RSV Altenbögge mit starker Leistung gegen starken Gegner

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Linksaußen Dennis Geckert war mit sieben Toren der erfolgreichste Angreifer des RSV.

Bönen – Richtig dramatisch verlief das Heimspiel des RSV Altenbögge gegen den Liganeuling HSG Herdecke/Ende. Nach einem 28:22 (15:10) behielt der Gastgeber die Punkte. Die 205 Zuschauer, darunter ein großes und lautstarkes Kontingent von der Ruhr, bejubelten aber sicher nicht nur ihr Team, sondern auch den Gegner.

Beide Parteien boten am Sonntagabend ein mitreißendes Handballspiel. „Es war der erwartet schwere Gegner“, atmete Altenbögges Coach Jens Schulte-Vögeling nach dem Schlusspunkt von Linksaußen Dennis Geckert und dem zeitgleichen Schlusspfiff auf. Die Schiris nutzten in der Tat die Pfeife. Ein Systemausfall der Anzeige machte dies nötig. Hallensprecher Dustin Wollek übernahm die verbale Protokollierung fürs Publikum.

Ausfall des Systems

„Durch diesen Ausfall sind wir ein bisschen ins Straucheln gekommen“, meinte Schulte-Vögeling. Herdecke verkürzte den Rückstand nämlich bis zur 57. Minute auf drei Tore (25:22). „Den Spielern fehlte in der Phase kurz die Orientierung und der Gegner hat ja auch auf gemacht.“ Hieß in diesem Fall: HSG-Coach Stefan Hellwig setzte komplett auf den Nachwuchs und eine offensive Deckung. „Da wurde es kritisch“, meinte Schulte-Vögeling. Ansonsten hatte der RSV-Trainer aber nur Lob für seine Mannschaft über. „Wir haben wieder eine starke Defensivleistung gezeigt“, lobte er, „Und sind über 60 Minuten konzentriert aufgetreten“, sah der Coach die Vorgaben erfüllt.

Holpriger Start

Kritisch verlief nicht nur das Ende der Partie. Auch der Start des Gastgebers war holprig. Zunächst warf Geckert, mit insgesamt sieben Treffern der erfolgreichste Werfer der Altenbögger, seine Sieben mit 2:0 in Front. Bis zur neunten Spielminute verlief die Partie anschließend ausgeglichen. Danach setzte sich Herdecke kurz ab (7:9, 11.). Ab der 17. Minute (8:8) bekam dann der Gastgeber dann Oberwasser. Die schnellen Außen des RSV, Luca Tröster auf der rechten Angriffsseite und Geckert, erhöhten auf 11:8. Die RSV-Sieben zeigte große Spielfreude, variierten gekonnt das Tempo. Eine schöne Kombination mit gelöster Bremse über Jonas Gerke, Max Röckenhaus, und Gregor Stefek per Rückhand-Anspiel krönte Tröster mit dem 14:9. Die Seiten wurden schließlich bei 15:10 gewechselt.

Herdecke mit offensiver Deckung

Lukas Florian nutzte einen Siebenmeter zum Zwischenstand. Bis zur 40. Minute erhöhten die Gastgeber den Vorsprung auf acht Tore (20:12). Zwischen der 50. und 54. Minute traf allerdings nur der Gast zum 24:19. In den letzten vier Minuten versuchten die Herdecker wie gesagt durch eine offene Deckung den mäßigen Erfolg. Drei Angriffe der Altenbögger verpufften, weil das letzte Zuspiel beim Gegner landete. Aber dann hatte der Gastgeber den Bogen raus und vergrößerte den Abstand wieder auf die sechs Tore des Endstands. 

„Das war der bisher stärkste Gegner, auf den wir getroffen sind“, lobte Hellwig den RSV. „Wir waren heute 15 Minuten gut, aber letztlich nicht so effektiv im Angriff und haben verdient verloren.“

RSV: Kleeschulte (1. - 60.), Dickschat – Gerke (1), Röckenhaus (1), Geckert (7), Florian (4/2), Stefek (4), Weigel (5), Tröster (5), Fröhling (1), Isenbeck, Stracke

HSG: Formella (1. - 30.), Seuthe – Dannemann (2), Förster (2), Jung (2), Cornelson (1), Hoffmann (2), M. Rust, N. Rust (4), Trenkelbach (3), Münch, Neuhoff (5/2), Hoentsch (1)

Spielverlauf: 2: (2.), 5:5 (9.), 5:7 (11.), 8:8 (17.), 13:8 (25.), – 16:10 (31.), 18:12 (38.), 20:12 (40.), 24:16 (50.), 24:19 (54.), 25:22 (57.),

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