RSV nimmt Kurs auf den Klassenerhalt

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Die Altenbögger um Sebastian Fröhling erwischten einen perfekten Start in das wichtige Spiel gegen den Konkurrenten aus Recklinghausen.

Bönen - Zehn Sekunden vor Schluss streckte Andreas Rathmer die Faust in die Luft. Ein überraschend großer Jubler für das Tor zum 33:27, mit dem die Mannschaft des Co-Trainers der ETG Recklinghausen beim RSV Altenbögge verlor.

Doch im Duell der beiden abstiegsbedrohten Teams der Handball-Landesliga hatten die Gäste so nach dem 27:20 im Hinspiel immerhin den direkten Vergleich für sich entschieden.

„Das war wichtig für uns“, sagte Rathmer, der ansonsten aber einen Tag zum Vergessen in der MCG-Halle erlebte. Die Bönener feierten – auch weil Verfolger Oespel-Kley den ASV Hamm-Westfalen III mit 40:26 deklassierte – dagegen den zweiten bedeutsamen Sieg in Folge und verkürzten so den Abstand auf den Zehnten Recklinghausen auf zwei Punkte. Hinter ihnen liegen Schalke II und Oespel-Kley zwei Zähler zurück. „Die Hauptsache sind die zwei Punkte“, bilanzierte Stracke, der zuvor aber auch auf den direkten Vergleich geachtet hätte.

Der RSV scheint im Abstiegskampf also rechtzeitig die Kurve zu kriegen. Davon zeugten auch 50 der 60 Minuten gegen Recklinghausen. Nur in der Anfangsphase der zweiten Hälfte nahm sich Altenbögge eine Auszeit. Vielleicht war die Pausenführung zu deutlich...

Die Bönener waren fulminant gestartet. Ein 9:2 leuchtete nach zwölf Minuten auf der Anzeigentafel. „Wir haben perfekt gedeckt“, lobte Stracke sein Team: „Und vorne hat Dominik Warias das Spiel schnell gemacht und uns ins Laufen gebracht.“ Rathmer hatte dagegen viel Grund, sich zu ärgern. „So schlecht haben wir seit Monaten nicht gespielt“, erklärte er: „Wir haben den Kampf nicht angenommen.“ Er registrierte zu Beginn fünf vergebene „100-Prozentige – und danach sind wir aus dem Loch nicht mehr rausgekommen“. Zu allem Überfluss prallte Steffen Lüning, Spielertrainer und bester Torschütze der Eisenbahner Turngemeinde, unglücklich bei einer Verteidigungsaktion des RSV mit dem Kopf auf den Boden und zog sich eine Gehirnerschütterung zu (14.).

Bönen behauptete die Führung bis zur Pause, um dann aber den Faden zu verlieren. Recklinghausen stellte auf eine offensive Deckung um, woran die Gastgeber zu knabbern hatten. „Da gucken ein, zwei Leute zu viel zu“, monierte Stracke. Die ETG war nach einem 7:1-Lauf beim 20:17 wieder im Spiel (38.). Doch dann half dem RSV das Glück. Als das Ergebnis 22:18 lautete, sah Gästeakteur Alexander Stautenberg bei eigenem Angriff eine umstrittene Zeitstrafe, im Gegenzug traf Dominik Warias abgefälscht mit einer Bogenlampe im Netz. Der nächste Angriff der ETG landete am Pfosten, Florian Warias verwandelte den Gegenzug zum 24:18. „Da waren wir wieder in der Spur“, freute sich Stracke. Recklinghausens Widerstand war vorerst gebrochen. Erst als der RSV zum 30:22 davongezogen war, erwachte der Gast wieder zum Leben – es ging ja um den direkten Vergleich im Abstiegskampf.

RSV:  Kleeschulte (1.-60.), Joneleit (n.e.) – Geckert (4), Florian (5), Fl. Warias (7), D. Warias (6), Isenbeck (1), Engelmann, Fröhling (5), T. Weber (5/3), Borchert,

ETG:  Thomas (1.-26.), Kozowy (26.-60.) – Martinetz, Windmüller (5), Friemel, Stautenberg (8), Lüning, N. Rathmer, Clodt (1/1), Driesel (11), Markfort (1)

Zeitstrafen: 7:5 (T. Weber 2, Geckert, Fl. Warias, D. Warias, Fröhling, Isenbeck / Windmüller, Friemel, Stautenberg, N. Rathmer, Driesel)

Spielverlauf:  3:0 (4.), 9:2 (12.), 11:6 (19.), 16:7 (25.), 19:10 (30.) – 20:17 (38.), 24:18 (44.), 26:20 (49.), 30:22 (55.), 33:27 (60.)

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