RSV Altenbögge springt nach 30:26 gegen ASC Dortmund auf Platz vier

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Jonas Gerke freut sich über das 29:26, vom eigenen Kreis ins leere Dortmunder Tor geworfen.

Bönen – Hart umkämpft war das Duell um Platz vier zwischen dem RSV Altenbögge und dem ASC Dortmund in der Handball-Ladesliga. Nach 60 Minuten stand ein 30:26 auf der Anzeigetafel, der Gastgeber folglich auf Platz vier der Landesligatabelle.

Es dauerte gestern Abend allerdings bis in die Schlussphase, bis der RSV Oberwasser bekam. Dass es nur um die sprichwörtliche Goldene Ananas ging, merkte man dem Spiel in keiner Phase an. Zwei Rote Karten verteilte das Gespann, zwölf Zeitstrafen zudem. „Eigentlich war es auch ein schönes Spiel“, meinte Dortmunds Coach Henning Becker. Wenn überhaupt, dann nur bis kurz nach dem Seitenwechsel. „Ich denke, nach der Disqualifikation von Bradtke waren beide Mannschaften und wohl auch die Schiedsrichter von der Rolle, die Partie war zerfahren“, sah Altenbögges Spielertrainer Tino Stracke die zweite Hälfte realistischer. Ein Unentschieden hätte er nicht verkehrt gefunden.

Trefferquote unterirdisch

„Unsere Trefferquote war heute nach langer Zeit wieder unterirdisch.“ Dass es zu dem deutlichen Ergebnis kam, lag daran, dass der ASC in der Schlussphase aufmachte und mit sieben Feldspielern angriff. Kai Kleeschulte parierte, Dortmund spielte auch ungenau. Lukas Florian, mit sieben Toren bester Werfer des Gastgebers, und Jonas Gerke nutzten die Chance zum Weitwurf ins leere Tor. Sieben Sekunden vor der Sirene erzielte Spielertrainer Stracke selbst das 30. Tor für seine Altenbögger.

Disqualifikation von Feldmann und Bradtke

Der Sieg war einer Energieleistung der Altenbögger geschuldet, aber eindeutig zu hoch. „Wir haben gut gekämpft, vielleicht ein, zwei Fehler zu viel gemacht“, urteilte ASC-Coach Becker. „Außerdem mussten wir ja fast eine komplette Hälfte ohne unseren Haupttorjäger auskommen“, spielte er auf die Disqualifikation von Marc-Andre Bradtke an. Der Dortmunder Spielmacher hatte in der 31. Minute Gerke gefoult und zurecht eine Zeitstrafe erhalten. Es war seine dritte erfuhr er kurz darauf. Die zweite hatten aber weder das Schiedsgericht noch der Spieler auf dem Schirm. Die erhielt Bradtke kurz vor dem Pausenpfiff. Sie war aber nicht eingetragen, so dass der Dortmunder bei Wiederanpfiff widerrechtlich auf der Platte stand. Ende der ersten Hälfte hätte ASC-Akteur Stephan Prüfer für ein Foul am starken Marius Schrage eigentlich Rot sehen müssen. Er blieb verschont. Dafür stellte die gegen Bradtke den Gleichstand her. Altenbögges Sören Feldmann war nach einem Foul am Dortmunder Shooter schon in der 23. Minute auf die Tribüne geschickt worden.

Partie lange ausgeglichen

Bis zur 52. Minute war die Partie ausgeglichen. Die erste Hälfte gehörte zum Großteil den Gästen. Der RSV stand löchrig, bekam vor allem Tim Mecklenbrauck nicht in den Griff. Um mehr als zwei Tore konnte der ASC den Vorsprung allerdings nie ausbauen. In die Pause gingen die Kontrahenten mit einem leistungsgerechten 15:15. Erst in der 57. Minute warf Schrage Altenbögge mit 26:24 doppelt in Front. Den knappen Vorsprung konnten die Gäste nicht mehr kontern.

RSV:  Kleeschulte, Joneleit (15. - 30.), M. Wollek (n.e.) – Gerke (4), Röckenhaus (1), Florian (7/1), Fl. Warias (2), Sö. Feldmann (2), Stefek (3), Isenbeck, Fröhling, Schrage (5), T. Weber (5/5), Stracke (1)

ASC:  Hering, Pasch (nur 7 m) – Heine, Mosel (1), Grotemeyer, Bradtke (3), Meisel (1), Wegmann, Wittland (1), Breickmann (4), Prüfer (6/3), Nimmesgern (3), Poggemann (1), Mecklenbrauck (6) Zeitstrafen:  3:9 Disqualifikation: Feldmann (23., RSV), Bradtke (31., ASC)

Siebenmeter: 7:3

Spielverlauf: 1:1 (6.), 3:5 (12.), 7:7 (18.), 13:13 (27.), 13:15 (29.) – 19:17 (39.), 20:22 (45.), 24:24 (49.), 26:24 (57.)

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