RSV kassiert im Spitzenspiel die erste Niederlage

+
Für Jan Weber war die Partie kurz nach der Pause wegen seiner dritten Zeitstrafe vorzeitig beendet.

Neheim -  Der RSV Altenbögge hat die erste Niederlage in der Handball-Bezirksliga kassiert. In der Spitzenpartie des fünften Spieltages unterlagen die Bönener beim TV Neheim deutlich mit 22:28 (9:13). Da auch die Reserve des Soester TV am Wochenende in Brechten II verloren hat, ist der TVN nun als neuer Liga-Primus als einzige Mannschaft noch ungeschlagen.

„Das war verdient. Wir haben unsere Leistung nicht gebracht. Neheim hat das gut gemacht und Tempo gemacht“, meinte ein enttäuschter RSV-Coach Mike Rothenpieler, der sich über Undiszpliniertheiten ärgerte, die seine Mannschaft in entscheidenden Phasen auf die Verliererstraße brachten.

Der Beginn des Spiels war aus Bönener Sicht trotz der harzfreien Halle in Ordnung. Neheim führte zwar, setzte sich jedoch nicht ab. Auch eine 8:4-Führung der Gastgeber konterten die Altenbögger. Ausgerechnet in einer Überzahlsituation ließ der RSV seinen Gegner jedoch wieder davonziehen. „Wir kassieren Gegentore und machen selbst keins“, ärgerte sich Rothenpieler über den unnötigen 9:13-Pausenrückstand.

Die Undiszipliniertheiten nahmen nach dem Wechsel zu. Zeitstrafen wegen Meckerns störten den Altenbögger Spielfluss. Zudem verlor der RSV erst Jan Weber (35.), später Timo Weber (45.) mit Roten Karten wegen der dritten Strafe. Neheim zog nun auf 24:18 davon, zumal bei den Bönenern auch die Wurfauswahl schlechter wurde. Der Gastgeber kam zu einfachen Gegenstoßtoren. Genau das, wovor Rothenpieler im Vorfeld gewarnt hatte.

Doch die Partie war noch nicht entschieden. Die Gäste stellten auf eine offene Manndeckung um, verkürzten auf 24:21 und waren drauf und dran das Spiel zu drehen. Doch eine weitere Strafzeit drei Minuten vor Schluss zerstörte die Altenbögger Hoffnungen. Der TVN baute den Vorsprung wieder aus. „Neheim hat das gut ausgespielt“, erkannte auch Rothenpieler an.

Ausreden wollte der RSV-Trainer keine gelten lassen. Dabei fehlten mit Tino Stracke, Tim Gerwien, Tom Beutner und Bernd Lublow vier Leistungsträger im Rückraum. Bei Frederik Betz brach zudem nach nur fünf Minuten die gerade erst auskurierte Schulterverletzung wieder auf. Später kamen die Platzverweise der Weber-Brüder dazu. „Da fehlten im Innenblock und auf den Halbpositionen dann die Alternative“, so Rothenpieler: „Aber wir haben durch die Bank nicht die Leistung gebracht.“

RSV: Wollek (1.-60.), Karlin (n.e.) – Geckert (4/1), Eißing, Leniger (2), Betz (1), Brandt (1), Florian (5/1), T. Weber (3), Altner (1), J. Weber (3), Grzybowski (1), Pieper, Goergens (1)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare