Handball

RSV wie die roten Teufel

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Die Altenbögger Deckung (links Dominik Weigel) packte besonders nach der Pause beherzt zu. Oberaden gelangen nach dem Wechsel nur noch zehn Treffer.

Bergkamen – „Auswärtssieg, Auswärtssieg“ skandierten die Handballer des RSV Altenbögge nach dem 26:24 (10:14)-Erfolg beim SuS Oberaden II. Es war ein schwer erkämpfter Sieg des Willens.

Das bestätigte auch Coach Jens Schulte-Vögeling nach der Landesliga-Partie beim Aufsteiger in der Römerberghalle etwas überspitzt: „Wir sind die roten Teufel und brauchen Feuer“, beurteilte er den furiosen Auftritt seiner Sieben nach dem Seitenwechsel. Die erste Hälfte mit miserabler Anfangsphase sei hingegen „Schrott“ gewesen.

Die erste Hälfte gehört Oberaden

Nach acht Minuten lag der Gast mit 1:4 hinten. Nach 13 Minuten betrug der Rückstand vier Tore. Den Vorsprung nahmen die Oberadener mit in die Pause. „So wie wir angefangen sind, haben wir uns das auch vorgestellt“, meinte Sascha Rau. Der SuS-Coach lobte seine starke 6:0-Deckung, die die Altenbögger vor eine zu große Aufgabe stellte. Der RSV ging auch ohne Druck auf den Kreis. Ideen fehlten, den Oberadener Mittelblock mit Ex-Mitspieler Jan Weber und Lukas Wegeling in Verlegenheit zu bringen. Probleme bekam auf der Gegenseite die RSV-Defensive vor allem mit Hendrik Schuchtmann. Der führte die Wertung der beiden erfolgreichsten Werfer gegen Lukas Flroian zum Seitenwechsel mit 6:4 Toren an.

Gerke lenkt Schuchtmann in die Mitte

Ganz anders kamen die Gäste dann aus der Kabine. „Wir haben Jonas Gerke gegen Schuchtmann abgestellt“, erklärte Schulte-Vögeling seinen Masterplan. Die Idee: Gerke sollte den Mann im rechten Rückraum lenken. Und zwar in die Altenbögger Mitte, Richtung Dominik Weigel und Sebastian Fröhling. Der Erfolg stellte sich schnell ein. Schuchtmann traf in den 30 Minuten kein weiteres Mal. In sieben Minuten schaffte der RSV den 15:15-Ausgleich. Maßgebliche Figur in rot: Gregor Stefek mit drei Toren.

Gerke war es dann, der in der 40. Minute sein Team mit einem Hüftwurf erstmals in Front brachte. In der 47. Spielminute hatte der Gastgeber das Spiel dann quasi verloren. Gerke traf zum Drei-Tore-Vorsprung (18:21) für den RSV.

Kleeschulte mit Sahnetag

„Wir waren zu Beginn der zweiten Hälfte schlecht, dann fehlte uns die Luft. Unsere maßgeblichen Spieler mussten ja vorne und hinten Vollgas geben. Dann setzen sie sich mal durch und Kleeschulte nimmt uns die Dinger weg“, meinte Rau. Der Altenbögger Torwart erwischte einen Sahnetag. „Naja. Alles hängt ja voneinander ab“, sah Schulte-Vögeling eine Wechselwirkung. „Sieht der Torwart, dass sich seine Vorderleute reinhauen, gibt er auch mehr und umgekehrt.“

SuS: Vetter, Wenzel – J. Weber (3), Stratmann (2), Kreutzer (1) P. Schuchtmann (2), Wegelin (5), Meier, Wenzel, H. Schuchtmann (6), Stock (5/4), Rodefeld, Grosser
RSV: Kleeschulte, Joneleit (25.- 30.), Dickschat (n. e.) – Gerke (5), Röckenhaus (1), Baeck, Florian (6), Stefek (9/3), Weigel (1), Troester (3), Fröhling, Isenbeck, Vogt (1)
Siebenmeter: 6:3 (Stock 4/6 – Stefek 3/3)
Zeitstrafen: 4:4 (J. Weber 2, P. Schuchtmann, H. Schuchtmann – Gerke, Röckenhaus, Weigel 2, Fröhling)
Spielverlauf:  4:1 (8.), 6:2 (13.), 9:5 (20.), 14:10 (27.) – 15:11 (32.), 15:15 (37.), 16:17 (40.), 18:18 /(43.), 18:21 (47.), 21:25 (52.), 24:26 (60.)

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