RSV-Kapitän Geckert: „Ein Problem der Automatismen“

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Dennis Geckert ist mit 37 Toren aktuell zweitbester Werfer beim RSV Altenbögge.

Bönen -  Das erste Saisonviertel in der Handball-Bezirksliga ist rum – und es geht unheimlich eng in der Tabelle zu. Den Spitzenreiter trennen vom Siebten gerade einmal zwei Punkte. Mittendrin liegt der RSV mit 10:4 Zählern. Vor dem Aufeinandertreffen mit dem punktgleichen VfL Brambauer sprach Boris Baur mit Kapitän Dennis Geckert.

Herr Geckert, mit zwei Siegen gegen Massen und in Ennigerloh ist der RSV gut aus der Ferienpause gekommen. Spielerisch ist aber noch mehr möglich, oder?

Dennis Geckert: Dem stimme ich auf jeden Fall zu. Das sehen auch alle in der Mannschaft so. Dafür gibt es mehrere Gründe. Die Trainingsbeteiligung ist nicht gut, weil viele Leute aus beruflichen und privaten Gründen verhindert sind. Dazu haben wir ein extremes Verletzungspech. Jede Woche fallen wichtige Spieler aus. Da kommt uns der breite Kader entgegen, aber es ist immer schwer, neue Leute einzubinden.

Wie weit sehen Sie denn ihre Mannschaft aktuell?

Geckert: Wir sind auf dem Wege der Besserung. Der Start war ziemlich holprig. Es ist noch einiges an Luft nach oben, das dauert aber noch bis wir so weit sind, wie wir sein wollen. Ich glaube auch nicht, dass es diese Saison schon so weit kommt.

Woran hakt es derzeit?

Geckert: Wir haben einen extrem veränderten Kader durch die externen Neuzugänge, aber auch die A-Jugendspieler. Da sind wir noch nicht eingespielt.

In den bisherigen Spielen bekam der RSV immer Probleme, wenn ein Gegner auf eine offensive Deckung umstellte. Es dauerte lange, bis sich die Mannschaft darauf eingestellt hat. Woran liegt das?

Geckert: Das ist ein Problem der Automatismen. Keiner weiß, wo der andere hinläuft. Und wenn dann noch ein Gegenspieler dazwischen her läuft, wird es noch schwieriger. Ich denke, wir werden das diese Woche auch gezielt trainieren, weil Brambauer auch so spielen wird, zumindest phasenweise. Die nächsten Wochen werden eh spannend und richtungweisend, weil wir noch gegen viele Mannschaften von oben spielen.

Momentan ist die Liga ganz eng beieinander. Was glauben Sie, wie es diese Saison weitergeht?

Geckert: Das wird genau so weitergehen. Jeder wird jedem die Punkte abnehmen. Auch wenn wir jetzt zwei, drei Spiele verlieren, sind wir noch längst nicht abgeschrieben. Sieben Mannschaften streiten sich um die ersten beiden Plätze. Ich glaube, dass der Fünfte nur zwei bis vier Punkte hinter dem Ersten liegen wird.

Vor der Saison lautete das Ziel des RSV oben mitzuspielen. Wie schaut es nach sieben Spieltage aus?

Geckert: Das Wort Aufstieg nehme ich nicht in den Mund. Da sehe ich uns aktuell nicht in der Verfassung für. Wir wollen oben mitspielen und alles mitnehmen, was möglich ist.

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