Größere Variabilität eine der neuen Stärken des RSV

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Dennis Geckert und der RSV Altenbögge haben nach Startschwierigkeiten Fuß gefasst in der Bezirksliga.

BÖNEN -  Ein Drittel der Handball-Bezirksliga-Saison ist absolviert. Und der RSV Altenbögge spielt als Aufsteiger eine richtig gute Rolle. Platz vier steht nach acht Spieltagen zu Buche. Für Linksaußen Dennis Geckert ist das nur wenig überraschend.

„Wir wollten schon in der oberen Tabellenhälfte sein. Daher sind wir mit dem bisherigen Verlauf zufrieden“, sagt der 23-Jährige. Der Sprung von der Kreis- in die Bezirksliga ist nicht so gewaltig wie in anderen Sportarten. Dennoch wirkt Altenbögge mittlerweile wesentlich gefestigter als noch zu Beginn der Spielzeit. „Wir haben uns über das Training gefunden. Die Abläufe stimmen mehr, und die Neuen sind besser integriert“, führt Geckert die Gründe für die Stabilität während der Partie an.

Die ersten Heimniederlagen gegen Jahn Dellwig und Mitaufsteiger TV Wickede wirken im Nachhinein unnötig. Doch Bönen, das ansonsten nur noch beim Spitzenreiter Dolberg verlor, ist ja generell nicht gerade als Frühstarter bekannt. „Wir kommen sonst auch immer nicht so gut in die Saison, und dann wird es immer besser“, sagt Geckert aus eigener Erfahrung.

Ein weiterer Pluspunkt seien die variableren Spielzüge, die sich die Mannschaft im Training erarbeitet hat. „Wir sind nicht mehr so abhängig von zwei, drei Leuten“, betont der Lehramtsstudent. Gute Beispiele sind die jüngsten beiden Partien nach den Herbstferien. Tom Beutner, sonst ein Garant für viele Tore, kam gegen die SG Massen nur auf zwei Treffer, und zuletzt gegen den TV Ennigerloh sogar lediglich auf ein Tor. Dafür sprangen andere in die Bresche. Gegen die SG war Bernd Lublow siebenmal erfolgreich, gegen den TVE glückte dies Melvyn Leniger.

Leniger, wie Steffen Denger vor der Saison neu zum Bönener Team gestoßen „kommt immer besser rein“, merkt Geckert an: „Ohne die beiden würden wir jetzt auf dem Zahnfleisch gehen“, betont Geckert.

Wo kann die Reise in diesem Jahr also hingehen, wenn das Zusammenspiel bei den Bönenern noch feiner werden sollte? „Wenn wir plus minus ein, zwei Plätze, wo wir jetzt stehen, landen, sind wir zufrieden“, sagt Geckert. Vollmundige Ankündigungen hält der 23-Jährige angesichts der Ausgeglichenheit der Klasse für falsch. „Jede Woche gibt es Überraschungen. Jeder kann jeden schlagen. Das ist der Reiz dieser Liga.“

Außerdem habe der RSV noch Steigerungspotenzial. „Unsere Torausbeute war am Anfang eine Katastrophe. Da beziehe ich mich auch selbst mit ein“, erklärt Geckert. Er sieht zwar aufsteigende Tendenz, „das ist aber immer noch eine große Baustelle“. Der zweite Punkt ist die fehlende Konstanz, die die Altenbögger in den 60 Minuten an den Tag legen. In jedem Durchgang nahm sich das Team von Trainer Thomas Richter bislang eine Auszeit, verspielte dadurch mal eine Führung oder ließ den Gegner davonziehen. „Wir haben immer unsere Phasen, auch im Aufstiegsjahr schon. Da ist das aber nicht so aufgefallen. Doch jetzt wird das bestraft“, mahnt Geckert.

Dem kommt der momentan etwas zerstückelte Spielplan überhaupt nicht recht. Nach den Herbstferien gewann der RSV Altenbögge zwei Begegnungen hochverdient, am Wochenende ist wieder spielfrei, ehe die letzten drei Partien vor der Weihnachtspause anstehen. „Uns kommt das nicht gelegen, denn wir sind zurzeit gut drauf“, sagt der Linksaußen. Die aktuelle Form gilt es jedenfalls beizubehalten, denn die restlichen Spiele in diesem Jahr haben es in sich: Am letzten Novembersonntag kommt der Tabellenfünfte Brambauer, im Dezember geht es dann zum Zweiten Hammer SC und zum Abschluss wartet das Derby beim aktuellen Liga-Schlusslicht HSG Unna. - bob

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