Handball

RSV fordert Spitzenreiter Herne im Topspiel heraus

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Die erste Niederlage wollen Lukas Florian und die Altenbögger Spitzenreiter Westfalia Herne beifügen.

Bönen – Mehr kann die Tabelle der Handball-Landesliga 3 nicht hergeben. Am Sonntag kommt es zum Abschluss des zehnten Spieltages zum Gipfeltreffen in der Sporthalle am Westring in Herne.

Der gastgebende HC Westfalia, der mit 18:0 Punkten die Tabelle anführt, empfängt den RSV Altenbögge, der nach seiner Auftaktpleite gegen Brechten acht Siege aneinanderreihte und Zweiter des Klassements ist.

Herne ist in allen wichtigen Werten top

„Das ist das absolute Topspiel. Wir sind heiß auf diese Partie, weil wir uns auch mit den Besten messen wollen“, sagt Bönens Trainer Jens Schulte-Vögeling dann auch ohne Umschweife. So gut die Serie des RSV auch ist, die Zahlen sprechen für die Westfalia. 285:199 Treffer sind mit Abstand die Liga-Topwerte auf der Angriffs- und der Abwehrseite. Die bisherigen Erfolge des Tabellenführers sind beeindruckend, der knappste Sieg war ein 25:20 gegen den SuS Oberaden, sonst gewann das Team von Trainer Stefan Krebietke höher. „Herne hat sich diese Saison noch überhaupt keine Blöße gegeben“, zollt Schulte-Vögeling dem Gegner Respekt.

Aus der A-Jugend-Bundesliga an die Landesliga-Spitze

Den hat er auch vor der Arbeit seines Gegenübers. Der frühere Nationalspieler Krebietke hat einen Großteil des Teams schon in der Jugend übernommen, erreichte damit die A-Jugend-Bundesliga. Die Talente blieben weitgehend zusammen und verpassten schon in der vergangenen Saison erst am letzten Spieltag als Zweiter hinter dem ATV Dorstfeld den Aufstieg.

In diesem Jahr steht diesem Ziel wohl nur noch der RSV im Weg. Denn der Ditte, Aufsteiger HSG Herdecke/Ende, liegt schon bei fünf Minuspunkten, ohne gegen Herne gespielt zu haben. „Der Trainer leistet hervorragende Arbeit. Das ist sehr, sehr gut“, sagt Schulte-Vögeling.

Schulte-Vögeling: Chancen 50:50

Dem jungen Westfalia-Team attestiert der Coach der Altenbögger eine reife Spielweise. Herne bestrafe jeden Fehler, schalte nach Ballverluste des Gegners rasant um und sei auch im gebundenen Spiel trotz des jungen Alters taktisch sehr weit. „Da erwartet uns ziemlich viel“, so Schulte-Vögeling – unter anderem ein siebter Feldspieler.

Doch bei allem Respekt vor dem Gegner sieht er seine Mannschaft nicht in der Außenseiterrolle. „Ich schätze die Chancen 50:50 ein. Das ist ein Spitzenspiel, in dem Kleinigkeiten und die Tagesform entscheiden werden. Wir müssen uns nicht Bange machen, weil Herne auf Platz eins steht und bisher alles weggebombt hat“, betont der RSV-Trainer: „Wir spielen ebenfalls eine gute Hinrunde, auch wenn wir noch ein paar Wackler innerhalb eines Spiels drin haben.“

Kleeschultes Verletzung ist bitter

Der kleine Bönener Kader hat durch die Reaktivierungen von Franco Busacco mehr Tiefe erhalten. Zudem ist Sören Feldmannwieder im Aufgebot, kann vielleicht ein paar Minuten einspringen, um anderen Gelegenheit zum Verschnaufen zu geben. Schulte-Vögeling vermeldet: „Alle sind fit.“

Mit einer Ausnahme allerdings: Für Kai Kleeschulte ist die Spielzeit 2019/2020 vorbei, nachdem er sich am vergangenen Sonntag das Kreuzband sowie den Außen- und Innenmeniskus gerissen hatte. „Das ist sehr bitter für uns. Kai hat uns die ganze Saison den Rücken gestärkt mit seinen Leistungen im Tor. Das müssen wir jetzt kompensieren, und das werden wir schaffen“, setzt Schulte-Vögeling Vertrauen in Niklas Dickschat, Dirk Joneleit und den A-Jugendlichen Marvin Wollek.

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