RSV schlägt überraschend starken TV Ennigerloh

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Der Schlussakt: Torben Görgens (rechts) bedient Jan Weber (verdeckt) und der Kreisläufer markiert das 27:25.

Bönen - Im Gleichschritt erledigten der RSV Altenbögge und der VfL Brambauer ihre letzten Aufgaben vor dem absoluten Spitzenspiel in der Handball-Bezirksliga. Der RSV schlug den TV Ennigerloh mit 27:25 (14:13), der VfL setzte sich ebenso knapp mit 30:28 (16:16) bei einem weiteren Abstiegskandidaten, dem TV Beckum, durch.

„Das war ein Arbeitssieg“, meinte Bönens Coach Mike Rothenpieler dann auch erleichtert: „Ennigerloh hat sich gut vorbereitet auf uns, dafür mussten wir erst einmal Lösungen finden. Das ist uns in der zweiten Halbzeit mit Erfahrung besser gelungen.“

So waren es die Gäste – lediglich Tabellenvorletzter –, die sich in der Schlussminute ärgerten, nicht wenigstens einen Punkt vom Spitzenreiter entführt zu haben. Altenbögge lag nie mit mehr als drei Toren vorne. Und das war auch zum letzten und überhaupt einzigen Mal beim Stand von 8:5 gewesen. Ennigerloh, das zunächst 3:1 in Führung gegangen war, glich postwendend aus und blieb nicht nur bis zur Pause ein unbequemer Gegner. Nach dem Wechsel traf Jan Helmig zum 16:15 und 17:16, danach legte der Favorit wenigstens wieder stets ein Tor vor. „Wir haben in der ersten Halbzeit zu viel liegen gelassen und insgesamt die einfachen Tor nicht gemacht, da war Altenbögge besser“, meinte TVE-Trainer Rolf Tacke, der am Ende nur drei Paraden seiner Schlussleute notiert hatte.

In der 45. Minute erzielte Tino Stracke das 20:18 – und damit erstmals wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung. Den verteidigte der RSV lange energisch, zog allerdings auch nicht beruhigend davon. So kam es, dass der nicht aufsteckende TVE wieder zum 25:25 (58.) ausglich. Lukas Florian konterte 104 Sekunden vor Schluss zur erneuten Bönener Führung. Dann nahm Ennigerloh einen schlechten Wurf, während auf Altenbögger Seite Torben Görgens das Auge für Jan Weber hatte, als er von Rechtsaußen in die Mitte zog und den Kreisläufer bediente. Die letzten gut 30 Sekunden überstand der RSV geschickt und durfte die Arme nach einem schweren Stück Arbeit zum Jubeln hochreißen.

„Das war ein Arbeitssieg. Die Ruhe und das Quäntchen Glück gehören eben dazu, wenn man aufsteigen will“, so Rothenpieler, der ab Dienstag in die Vorbereitung auf den Showdown mit Brambauer einsteigen wird. - bob

RSV: Joneleit (1.-30.), Wollek (31.-60.) – J. Weber (3), Görgens (1), Altner (1), Geckert (3), Florian (4), Kleff (2), Brandt (1), Gerwien, Eissing (2), T. Weber (5/4), Stracke (5)

TVE: Kochmann (1.-54.), Thiel (54.-60.) – B. von Greifenstern (7/4), Klar (1), S. Helmig (1), Moreno (1), Heiringhoff (2), Dittrich, J. Helmig (4), C. Helmig, F. von Greifenstern (5), Wahlmann (4)

Torfolge: 1:3, 5:3, 5:5, 8:5, 8:8, 11:11, 14:13, 15:16, 18:18, 20:19, 23:21, 25:25, 27:25

Zeitstrafen: 4/1 (J. Weber 2, Florian, Stracke / C. Helmig)

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