RSV feiert zweiten Sieg in Serie

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Notgedrungen absolvierte Dominik Warias in Coesfeld seinen ersten Einsatz in dieser Saison. Sieben Tore zeigen, dass er das Handballspielen nicht verlernt hat.

Coesfeld - Der RSV Altenbögge hat den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen in der Handball-Landesliga wieder hergestellt. Mit dem zweiten Sieg in Serie haben sich die Bönener auf den drittletzten Rang vorgeschoben, zum Tabellenachten sind es nur noch vier Zähler. Die Altenbögger besiegten das Schlusslicht DJK Coesfeld mit 33:28 (17:13). „Jeder wollte gewinnen“, machte Trainer Tino Stracke den Willen als Hauptgarant für den Erfolg im Münsterland aus.

Was fitte Spieler anging, pfiff der RSV erneut aus dem letzten Loch. Das führte zu einem überraschenden Einsatz: Dominik Warias, seit der Sommervorbereitung mit Sprunggelenkproblemen außer Gefecht, gab nach dem Warmmachen grünes Licht. In der ersten Hälfte verschaffte der Spielmacher Bruder Felix Warias eine Verschnaufpause. Als der in der Pause wegen seiner Fußverletzung passen musste, übernahm Dominik Warias den Posten komplett. Sieben Tore standen am Ende auf seinem Konto. „Er war sofort drin“, freute sich Stracke. Auch Florian Warias wirkte mit, hielt bis zum Ende durch. „Alle haben gekämpft bis zum Umfallen“, erklärte Stracke zufrieden. Aus der zweiten Mannschaften überzeugten Marcel Herr und Hendrik Abel.

Der RSV erwischte den besseren Start, ging 2:0 in Führung, musste aber bald den Ausgleich hinnehmen. „Wir haben den Halblinken zunächst nicht in den Griff bekommen“, meinte Stracke. Fünf Tore warf Till Schöttler im ersten Durchgang, später nahm der Gast ihn kurz. Stracke war die Abwehr in der ersten Hälfte nicht immer auf der Höhe, sie stand ihm zu tief. Dennoch setzte sich der RSV zum Ende der ersten Hälfte auf 17:13 ab. Mehr war möglich, doch besonders Dennis Geckert agierte bei Gegentoren glücklos, verwarf mehrfach.

Nach dem Wechsel verkürzte Coesfeld schnell auf ein Tor, Bönen zog wieder auf drei Treffer davon, der Gastgeber kam erneut heran. „Wir haben uns nicht aus dem Konzept bringen lassen, wenn wir mal zwei Angriffe vergeben haben“, lobte Stracke. Beim Stand von 21:22 (45.) parierte dann Keeper Kai Kleeschulte, der erstmals seit seiner langen Verletzungspause im Tor stand, wichtige Bälle. Vorne nutzte der RSV im Anschluss seine Chancen und hatte den Widerstand des Gegners drei Minuten später beim 21:25 gebrochen.

Der Rest war eine Frage des Willens. Die Altenbögger verleugneten ihr Fitnessdefizit einfach, stemmten sich gegen die Angriffe der Gastgeber und verteidigten die Führung. „Wir haben das Ende herbeigesehnt“, sagte Stracke, der von einem deutlicheren Ergebnis sprach, als es der Spielverlauf hergab. „Beide Mannschaften haben sich in der Abwehr das Leben schwer gemacht“, so der RSV-Coach, der aber nach dem Abpfiff konstatierte: „Das hat Spaß gemacht. Man hat gemerkt, dass wir das letzte Spiel gewonnen haben.“ Sein Team habe den Kopf auch bei misslungenen Aktionen nicht in den Sand gesteckt.

DJK: Heuermann, Schroer – Jannick Kloster, Berlemann, Hüppe (1), Kallus, Böyer (2), Schnute (2), Wienecke (2), Schöttler (9), Janes Kloster, van Wesel (7), Adler (5)

RSV: Wollek (1.-20.), Kleeschulte (21.-60.) – Geckert (3), Florian (7/3), Fl. Warias (5), Do. Warias (7), Herr (1), Fe. Warias (2), Engemann (1), T. Weber (6/2), Abel (1)

Zeitstrafen: 2:5 (Schnüte, Hüppe / Geckert 2, Herr 2, T. Weber)

Spielverlauf: 0:2 (3.), 4:4 (9.), 4:7 (13.), 8:8 (18.), 13:14 (27.), 13:17 (30.) – 17:18 (34.), 18:21 (39.), 21:22 (45.), 21:25 (48.), 26:30 (56.), 28:33 (60.)

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