Handball

RSV-Abwehr der Schlüssel zum Sieg

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Sebastian Fröhling fand in den entscheidenden Phasen der zweiten Hälfte zweimal die Lücken in der VfL-Abwehr.

Bönen - Der RSV Altenbögge hat sich mit einem Sieg – vor allem aber mit einer beeindruckenden Vorstellung in der Abwehr – in die Herbstferienpause verabschiedet. Der heimische Handball-Landesligist gewann in der MCG-Halle mit 24:17 (14:11) und mauerte in der zweiten Hälfte sein Tor teilweise zu. „Der Schlüssel lag in der Abwehr“, sagte Rückraumspieler Max Röckenhaus.

Angesichts von 6:4 Punkten ist die Laune im RSV-Lager hervorragend. „Dass wir mit einem positivem Punkteverhältnis in die Pause gehen, ist auf jeden Fall schön“, meinte Röckenhaus, der besonders die Steigerung zum vorangegangenen Heimspiel heraushob, in dem sich die Bönener schwach präsentiert hatten. „Der Zusammenhalt und die mannschaftliche Geschlossenheit waren da“, so Röckenhaus.

Die Altenbögger zwangen den jungen Gegner, der laut VfL-Trainer Maik Neugebauer einen Altersschnitt von knapp über 20 Jahren aufwies, gemeinschaftlich in die Knie. „Das war eine super Mannschaftsleistung“, lobte RSV-Coach Tino Stracke: „Die Abwehr stand super.“

Die stabile Defensive, aufgrund der sich die Gastgeber die eine oder andere Fahrkarte leisten konnten, entwickelte sich allerdings erst im Verlauf der Partie. Schnell traf Felix Bröckmann zur 2:0-Führung der Gladbecker (2.). Der Rückraumakteur sollte in der ersten Hälfte mit sechs Toren zum größten Problem des RSV werden. Der fing sich zügig und stellte die Begegnung nach zwölf Minuten auf 5:2, um keine 150 Sekunden später dem Gast den Ausgleich zu ermöglichen. „Wir haben in der ersten Hälfte zu viele Chancen vergeben. Wir hätten auch mit zehn Toren zur Halbzeit führen können“, meinte Röckenhaus. Immerhin reichte es zu einem 14:11 zur Pause.

Nach Timo Webers 15:11 wollte es im Angriff zunächst nicht mehr recht klappen. Es begann ein zähes Ringen mit den Gladbeckern, die auf 15:13 (35.) verkürzten. In Überzahl leistete sich der VfL dann einen Fehlpass und einen Schrittfehler. Statt zu verkürzten, musste der Gast durch Gregor Stefek und einen der bis in die Schlussphase wenigen Tempogegenstöße durch Florian Warias das 17:13 hinnehmen (43.). Da auch der VfL geschickt verteidigte, blieb das Ergebnis niedrig. „Das war eine Abwehrschlacht von beiden Mannschaften“, befand Tino Stracke. „Die Abstimmung im Mittelblock war wesentlich besser als beim letzten Heimspiel. Auch die Außen von Gladbeck haben relativ wenig Tore gemacht“, ergänzte Röckenhaus.

Nach dem 19:14 (47.) kamen die Gäste noch einmal auf 19:16 (55.) heran, als die Altenbögger nicht mehr ins Tor trafen, weil der A-Jugendliche Dennis Groß eine starke Partie zeigte. Aber auch sein Gegenüber auf Bönener Seite, Kai Kleeschulte, stand ihm in Nichts nach, verbuchte im zweiten Durchgang ein paar spektakuläre Paraden.

Die Gladbecker bissen sich in der Schlussphase die Zähne am RSV-Beton aus. Selbst Bröckmann, von Neugebauer lange nur in der Defensive eingesetzt, fand kaum noch einen Weg zum Tor. „Wir wollten ihn in der Schlussphase nochmal bringen. Der Plan ist nicht aufgegangen“, erklärte der VfL-Coach: „Altenbögge ist über das Körperliche gekommen. Wir haben vorne keine Lösungen gefunden.“ So zog der RSV zum Ende mit einem 4:0-Lauf noch deutlich davon.

RSV: Kleeschulte (1.-60.), Drewermann (n.e.) – Röckenhaus (2), Florian (3), Fl. Warias (2), Sö. Feldmann (7), Stefek (4), Fröhling (2), Isenbeck, St. Feldmann (1), T. Weber (3/3), Gerke
VfL II: Groß (1.-60), Sieg – Bröckmann (7), L. Blißenbach, Diergardt (2), Schmiemann (2/2), F. Blißenbach, Tosson (1), Alkemper (3), Kalhöfer (1), Worecki, Schölich (1), Scherz
Zeitstrafen: 3:0 (Sö. Feldmann, Stefek, Fl. Warias / – )
Siebenmeter:  4:2 (T. Weber 3/4 – Schmiemann 2/2)
Spielverlauf: 0:2 (2.), 5:2 (12.), 5:5 (14.), 10:7 (19.), 12:9 (25.), 14:11 (30.) – 15:13 (35.), 17:13 (43.), 19:14 (47.), 19:16 (55.), 23:16 (57.), 24:17 (60.)

 

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