RSV patzt in Brechten

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Während die Brechtener feiern, hadern die Altenbögger Dennis Geckert (links) und David Grzybowski mit der Niederlage.

Dortmund -  Eine desolate Angriffsleistung hat den RSV Altenbögge im Aufstiegsrennen der Handball-Bezirksliga zurückgeworfen. Die Bönener unterlagen am Sonntagmorgen der abstiegsbedrohten Reserve des TV Brechten mit 19:21 (9:8). „Die erste Halbzeit war noch einigermaßen in Ordnung, danach Haben wir uns selbst geschlagen“, meinte Trainer Mike Rothenpieler enttäuscht über die schwache Leistung seiner Schützlinge.

Von Beginn entwickelte sich ein zähes Spiel. Brechten nach fünf Minuten mit 3:1, erzielte das 6:4 allerdings erst in der 13. Minute – und traf danach zehn Minuten nicht mehr. Der RSV war also zu ungewohnter Uhrzeit in der Abwehr auf der Höhe, doch was die Bönener im Angriff anboten, war erschreckend schwach. In der ersten Hälfte strahlte eigentlich nur Tino Stracke Torgefahr aus, warf sechs der neun RSV-Treffer. Ein Gegenstoßspiel fand im Grunde gar nicht statt. Auch wenn Dennis Geckert die Tore zum 5:6 und 7:6 auf die se Weise erzielte, blieb diese Waffe nahezu stumpf. Von Tempospiel war bei den Gästen nichts zu sehen. Da Stracke aber nach der schrillen Schlusssirene in der Sporthalle Eving seinen zweiten Siebenmeter verwandelte, gingen die Altenbögger mit einer 9:8-Führung in die Pause.

Danach wurde es jedoch noch schlechter. Die Defensive hielt zunächst, doch vorne lief so gut wie gar nichts mehr zusammen. „Wir haben Altenbögge in die Schusspositionen bekommen, in die wir sie haben wollten“, lobte TVB-Coach Jörg Dreyer seine Mannschaft. In der halfen erstmals die Routiniers Thorsten Westermann und Marc Balz auf, die eigentlich kürzer getreten waren. Nach 39 Minuten führte Brechten mit 13:11. Und jetzt erlebte bei den Gästen auch die Abwehrarbeit einen Einbruch. „Wir haben den Gegner nicht in den Griff gekriegt“, so Rothenpieler. Die ohnehin schon recht ruhig und zeitweise lethargisch agierende Bönener Mannschaft zerfiel nun in ihre Einzelteile. „Wir haben uns nur noch mit uns selbst beschäftigt“, meinte der Trainer.

Die Gäste zogen schnell auf 17:13 (45.) davon und auf der Tribüne schüttelte Tom Beutner entsetzt den Kopf. Der Rückraumspieler verfolgte ein letztes Mal vor seinem Umzug nach Leipzig das Spiel seiner alten Kollegen. Eine Reaktion des RSV blieb aus. Stracke verkürzte mit seinem einzigen Tor der zweiten Hälfte zwar noch einmal auf 17:19 (51.), doch als die Gäste auf eine offensive Deckung umstellten, fingen sie sich zahlreiche Konter. Vorne war am starken Keeper Marc Hügle kaum ein Vorbeikommen, so dass Altenbögge auch das zweite Auswärtsspiel der Rückrunde verlor. - bob

TVB II: Hügle (1.-60.), Gillich (drei Siebenmeter) – Schendekehl (2), Westermann (4), Bruninghaus (6), Müller (5), Weber (2), Rüffer (1/1), Strobel, L. Dreyer (1), Balz (2), Rabinovych

RSV: Wollek (1.-46.), Karlin (46.-60.) – T. Weber (1), Brandt (3), Gerwien, Stracke (7/2), Geckert, Grzybowski, Altner, Florian (4), J. Weber, Lublow, Kleff, Eissing

Zeitstrafen: 4/5 (Bruninghaus, Westermann, Höhnisch, Rabinovych / Grzybowski 2, Florian, T. Weber, J. Weber)

Torfolge: 3:1, 5:3, 6:7, 8:9 – 13:11, 17:13, 19:17, 23:17, 26:19

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