Handball

Lockerer RSV-Erfolg mit fadem Beigeschmack

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Lukas Florian tankt sich durch. Mit Einzelaktionen fand der RSV gegen Hombruch oft zurück in die Spur. Ihr Tempospiel zogen die Gastgeber erst in der zweiten Hälfte auf.

Bönen – „Gewonnen!“ Das war die Kernaussage von RSV-Trainer Jens Schulte-Vögeling nach dem in keiner Phase gefährdeten 32:22 (14:9)-Sieg der Altenbögger Handballer gegen den Landesliga-Elften TuS Westfalia Hombruch II.

„Mit nur acht Feldspielern wussten wir von vornherein, dass wir hier keine Chance haben werden“, erklärte auf Dortmunder Seite Trainer Mauricio Lampen. „Der Sieg geht in Ordnung, Altenbögge war besser.“

Kleeschulte verletzt sich am Knie

Für die Gastgeber hat der Erfolg allerdings einen extrem bitteren Beigeschmack: Torhüter Kai Kleeschulte, der auch am Freitagabend wieder einmal zeigte, wie wichtig er als Rückhalt ist, verletzte sich in der 44. Minute. Er verdrehte sich das Knie, meinte, es sei instabil. „Es sieht nicht gut aus“, befürchtete Schulte-Vögeling einen längeren Ausfall des Routiniers.

Guter Start und dann Schlendrian

Im grauen Liga-Alltag sollte sein Team bestehen, sich immer neu konzentrieren, immer neu die Leistung abrufen. Das hatte Altenbögges Coach vor dem Spiel gefordert. Die Aufgabe erfüllten seine Spieler vor allem in der ersten Halbzeit vor 147 Zuschauern in der Halle des Marie-Curie-Gymnasiums nur bedingt. Nach schneller 3:0-Führung durch Max Röckenhaus (zwei Treffer) und Gregor Stefek (4.) kehrte eine Art Schlendrian bei den Gastgebern ein.

Ungenaue Zuspiele nutzten die Gäste zu Gegenstößen. Den ersten beiden verwehrte Kleeschulte mit Paraden den Erfolg. Erst in der siebten Spielminute traf Hombruchs Luca Stracke zum ersten Mal für den Gast. In der 15. Minute standen die Dortmunder mit dem 5:4-Anschlusstreffer kurz vor dem Ausgleich. Eine Einzelleistung von Lukas Florian brachte den RSV im Gegenzug wieder in die Spur (6:4, 15.). Danach zogen die Gastgeber davon. Der Hombrucher Rumpfkader zeigte auch in keiner Phase, dass er normalerweise die drittbeste Deckung der Liga auf die Platte bringt.

Hombruch macht das Spiel langsam

„Wir hatten in der ersten Hälfte eine gute Deckung, haben vorne aber einige Bälle weggeschmissen“, meinte Schulte-Vögeling. „Vielleicht lag es am sehr langsamen Spiel der Hombrucher und deswegen aufkommender Müdigkeit“, mutmaßte er nicht zu Unrecht. Sein Personal sei auch unzufrieden gewesen mit der eigenen Leistung in den ersten 30 Minuten. Der Altenbögger Coach sah aber ein, dass der Gast Luft sparen musste.

„In der zweiten Hälfte war Hombruch platt, hatte ich den Eindruck“, erklärte Schulte-Vögeling. Der RSV spielte seinerseits nach dem Wechsel aber einfach schneller. Luca Tröster wurde zum Mann für erfolgreiche Tempogegenstöße, Florian erhöhte den Vorsprung mit seinem 20:10 in der 38. Minute auf zehn Treffer.

Sören Feldmann feiert Saisondebüt

„Jeder ist zum Einsatz gekommen, konnte Spielpraxis sammeln“, erklärte Schulte-Vögeling die Schlussphase zur besseren Übungseinheit. Notgedrungen kam zunächst Niklas Dickschat für Kleeschulte, ab der 50. Minute stand dann auch noch Dirk Joneleit im Altenbögger Tor. Auch Sören Feldmann feierte sein Saisondebüt nach seinem Achillessehnenanriss.

Die Voraussetzungen für ein echtes Spitzenspiel bei Westfalia Herne am kommenden Sonntag sind nun geschaffen. Der RSV bleibt dem Tabellenführer mit zwei Punkten Rückstand dicht auf den Fersen.

RSV: Kleeschulte (1.-44), Dickschat (44.-51.) Joneleit (51.-60.), – Gerke (8), Röckenhaus (6), Florian (4), Stefek (2/1), Weigel (1), Fröhling, Isenbeck (1), Feldmann (2), Busacca (3), Tröster (5), Baeck
Westfalia:  B. Hoffmann (1.-30.), Wiethaus (30.-45.), Dittrich (45.-60.) – P. Hoffmann (5/3), Gaedtke, Ma. Lampen (10), Nöltker, Stracke (3), Isselhorst, Nöh (1), Neuhaus (3)
Siebenmeter: 1:3 (Stefek 1/2 - P. Hoffmann 3/3)
Zeitstrafen: 2:4 (Florian, Fröhling – Nöh, Nöltker, Ma. Lampen, Stracke)
Spielfilm: 3:0 (4.), 3:1 (7.), 5:4 (15.) 12:7 (27.) – 17:9 (33.), 20:10 (38.), 20:12 (40.), 25:14 (45.), 30:19 (56.), 32:21 (59.)

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