RSV belohnt sich für kämpferisch starken Auftritt

+
Der RSV (Mitte Melwyn Leniger) bot gegen den Tabellenzweiten Dolberg einen kämpferisch starke Vorstellung.

BÖNEN - Thomas Richter konnte wieder gut lachen: „Bei Matthias Michalik muss minus eins Tore stehen. Der hat ein Eigentor geworfen“, feixte der Trainer des RSV Altenbögge. Vor zwei Wochen hatte er seine Spieler wegen mangelnder Einstellung noch hart kritisiert. Mit dem Stimmungswandel hatte aber nicht nur der 29:28 (15:16)-Sieg über den Tabellenzweiten der Handball-Bezirksliga, den SV Eintracht Dolberg, zu tun, sondern vor allem die Art und Weise, wie seine Mannschaft in der MCG-Halle auftrat.

„Das war technisch nicht viel besser als gegen Beckum, aber diesmal war die richtige Einstellung wieder auf dem Platz. Man hat den Jungs angesehen, dass sie wollten“, so Betreuer Björn Dörnemann nach einem nervenaufreibenden Spiel. Dass die Altenbögger nämlich mit der Schlusssirene einen Sieg feiern konnte, danach hatte es vier Minuten vor Ende nicht ausgesehen. Dolberg hatte gerade einen Drei-Tore-Rückstand wettgemacht und zum 27:27 ausgeglichen, als Bernd Lublow sich zu Matthias Michalik auf die Strafbank setzte. Doch der RSV meisterte diese doppelte Unterzahl, spielte clever die Zeit runter und erzielte sogar durch Dennis Geckert ein Tor. Lublow gelang dann – wieder in Unterzahl – 15 Sekunden vor Schluss der entscheidende Treffer zum 29:27. „Am Ende ist das der Lohn des Tüchtigen“, meinte Dörnemann nach einer Partie, die, wie Gästetrainer Thomas Steinhoff bemerkte, „immer auf Messers Schneide“ stand.

Schon in der ersten Hälfte lieferten sich beide Teams ein nicht allzu schönes, aber stets packendes Spiel. Dem 9:7 von Altenbögge (15.) ließ Dolberg schnell ein 9:12 (20.) folgen. Bis zur Pause rannte der RSV diesem Rückstand hinterher. Da hatte auch Michalik schon „getroffen“, als er einen langen Ball von SVE-Torhüter Lucas Mächling, den Bönens Keeper Thomas Wollek abgelenkt hatte, ins eigene Netz abfälschte.

Wollek war der noch bessere von zwei sehr gut aufgelegten Torhütern. Der Routinier trieb die Dolberger in der zweiten Hälfte zusehends zur Verzweiflung. 24 Paraden standen für ihn am Ende zu Buche. „Unsere Chancenverwertung von außen war zu gering. Altenbögges Torwart hat überragend gehalten“, lobte auch Steinhoff. Die schwache Wurfausbeute kostete den Gästen vor allem in entscheidenden Phase einen wohl gewinnbringenden Vorteil. „Wir haben den Gegner selbst stark gemacht“, ärgerte sich Steinhoff.

Der RSV lag im zweiten Durchgang nur ganz zu Beginn zurück, auch weil Dennis Geckert einen richtig starken Tag erwischt hatte und so die fast 60-minütigen Manndeckung gegen Tino Stracke, der trotzdem elf Mal erfolgreich war, im Zusammenspiel mit seinen Teamkollegen kompensierte. - bob

RSV: Wollek, Joneleit (1 Siebenmeter) – Michalik, Lublow (1), Stracke (11/4), Leniger (1), Geckert (11), Bajramovic, Bettermann (4), Florian (1), Eißing, Pieper, Abel (n. e.), Altner (n. e.)

SVE: Mächling (1/1.-45.), Budde (45.-60.) – M. Weghake, Lodenkemper (4), Bussmann (7), Bakalorz (1), P. Weghake (6/4), Heißt (3), Johannwiemann (1), Tubitz, Glaubitz (5)

Torfolge: 6:6, 9:7, 9:1212:13, 12:15, 15:16 – 21:19, 22:22, 27:24, 27:27, 29:28

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare