Handball

RSV hält nach dramatischen Spiel die Klasse

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Das Finale: Tino Stracke dreht nach seinem erfolgreichen Siebenmeter ab, Dennis Geckert und die RSV-Fans jubeln.

Dortmund - Der Spielertrainer höchstpersönlich hat den RSV Altenbögge zum Klassenerhalt in der Handball-Landesliga geworfen. Eine halbe Minute vor Schluss verwandelte Tino Stracke einen Siebenmeter zum 24:23 im einen dramatischen direkten Duell um den Abstiegsrelegationsplatz bei der DJK Oespel-Kley. Sekunden später hielt Keeper Kai Kleeschulte den letzten Versuch der Gastgeber, danach brach auf Bönener Seite riesengroßer Jubel aus.

„Das war ein richtig geiles Spiel. „Wir haben nie aufgegeben“, meinte der Torwart, als sich alles ein wenig beruhigt hatte. Auch Kapitän Dennis Geckert brauchte einige Minuten, ehe sich die Emotionen runtergekühlt hatten: „Mehr Dramatik geht nicht. Das war eine super Kampfleistung der ganzen Mannschaft. Ich bin so stolz auf das Team und die Fans“, lobte er. Und Stracke? Der wollte nicht groß im Mittelpunkt stehen, obwohl er das letzte Tor erzielt hatte: „Das war Wille und Leidenschaft von allen. Das Glück haben wir uns erkämpft. Wir sind immer ruhig geblieben und haben uns gegenseitig motiviert.“ Der Siebenmeter wiederum „passte zu meinem Wochenende“, sagte er. Stracke hatte tags zuvor geheiratet.

Abstiegsendspiel RSV Altenbögge

Lange Zeit hatte es allerdings nicht danach ausgehen, dass der RSV vor über 300 Zuschauern am Ende feiern würde. Im Angriff lief im ersten Durchgang kaum etwas zusammmen. Neun magere Treffer standen nach 30 Minuten zu Buche. Immerhin passte es in der Deckung, so dass Oespel-Kley auch nur zwölf Tore warf. Nach dem Wechsel legte die Dortmunder, bei denen mehrere A-Jugend-Bundesligaspieler der abgelaufenen Saison mithalfen, die Lücken der RSV-Defensive offen. Den schnellen ersten Schritten konnten die Bönener kaum folgen. Kein Wunder, dass die DJK vier der fünf vorangegangenen Begegnungen für sich entschieden hatte.

16:12 lautete das Resultat nach 37 Minuten. Bei den Altenböggern sprang in Person von Lukas Florian und durch Anspiele auf Kreisläufer Florian Warias aber langsam der Angriffsmotor an. Beim Stand von 17:15 (42.) kassierte Dortmunds Kai Ferber seine dritte Zeitstrafe. Nur eine Minute später musste Timo Weber nach einem harten Einsteigen gegen Christopher Fege runter. Der Youngster war für den Bönener einfach zu schnell. „Uns hat das aber nicht so viel ausgemacht“, sah Geckert in dem Platzverweis für den Gastgeber die größere Schwächung. Der RSV, dem ein Unentschieden gereicht hätte, drehte die Partie und führte erstmals in der 47. Minute mit 18:19. „Da haben wir sie soweit gehabt, dass sie nachdenken müssen“, sprach von nun an für Kleeschulte die Erfahrung seines Teams. Dennoch ließ Bönen Oespel-Kley noch 21:20 (52.) und 22:21 (54.) in Führung gehen. Der starke Lukas Florian glich aus (55.), als Sebastian Burchert beim Tempogegenstoß einen Krampf bekam und den Ball abgab. Doch die Abwehr hielt, dann verwandelte Philipp Isenbeck von Rechtsaußen zum 23:22. Die Dortmunder egalisierten, ehe Stracke von der Linie die Nerven bewahrte. J bob

DJK: Reiss, Sagenschneider, Metzger – Gebauer, Eigenbrodt (1), Fege (1), Flachmeier, Ferber (2), Speckmann (6), M. Pfänder (2), Adeyemi (3), L. Pfänder, Büchel (2)
RSV: Kleeschulte, Joneleit (n.e.) – Geckert (3), Florian (9/2), F. Warias (4), Brand (1), Isenbeck (1), Fröhling, T. Weber (3/2), Burchert, Stracke (3/2)
Zeitstrafen:  5:3 (Ferber 3, Adeyemi, L. Pfänder / Geckert, Florian, F. Warias)
Rote Karten: Ferber (42.) / T. Weber (43.)
Spielverlauf: 4:3 (11.), 9:6 (23.), 12:9 (30.) – 16:12 (37.), 18:15 (43.), 18:19 (47.), 21:20 (52.), 22:23 (57.), 23:24 (60.)

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