RSV feiert den Aufstieg in die Bezirksliga

+
Ausgelassen feierten die Bönener Handballer schon in der MCG-Halle den Aufstieg.

BÖNEN - Es war ein hartes Stück Arbeit, aber am Ende war es vollbracht: Der RSV Altenbögge gewann sein letztes Saisonspiel und steigt als Meister der Handball-Kreisliga in die Bezirksliga auf. Vorausgegangen waren 60 packende Minuten, in denen die Bönener erst in der Schlussviertelstunde den Sieg über die zweite Mannschaft des Lüner SV perfekt machten. Nach dem 29:24 (15:15) war der Jubel dafür allerdings umso lauter.

„Das ist einfach nur geil“, jubelte Trainer Thomas Richter., den sein Team zuvor durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt hatte. Denn Lünen war der erwartet schwere Gegner, hatte seine Mannschaft mit U 21-Akteuren aus der Landesliga verstärkt.

Und der LSV auch ohne den ein oder anderen Stammspieler keineswegs gewillt, nur artig zum Aufstieg zu gratulieren. Im Gegenteil, die Gäste wussten, dass Bönen wenigstens ein Unentschieden zum Titelgewinn brauchte und stemmten sich dagegen. Sie steckten es auch locker weg, dass der RSV zunächst etwas besser in die Partie fand und mit 5:3 (10.) und 7:5 (13.) vorne lag. Lünen übernahm zum 11:9 sogar die Führung (18.), und die Altenbögger wurden spürbar nervös. Zwar glich Bernd Lublow zum 12:12 aus (23.), doch kurz darauf war der LSV wieder auf 15:13 enteilt (27.). Doch den Bönenern gelang noch vor der Pause der wichtige Ausgleich.

Nach dem Wechsel warf Altenbögge erneut die ersten Tore. Doch diesmal verteidigte der Gastgeber den knappen Vorsprung konsequent. Ein überragender Thomas Wollek im Tor brachte den Gegner mehrfach zur Verzweiflung. „Wolle hat hinten das Tor zugenagelt“, sagte Richter. Aber auch insgesamt stand die RSV-Defensive einfach besser – und kompensierte damit die Angriffsschwäche. So traf Lünen bis zur 45. Minute nur viermal ins Tor (21:19). „Wir haben das Spiel in der Abwehr gewonnen, da haben wir uns Selbstvertrauen geholt“, erklärte Rückraumshooter Tino Stracke.

Bönen zog bis auf 25:20 (51.) davon und ließ sich den Vorsprung nicht mehr aus der Hand nehmen, so dass der Auftritt des Verfolgers SuS Oberaden II beim TuS Westfalia Kamen später am Samstagabend keinen Einfluss mehr auf die Titelvergabe hatte.

„Wir haben das Spiel durch noch mehr Einsatzwillen in der zweiten Halbzeit für uns entschieden“, meinte Richter. „Und vorne schießt uns Tino in die Bezirksliga“, ergänzte Betreuer Björn Dörnemann. Der Führungsspieler kam am Ende auf 15 Tore und daher zu folgender Feststellung: „Die Abwehr gewinnt die Spiele, der Angriff die Meisterschaft.“ Auf der anschließenden Aufstiegsfeier im Zechenturm wird er darüber mit seinem Trainer sicherlich noch das ein oder andere Mal geredet haben. - bob

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare