Auf den RSV wartet der erste Härtetest

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Der ASV Hamm-Westfalen ließ am Freitag gegen Altenbögge (links Frederik Betz) bis zum Spielende die Abwehrarbeit nicht schleifen.

Bönen - Nach dem Highlight mit dem Spiel gegen ASV Hamm-Westfalen am vergangenen Freitag kehrt für die Handballer des RSV Altenbögge so langsam wieder der Alltag in der Bezirksliga ein. Nach der Ferienpause geht es am Samstag in der Meisterschaft weiter. Wobei ganz normal ist die Partie gegen den TV Neheim nicht, schließlich ist es vielmehr ein echtes Spitzenspiel.

Am Samstag um 18.45 Uhr treffen der Tabellenzweite und der -dritte aufeinander. Beide sind ebenso wie Spitzenreiter Soester TV II ungeschlagen. Neheim hat aber einen Punkt mehr als Altenbögge auf dem Konto. „Das wird kein Selbstläufer, da muss alles passen. Wir müssen 110 Prozent am Draht ziehen“, sagt Lukas Florian, der den Rückraum als große Stärke des Gegners ansieht.

Für den RSV ist es der erste echte Härtetest der Saison, den die vier bisherigen Gegner sortieren sich erst ab Rang neun in das Tableau ein. Daher sind die Bönener auch nicht ganz zufrieden mit der Ausbeute von 4:2 Punkten. Die zwei Unentschieden gegen Lünen und Bergkamen II waren nicht wirklich eingeplant. „Die zwei Minuspunkte waren nicht nötig, meint auch Florian: „Aber wir sind noch ungeschlagen.“

Die Aufgabe in der Olympiahalle zu Neheim wird für die Gäste durch das Harzverbot erschwert. Die RSV-Handballer taten sich nämlich in der Vergangenheit ohne Klebemittel immer schwer. Nicht umsonst ist der TVN zuhause noch ungeschlagen und verlor auch im Vorjahr nur drei Partien in eigener Halle. Die Gastgeber stiegen gemeinsam mit Altenbögge vor zwei Jahren auf und belegten in der vergangenen Saison zwei Plätze hinter Bönen Rang neun.

Diesmal scheint es für beide Teams weiter nach oben zu gehen. „Jeder hat das als Ziel. Wir haben einen schlagkräftigen Kader“, sagt Florian, dass der RSV angreifen will. „Durch die Verstärkungen ist nochmal Qualität dazugekommen“, weiß der Allrounder im Aufgebot von Trainer Mike Rothenpieler. Allerdings fehle den Neuzugängen noch „die Eingespieltheit“ mit den angestammten Akteuren. „Das ist aber nur eine Frage der Zeit“, sagt der 19-Jährige, der schon seine dritte Saison bei den Senioren bestreitet.

Ein absoluter Höhepunkt war für ihn natürlich das Spiel gegen den Hammer Zweitligisten am Freitag. „Das ist schon eine Erfahrung wert gegen echte Profis zu spielen. Das ist ein ganz anderes Kaliber“, so Florian. Er selbst nutzte ausgerechnet die Partie gegen den übermächtigen ASV, um neues Selbstvertrauen zu tanken. Steuerte er doch einige Treffer zum 18:48 bei. „Das hat gut getan, gerade wo es zuletzt nicht so super gelaufen ist“, sagte Florian. Nach einem überragenden Auftakt mit 13 Toren in Dellwig, zeigte die Leistungskurve beim 19-Jährigen nach unten. In den folgenden drei Begegnungen traf er zusammen noch zehnmal und agierte manchmal etwas unglücklich. Nach dem ASV-Spiel erhielt Florian nun viel Lob von den Fans in der MCG-Halle. „Das hat mich echt gefreut.“ Der Freitagabend endete mit einem gemeinsamen Essen der beiden Mannschaften in der MCG-Halle. Einige Altenbögger zogen danach noch weiter – Stichwort Teambildung. - bob

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