Handball

RSV atmet durch: erster Saisonsieg dank Betonabwehr

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In der Schlussminute räumte RSV-Neuzugang Luca Tröster die letzten Zweifel am Sieg der Altenbögger aus.

Dortmund – Einmal kräftig durchatmen mussten die Handballer des RSV Altenbögge, dann übernahm die Freude über den ersten Saisonsieg in der Landesliga die Gefühlswelt. Beinahe hätten die Bönener beim ASC 09 Dortmund einen Sieben-Tore-Vorsprung verspielt. Am Ende sprang ein 22:20 (10:4)-Erfolg hinaus, mit dem der RSV den Fehlstart vermied.

„Es fühlt sich sehr, sehr gut an, dass wir die ersten zwei Punkte geholt haben“, sagte Trainer Jens Schulte-Vögeling nach der Auftaktniederlage zuhause gegen den TV Brechten vor einer Woche. In einer starken Abwehr, insbesondere im Innenblock um Dominik Weigel und Sebastian Fröhling, sah er „den Schlüssel zum Erfolg“. „Die Abwehr war mega-gut“, erklärte er und lobte auch Keeper Kai Kleeschulte für ein „Riesen-Spiel“.

Der Start: drei verworfene Siebenmeter

Dass es kein Torfestival in der Sporthalle Hacheney werden würde, deutete sich schon zu Anfang an. Die Aplerbecker verwarfen mit der ersten Aktion gleich einen Siebenmeter, wenig später scheiterten auch Gregor Stefek und Lukas Florian für Altenbögge von der Linie – alles vor dem ersten Tor. Das gelang dem ASC, der nach sechs Minuten sogar 2:0 vorne lag, weil die Gäste auch noch einen Gegenstoß wegwarfen.

Doch dann fand auch der RSV im Angriff besser ins Spiel. Dennis Geckert, dessen Einsatz wegen seines Muskelfaserrisses fraglich gewesen war, glich mit zwei Treffern aus (9.). Am Ende kam er auf fünf Tore. Bis zum 4:4 (14.) blieb es ausgeglichen, spätestens ab da rührten Weigel, Fröhling und Co. hinten Zement an. 16 Minuten lang – bis zur Pausensirene – gelang dem Gastgeber kein Treffer mehr, während die Altenbögger immerhin sechsmal erfolgreich waren. „Vier Gegentore zur Halbzeit, das passiert auch nicht alle Tage“, war selbst Schulte-Vögeling etwas verblüfft.

Dortmund findet im zweiten Durchgang Risse im Beton

Dieses hohe Niveau hielt der RSV im zweiten Durchgang nicht bei, denn die Dortmunder fanden ihre Lücken in der Defensive der Gäste. Doch die Bönener hielten den Vorsprung konstant. Beim Stand von 18:10 für Altenbögge schien die Partie bereits entschieden, war doch nur noch etwas mehr als eine Viertelstunde zu spielen. Doch die Gastgeber gaben sich nicht geschlagen. „Wir haben nicht aufgehört Handball zu spielen“, bemerkte Schulte-Vögeling: „Es lief aber nicht mehr nach Plan. Vielleicht auch, weil Aplerbeck alles in die Waagschale geworfen hat und wir etwas platt waren.“ Bei zwei Pfostentreffern in dieser „kritischen Phase“, so der Coach, kam auch Pech dazu.

Zunächst verkürzte der ASC auf 16:20 (53.), ein weiterhin komfortabler Vorsprung für den RSV auf der Zielgeraden. Doch dann wurde es richtig eng: Max Röckenhaus sah eine Zwei-Minuten-Strafe, die Dortmund zu drei Toren nutzte. Zwei davon fielen durch Würfe aufs leere Tor, weil Altenbögge mit dem zusätzlichen Feldspieler den Ball verlor.

Schulte-Vögeling mahnt zur Ruhe

Schulte-Vögeling nahm eine Auszeit: „Ich habe der Mannschaft gesagt, wir müssen ruhig bleiben. Da brennt nichts mehr an.“ Der Trainer behielt recht. Gregor Stefek markierte das 21:19 (57.). Nach dem erneuten schnellen Anschluss der Dortmunder machte Luca Tröster kurz vor Schluss alles klar.

„Der Sieg gibt uns Selbstvertrauen für die nächsten Spiele“, ist sich Schulte-Vögeling sicher. Ein 0:4-Fehlstart ist jedenfalls abgewehrt.

RSV: Kleeschulte (1.-60.), Joneleit (n.e.) – Gerke (2), Röckenhaus (4), Geckert (5), Florian (1/1), Stefek (2/1), Weigel (2), Tröster (5), Fröhling (1), Isenbeck, Vogt
Spielverlauf: 2:1 (7.), 2:3 (12.), 4:4 (14.), 4:10 (30.) – 7:11 (34.), 8:16 (42.), 10:18 (43.), 15:20 (52.), 19:20 (55.), 19:21 (57.), 20:22 (30.)
Siebenmeter: Florian 1/3, Stefek 1/3

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