Handball

RSV als Spitzenreiter zum Schlusslicht

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Einer von vielen Ausfällen des RSV: Sebastian Fröhling ist zwar auf dem Weg der Besserung, wird aber am Sonntag in Castrop-Rauxel nicht spielen.

Bönen – Die einen haben erst einmal verloren, die anderen erst einmal gewonnen. Viel klarer können die Rollen vor dem Handball-Landesligaspiel des RSV Altenbögge am Sonntag nicht verteilt sein. Als Spitzenreiter gastieren die Bönener um 18 Uhr in der Sporthalle des Adalbert-Stifter-Gymnasiums bei der HSG Rauxel-Schwerin.

Um die Favoritenrolle redet RSV-Coach Jens Schulte-Vögeling dann auch gar nicht groß herum. Ihm geht es vielmehr darum, dass seine Mannschaft die Partie bei Aufsteiger seriös angeht. „Wir werden es so machen wie die gesamte Saison: Wir werden auch diesen Gegner ernstnehmen. Wir wollen Spaß am Handball haben und wir wollen gewinnen. Da ist die Platzierung des Gegners egal“, sagt Schulte-Vögeling. Seine Rechnung ist einfach: Geht der RSV die Aufgabe mit der richtigen Konzentration und dem notwendigen Engagement an, „wird das Spiel für uns laufen“.

Rauxel fast immer chancenlos

Gleichzeitig wird er seinen Schützlingen auf den Weg geben, nicht nachlässig oder halbherzig aufzutreten. Dann könne auch das bislang fast immer chancenlose Schlusslicht – neben dem einzigen Sieg gegen Borussia Höchsten verlor Rauxel bis auf einmal immer mit mehr als fünf Toren Differenz – gefährlich werden. In Lukas Steinhoff hat die HSG einen torgefährlichen Shooter in ihren Reihen, „der im Durchschnitt zehn Hütten macht“, sagt Schulte-Vögeling und erinnert sich an den 37:20-Erfolg im Hinspiel.

Auch damals hatte er seine Mannschaft auf die Stärke von Steinhoff hingewiesen, seine Warnung verhallte aber zunächst ungehört. „Erst als er sechs Tore gemacht hatte, haben wir ihm mehr Beachtung geschenkt“, so der RSV-Trainer. Am Ende kam der Rauxeler auf acht Treffer.

Röckenhaus und Isenbeck müssen pausieren

Beinahe noch mehr Kopfzerbrechen als der Gegner bereitet ihm die personelle Situation des eigenen Kaders. Die schaut nämlich alles andere als gut aus. Philipp Isenbeck muss mit seinem Außenbandanriss noch mindestens zwei Wochen pausieren. Wann Max Röckenhaus wieder einsteigen kann, ist ungewiss. Ihn plagen muskuläre Probleme, bei denen ihm die Ärzte zu einer Pause raten und dazu, erst langsam wieder anzufangen. Immerhin sei nichts gerissen, ist Schulte-Vögeling froh, dass sich erste Befürchtungen nach der Partie am 13. Februar in Herdecke nicht bestätigten.

Fragezeichen hinter Weigel, Gerke und Florian

Ausfallen wird ebenfalls der erkrankte Sebastian Fröhling, Dominik Weigel ist nach seinem grippalen Infekt zwar wieder auf dem Damm, unklar ist aber, wie lange die Kräfte reichen werden. Auch Lukas Florian hatte eine Grippe außer Gefecht gesetzt, jetzt klagt er über Schulterprobleme. Zu allem Überfluss schnitt sich Jonas Gerke am Donnerstag bei der Arbeit in die Hand – Einsatz ungewiss. Die Altenbögger werden also mit einigen A-Jugendlichen nach Castrop-Rauxel fahren, um die Lücken zu füllen. „Ein paar Spieler bleiben uns noch, und deswegen bin ich guten Mutes“, verbreitet der Trainer Zuversicht.

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