Handball-Landesliga

Tino Stracke mit einem positiven Bauchgefühl

+
Altenbögges Spielertrainer Tino Stracke hat ein positives Bauchgefühl.

Bönen - Eigentlich hatten Spieler und Trainer des RSV Altenbögge vor, genau diese Situation zu vermeiden. Durch die unnötige 26:27-Heimniederlage gegen Absteiger Schalke II brachte sich die Mannschaft völlig unnötig in Schwierigkeiten.

Bei einer Niederlage am kommenden Sonntag (17.30, Sporthalle Lütgendortmund) bei der DJK Oespel-Kley tauscht der RSV mit dem Gastgeber die Plätze und steht in der Relegation gegen den Landesligaabstieg.  

Ein Unentschieden würde den Altenböggern hingegen reichen: Das Hinspiel gewannen die Bönener in der Halle des Marie-Curie-Gymnasiums mit 28:26. Der direkte Vergleich geht an den RSV.

Auf solch gefährliche Gedankenspiele lässt sich Trainer Tino Stracke gar nicht ein. „Ja sicher. Wir spielen auf Remis“, sagt er mit sarkastischem Unterton. „Es ist ein Endspiel. Das ist uns allen klar, und wir nehmen es an.“ Natürlich hätte seine Sieben die letzten beiden Spiele in Höchsten (24:27) und gegen die Gelsenkirchener gewinnen müssen. „Das war sicher drin. Aber hätte, wenn und aber bringt uns ja jetzt nicht weiter.“ Die Stimmung beim Dienstagstraining sei gut gewesen. „Wir hatten eine volle Hütte. Einige externe, also Spieler der zweiten und dritten Mannschaft, waren dabei. Und es hat Spaß gemacht.“

Den Samstagnachmittag haben die Handballer also abgehakt. Da saß nicht nur Stracke nach seinem Comeback als Spielertrainer enttäuscht und zu keiner Aussage bereit in der Ecke. Auch der Rest der Mannschaft wirkte sprachlos. Einige vielleicht auch fassungslos über die Leistung, die sie gerade abgeliefert hatten. „Man hat ja so ein Bauchgefühl“, bemerkt Stracke. „Und ich hatte an dem Tag nie das Gefühl, das alle voll dabei sind.“ Aber egal. „Ob Oespel-Kley seine A-Jugend komplett hochzieht oder noch Spieler einkauft. Wir gehen hoch motiviert in die Partie“, hat Stracke dagegen nach dem Wiedersehen beim Dienstagtraining ein „sehr positives“ Bauchgefühl. Whatsapp-Gruppen der Mannschaft bestätigten seine Einschätzung: „Die Jungs sind heiß. Es wird rund gehen.“

 Sicherlich würden die jüngeren Spieler eventuell nervös ins Endspiel am Sonntag gehen. „Wir müssen sie einfach gut ins Spiel bringen, dann legt sich das“, weiß der Spielertrainer ein geeignetes Gegenmittel. Dass die Saison so spannend endet, ist unnötig. Das vorgegebene Ziel, den fünften Platz der Vorsaison zu bestätigen, hatten die Altenbögger Verantwortlichen allerdings schnell beerdigt. „Der Teufelskreis, in den wir durch die Verletzungsmisere geraten sind, war jedem bewusst. Auch den Verantwortlichen. Sonst hätten sie uns doch schon längst gefeuert.“ Und Stracke zieht schlussendlich aus der Situation ein durchaus positives Fazit: „Solche Spiele, in denen es um etwas geht, sind doch immer schön.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare