RSV ringt starken Königsborner SV nieder

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Tino Stracke (links) tankte sich immer wieder erfolgreich zum Sieg durch.

UNNA -  Nach ein paar Minuten war die Anspannung bei den Spielern des RSV Altenbögge aus den Gesichtern gewichen und das ein oder andere Lachen zu erkennen. „Das hat total Spaß gemacht“, meinte Björn Dörnemann. Dabei hatte der Zweite der Kreisliga-Tabelle beim akut abstiegsbedrohten Königsborner SV keineswegs Handball zelebriert, sondern sich einen schmutzigen 29:22 (14:15)-Erfolg erkämpft, der erst in Endphase deutlich wurde.

„Mit dieser Leistung ist Königsborn kein Tabellenvorletzter“, stellte Dörnemann klar: „Wir haben nicht durch eigene Doofheit eine spannende Partie erlebt, sondern weil der KSV guten Handball gespielt hat.“ Die Gastgeber aus Unna hatten die Bönener durchaus am Rande einer Niederlage, verspielten eine Überraschung letztlich aber zwischen der 35. und 38. Minute. Innerhalb von Sekunden hatten die Altenbögger Tino Stracke, Bernd Lublow und der aus Personalnot reaktivierte Thomas Trautmann beim Stand von 17:16 Zwei-Minuten-Strafen kassiert. Christian Schollmeier traf per Siebenmeter zum 18:16. Doch unmittelbar nachdem der RSV wieder vollständig war, glich Matthias Michalik zum 19:19 aus. Tom Beutner und Hendrik Abel hatten in dreifacher Unterzahl getroffen, während Königsborn nur einmal erfolgreich war. „Das war der Break even. Daraus schöpfst du Mut“, so Dörnemann begeistert.

Bis dahin hatte der KSV den hohen Favoriten in Schach gehalten. In der ersten Hälfte lag kein Team mit mehr als einem Tor vorne. Auch aus der Pause war Königsborn unverändert stark gekommen. In den ersten fünf Minuten deutete sich kein Bruch beim KSV an. „Bis dahin fehlte das letzte Bisschen, dass man rausdrücken muss, um erfolgreich zu sein. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir begriffen, dass wir, wenn wir jetzt nicht Gas geben, diese Saison gar kein Gas mehr geben brauchen“, begründete Dörnemann, die vom kämpferischen Einsatz her wohl beste Viertelstunde der Bönener in dieser Saison.

Königsborn ging noch einmal durch Schollmeier mit 20:19 in Führung (41.), aber in den folgenden 19 Minuten bis zum Ende, gestattete der hochkonzentrierte RSV, bei dem sich neben Trautmann auch Philip Hübner nahtlos einfügte, seinem Gegner nur noch zwei Treffer. Der KSV visierte einige Male die Torstangen an, verteidigte allerdings weiter effektiv. Altenbögge konnte sich daher lange nicht sicher fühlen.

Und als beim Stand von 24:21 direkt hintereinander Beutner und Stracke mit Siebenmetern am glänzend reagierenden Lars Linnemann scheiterten, hätte die Partie kippen können. Doch da Springhoff den darauffolgenden Versuch Schollmeiers vom Punkt parierte, war der Gastgeber geschlagen. Mit der offensiven Deckung des ausgepowerten KSV wurde Bönen spielend fertig und schraubte das Ergebnis in die Höhe. - bob

KSV: Korves, Linnemann – Jablonski (1), Deutsch (6), Laske (1), Mrochen, Gockel (1), Oezdemir (1), Voss (5), Fahrenbruch (2), Schollmeier (4), Ellermann, Tecklenborg (1)

RSV: Joneleit (1.-40.), Springhoff (42.-60.) – Michalik (2), Althaus, Stracke (11/2), Lublow (3), Beutner (3), Richter (2), Abel, Bajramovic (3), Pieper (2), Hübener (2), Trautmann

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