Handball

RSV-Beton hält eine Hälfte lang gegen den Zweiten Herne

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Im zweiten Durchgang fanden die Altenbögger (hier Jonas Gerke) kaum noch Mittel gegen Herne.

Herne – Ohne selbst noch eingreifen zu können, ist der RSV Altenbögge im Meisterschaftsrennen der Handball-Landesliga involviert. Nach dem 24:24-Unentschieden am vergangenen Wochenende gegen Spitzenreiter ATV Dorstfeld verlor der RSV Altenbögge am Samstag beim Tabellenzweiten HC Westfalia Herne mit 22:27 (9:11). Da Dorstfeld beim VfL Gladbeck II mit 22:26 unterlag, verkürzte Herne den Rückstand auf zwei Punkte, kommt es nun am letzten Spieltag  in Dortmund zum Aufstiegsfinale zwischen dem ATV und der Westfalia.

„Wir waren in der zweiten Hälfte hinten nicht mehr so gut, haben nicht mehr so verschoben“, meinte der weiter wegen einer Schulterverletzung fehlende Dennis Geckert. Spielertrainer Tino Stracke war verhindert, zudem musste der RSV auf den auch in der Deckung starken Kreisläufer Florian Warias verzichten, dessen Knie beim Auftritt am Donnerstag gegen den ASC Dortmund (30:26) dick geworden war. „Ein gelernter Kreisläufer hat uns gefehlt“, befand Geckert, der auf der Bank viele ordentliche Pässe ins Zentrum sah.

Im ersten Durchgang hatten die Altenbögger allerdings vor allem ordentlich Beton angerührt. „Da haben wir gut gedeckt“, sagte Geckert. Nach dem 7:7 in der 15. Minute gestattete der RSV dem Landesliga-Zweiten lediglich zwei Tore. „Vorne war es aber nur okay“, erklärte Geckert jedoch auch, warum sich die Gäste nicht deutlicher als mit zwei Treffern abzusetzen vermochten.

Herner Umstellung schmeckt dem RSV nicht

Herne stellte in der Pause von einer 6:0-Deckung auf ein 5:1-System um. „Damit kamen wir nicht mehr zurecht“, sagte Geckert. Die Westfalia holte den Rückstand schnell auf und startete von der 43. bis 48. Minute einen 6:1-Lauf. Zu diesem Zeitpunkt mussten die Bönener bereits auf Torhüter Leon Drevermann, der sich vermutlich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hatte und damit sein letztes Spiel im RSV-Trikot vorzeitig beenden musste. Er hört zum Saisonende auf.

Dirk Joneleit kam für Drevermann. „Wir haben viele freie Würfe zugelassen“, machte Geckert aber die Abwehr dafür verantwortlich, dass die Altenbögger nun den Anschluss verloren. Herne agierte nach dem Wechsel deutlich besser mit seinen schnellen Leuten und auch das Spiel mit dem starken Kreisläufer harmonierte nun. Deshalb gelang den Gästen kein Comeback mehr.

7:2-Zeitstrafen gegen den RSV

In den letzten zehn Minuten verteidigte die Westfalia die Führung konsequent. Durch die Ausfälle von Stracke und Warias war der RSV sicherlich am Ende geschwächt. Dass die Bönener zudem sieben, die Gastgeber nur zwei Zeitstrafen kassierten, machte sich in der Schlussphase ebenfalls bemerkbar. Geckert fand zwar einige Entscheidungen der Schiedsrichter zu hart, sah allerdings auch darin nicht den Grund für die Niederlage

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