jedoch ein Bruch. Über zehn Minuten blieb der RSV ohne eigenes Tor und geriet mit 6:9 in Rückstand (25.). Torwart Leon Drevermann sah für die Berührung eines Gegenspielers beim Gegenstoß obendrein die Rote Karte (19.). Max Röckenhaus wirkte als Spielmacher in dieser Phase etwas ideenlos, verpasste es zudem auch einmal selbst die Lücke zu suchen, weswegen Stracke das Zepter in die Hand nahm. Mit etwas Anlaufzeit kamen die Gäste neu in Schwung.. „Wir haben Moral bewiesen“, sagte Stracke: „Das gibt Selbstvertrauen, wenn man den Spieß wieder umdreht.“

"Nicht schön, aber erfolgreich"

Nach dem Wechsel hielt die VfL-Oberliga-Reserve noch zehn Minuten dagegen (12:13). Danach gingen dem Tabellenachten aber die Mittel gegen die RSV-Offensive aus. Gladbeck probierte es mit einer offenen Deckung, nahm den bis dahin sechs Mal zielsicheren Schrage kurz, stellte hinterher gar auf eine 4:2-, später eine 3:3-Deckung um. Doch die Altenbögger bewegten sich gut, fanden so immer wieder Lösungen. Der auf die Platte zurückgekehrte Röckenhaus nutzte nun geschickt seine Geschwindigkeit aus, Schrage agierte gut im Eins-gegen-Eins. „Gladbeck hat versucht, das Spiel zu zerstören“, meinte Stracke und freute sich, dass sich sein Team davon nicht beirren ließ: „Das war nicht schön anzusehen, aber erfolgreich.“ In der 49. Minute markierte Schrage das 18:12, womit die Begegnung entschieden war.

„Jetzt sollten wir mit unten nichts mehr zu tun haben“, sagte Stracke zufrieden: „Vielleicht müssen wir noch das nächste Spiel gewinnen.“ Sieben Punkte beträgt der Vorsprung auf den Drittletzten TV Brechten, schon elf auf den Vorletzten ETG Recklinghausen. Nach der Karnevalspause wollen die Altenbögger dann Brechten mit einem Sieg im Heimspiel weiter distanzieren.

VfL II: Sieg, Möllensiep – Scheffczyk, Diergardt (1), Neumann (1), Schmiemann (2/1), Tosson (3), Alkemper (1), Kalhöfer (4), Schölich (2/2), Scherz
RSV: Drevermann (1.-19.), Kleeschulte (19.-30.) – Gerke (1), Röckenhaus (2), Florian (2), Sö. Feldmann (4), Stefek (5), Schrage (9), Fröhling, T. Weber
Siebenmeter: 5:0 (Schölich 2/3, Schmiemann 1/2)
Zeitstrafen: 4:2 (Scheffczyk, Tosson, Diergardt, Neumann – Sö. Feldmann, Stefek)
Disqualifikation: Drevermann wegen Unterbinden eines Gegenstoßes (19.)
Spielverlauf:  4:4 (10.), 4:6 (13.), 9:6 (25.), 9:10 (30.) – 11:13 (41.), 12:18 (49.), 16:20 (57.), 17:23 (60.)

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