Handball

RSV spielt um einen besonderen Baumschmuck

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Eike Jungemann verletzte sich in Herne am Knie. Sein Einsatz am Sonntag hängt am seidenen Faden.

Bönen – Unmittelbar nach dem Triumph in Herne bediente sich Jens Schulte-Vögeling einer der größten Phrasen im Sport. Weiter von Spiel zu Spiel schauen, wolle man, erklärte der Trainer des RSV Altenbögge nach der Übernahme der Spitzenposition in der Handball-Landesliga durch den beeindruckenden 25:19-Erfolg beim zuvor ungeschlagenen Primus Westfalia Herne.

In dieser Woche ist nichts leichter als das, denn in diesem Jahr steht nur noch eine Partie auf dem Plan, das Heimspiel am Sonntag gegen die DJK Oespel-Kley (18 Uhr/MCG-Halle). Es geht also um einen schönen Schmuck für die Festtage – oder um eine weitere Phrase zu bemühen: Nach einem Sieg kann sich der RSV die Tabelle ausschneiden und an den Weihnachtsbaum hängen. Und zumindest eines versprach der RSV-Coach den eigenen Fans: „Wir wollen keine Handball-Magerkost zuhause zeigen“, sagt Schulte-Vögeling.

Neue Fallhöhe

Der Trainer ist sich der neuen Fallhöhe bewusst, nachdem sein Team die Spitze erklommen hat. „Tabellenführer zu werden, ist sicherlich nicht so leicht in dieser Liga, Tabellenführer zu bleiben, aber noch schwerer, weil dir alle ein Bein stellen wollen.“

Dementsprechend redet der Bönener Trainer seinen Schützlingen, die mittlerweile neun Spiele in Folge gewonnen haben, auch ins Gewissen: „Wir müssen das Spiel gegen Oespel-Kley genauso angehen wie das gegen Herne. Wir müssen konzentriert sein. Wenn man dem Gegner in dieser Liga nur ein bisschen Luft zum Atmen gibt, nutzt er das sofort aus.“

Oespel-Kley ist das personifizierte Mittelfeld

Oespel-Kley hat, nachdem zwei Drittel der Hinrunde vorbei sind, nichts mehr zu verlieren. Mit ausgeglichener Bilanz von 10:10 Punkte stehen die Dortmunder mit derzeit komfortablem Vorsprung zu den Abstiegsplätzen im Mittelfeld. Auch die geworfenen und die kassierten Tore sind beim Achten nahezu gleich (257:255). Das Merkmal bei der DJK ist in dieser Saison die fehlende Konstanz. Siege gegen den Dritten SuS Oberaden II verbuchen die Dortmunder ebenso auf die Habenseite wie eine Niederlage gegen den Viertletzten Wittener TV. Die Konsequenz, die Schulte-Vögeling daraus zieht: „Wir müssen jeden Gegner ernst nehmen, egal, auf welchem Tabellenplatz er steht.“

Wollek, Jungemann, Gerke und Florian sind angeschlagen

Die Euphorie nach dem Sieg im Spitzenspiel wurde im Altenbögger Lager durch die Verletzungen von Marvin Wollek und Eike Jungemann (beide Knie) sowie Jonas Gerke (Schulter) getrübt. Letzterer war zwar beim Training, konnte aber nicht ordentlich werfen. Lukas Florian liegt zudem mit einer schweren Erkältung flach. „Die Trainingswoche war eher mau, aber das soll uns nicht weiter stören“, sagt Schulte-Vögeling, der hofft, dass ein oder zwei dieser Akteure am Sonntag doch zum Einsatz kommen werden.

"Erhöhte Ausrutschgefahr"

„Wir müssen noch mal alle Kräfte bündeln“, fordert der Coach, der auf den positiven Kick, den wir in Herne bekommen haben“, setzt. Im Vorfeld auf das Spiel gegen Oespel-Kley hat er ein weiteres Wortspiel in der Hinterhand: „Wie auf den Straßen herrscht in der Landesliga 3 erhöhte Ausrutschgefahr“, meint er angesichts der kalten Temperaturen. Für Sonntag sind immerhin acht Grad angezeigt. Eigentlich warm genug, um nicht aufs Glatteis geführt zu werden.

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