Handball

RSV mit zwölf fast perfekten Minuten zum Sieg

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Mit neun Toren war Jonas Gerke einer der Schlüsselspieler beim Sieg des RSV gegen den Kreisrivalen aus Dolberg.

Bönen – Dank eines famosen Zwischenspurts in der ersten Viertelstunde des zweiten Durchgangs hat der RSV Altenbögge seine Erfolgsserie in der Handball-Landesliga auf sechs Siege ausgebaut. Gegen den SV Eintracht Dolberg gewannen die ersatzgeschwächten Bönener mit 35:31 (17:15).

Wie befürchtet musste der RSV auf Marius Schrage und Florian Warias verzichten, Sebastian Fröhling konnte aber mitwirken. Auf der Bank nahm als dritter Torhüter Marvin Wollek Platz. Der A-Junior feierte in den Schlussminuten sein Debüt bei den Senioren. Er hielt zwei Bälle und kassierte nur ein Siebenmetertor von Sebastian Supenkamp. „Es hat richtig Spaß gemacht“, freute sich der Youngster über seinen Einsatz.

Großen Spaß hatten er und die 163 Zuschauer in der MCG-Halle allerdings auch in den Minuten vorher. Denn der RSV gab trotz der Ausfälle von Beginn an Gas. „Wir haben die Emotionen des Derbys mitgenommen“, meinte der Rückraumlinke Jonas Gerke, der neun Tore warf und damit für graue Haare bei Gästetrainer Andreas Schwartz sorgte. „Wir haben keinen Zugriff auf die Halben bekommen. Dabei hat der RSV immer den gleichen Spielzug gemacht“, so der SVE-Coach. Lukas Florian auf rechts war am Ende zehnmal erfolgreich, obwohl er in der zweiten Hälfte mit Atemproblemen zwischenzeitlich pausierte. „Wir haben uns das gut erarbeitet und die Spielzüge sauber durchgespielt“, sagte Gerke und lobte den Druck, den seine Mitspieler auf die Abwehr ausübten.

Ein Hin und Her in Hälfte eins

Die Altenbögger fanden gut in die Partie, leisteten sich aber im ersten Durchgang immer wieder Schwächephasen, die die Eintracht nutzte, um auszugleichen. Eine 7:4-Führung (11.) oder ein 12:8 (18.) brachte den Gastgebern keine Sicherheit. Erst ganz am Ende des Abschnitts warf sich der RSV den knappen Zwei-Tore-Vorsprung heraus.

Wie die Bönener dann nach Wiederbeginn aus der Kabine kamen, zauberte Trainer Tino Stracke ein Lächeln ins Gesicht. Vorne war zwölf Minuten lang jeder Ball drin. Unterbrochen wurde der Lauf erst durch einen Lattentreffer von Gerke beim Stand von 26:18. Weder die defensiven Umstellungen von Schwartz, noch eine Dolberger Auszeit (40.) stoppte den RSV-Express. Hinten wiederum verteidigten die Altenbögger zwar nicht so gut wie zuletzt, dafür hielt aber Dirk Joneleit nahezu jeden Ball, der auf ihn zugeflogen kam. Kein Wunder, dass Schwartz nach dem Spiel die schlechte Chancenverwertung des SVE als einen Grund für die Niederlage der Gäste ausmachte. „Dolberg ist in der Phase eingebrochen“, meinte Gerke: „Von uns war das eine starke Mannschaftsleistung.“

Vorsprung souverän nach Hause gebracht 

Allerdings hielt der Höhenflug der Gastgeber nicht an. Nach dem 28:20 (46.) verlief die Partie ausgeglichen. Der SVE verkürzte sogar wieder auf 29:25 (53.). „Es ist dann hektisch geworden. Das müssen wir cleverer lösen“, fand Gerke.

Den geschrumpften Vorsprung ließ sich Altenbögge allerdings nicht mehr nehmen. „Der RSV hat das dann routiniert zu Ende gespielt“, lobte Schwartz. Näher als auf drei Tore kam Dolberg nicht mehr ran – auch weil sich Wollek den guten Leistungen seiner Vorgänger direkt anschloss.

RSV: Drevermann (1.-30.), Joneleit (31.-58.), M. Wollek (58.-60.) – Gerke (9), Röckenhaus (7), Florian (10), Sö. Feldmann (7), Stefek (1), Fröhling, T. Weber (1/1), Stracke
SVE: Mächling (1.-41.), Muer (41.-60.) – M. Weghake (1), Heickmann (2), Bussmann (2), P. Weghake (3), Johannweimann (1), Krabus (4), Heising (5), Rödelbronn (2), Lodenkemper (5), Supenkamp (6/2)
Siebenmeter:  1:2 (Weber 1/1 – Supenkamp 2/2)
Zeitstrafen:  4:3 ( Stefek 2, Röckenhaus, Fröhling – P. Weghake 3)
Rote Karte: P. Weghake wegen dritter Zeitstrafe (51.)
Spielverlauf: 5:2 (8.), 7:6 (11.), 10:7 (15.), 12:8 (18.), 12:12 (21.), 14:12 (24.), 14:14 (27.), 17:15 (30.) – 24:17 (40.), 27:19 (45.), 29:25 (53.), 33:30 (38.), 35:31 (60.)

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