RSV nach Sieg in Soest bereit für das Finale daheim

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Neun Tore warf Tino Stracke für den RSV Altenbögge gegen Soest eher er ebenso wie Lukas Florian (rechts) vorzeitig mit einer roten Karte vom Feld musste.

Soest - Der RSV Altenbögge ist wider auf Titelkurs. Nach der Niederlage vor eine Woche in Wickede feierte der Spitzenreiter der Handball-Bezirksliga einen verdienten 33:29 (18:15)-Erfolg beim Tabellenvierten Soester TV und kann sich nun am nächsten Samstag die Meisterschaft sichern.

„Jetzt haben wir das Finale, das wir gewollt haben“, blickte RSV-Coach Mike Rothenpieler schon voraus. Mit einem Sieg am vorletzten Spieltag in eigener Halle gegen den SuS Oberaden II ist den Bönenern der Titel nicht mehr zu nehmen. Sie haben gegenüber Verfolger Brambauer zwei Punkte Vorsprung und den direkte Vergleich auf ihrer Seite.

„Wir haben viel mehr besser gemacht als in Wickede“, lobte Rothenpieler seine Mannschaft. Die zeigte von Beginn an mehr Biss, so dass sich gegen die heimstarken Soester, die zuvor alle elf Partie in der Bördehalle gewonnen hatten, zunächst ein ausgeglichenes Spiel entwickelte. Bis zum 12:12 blieben beide Teams zusammen, dann markierte der RSV vier Tore in Folge, die er zu einer 18:15-Pausenführung verwaltete.

Nach dem Wechsel steigerte sich der Gast noch. „Wir haben mehr Tempo in die zweite Welle bekommen“, erklärte Rothenpieler und sah, wie sich Altenbögge schon nach drei Minuten auf 22:17 abgesetzt hatte. Die Lücken in der Soester Deckung, die schon im ersten Durchgang zu Tage getreten waren, blieben offen, während der Bönen seine Fehler minimierte. Fünfmal in Folge ging die STV-Reserve anschließend leer aus. Damit war eine Vorentscheidung gefallen, weil Altenbögge bis auf sieben Tore davonzog (21:48/46.).

Wirklich eng wurde es in der Schlussphase zwar nicht mehr, doch einfach runterspielen konnte der RSV die Partie auch nicht. Denn rund zehn Minuten vor Schluss verlor Bönen den an diesem Tag gut aufgelegten Lukas Florian mit einer roten Karte. Er hatte seinen Gegner bei einer Abwehraktion im Gesicht getroffen. Unabsichtlich wie Rothenpieler betonte, der den Platzverweis daher als sehr hart empfand: „Er kommt einen Schritt zu spät.“ Die Unterzahl überstand der Gast durch gute Verteidigung und ein stark haltenden Keeper Thomas Wollek und fuhr langsam dem wichtigen Sieg entgegen. Daran änderte auch der Ausschluss gegen Tino Stracke, den noch vor Florian treffsichersten Akteur in den Altenbögger Reihen, nach der dritten Zeitstrafe nichts mehr.

„Das haben wir gut gemacht. Wir haben verdient gewonnen, obwohl uns nichts geschenkt wurde“, freute sich Rothenpieler, der daher auch über „die paar Fehler zuviel“ gnädig hinweg sah. - bob/dw

STV II: Starzak, Herms – Picht, Grundhoff (3), Ebbinghaus (7), J. Stoppelkamp (2), Meeß (2), Höni, M. Stoppelkamp, Franle (5), Peters (3), F. Stoppelkamp (3), Topf (4/3), Behrens

RSV: Wollek (1.-60.), Karlin (n.e.) – Geckert (4), Eissing, Gerwien (2), Stracke (9/2), Brandt (4), Florian (7), T. Weber (3), Altner, J. Weber (4), Grzybowski, Lublow, Goergens

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