Handball

RSV beißt sich rein - Sieg in Witten

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Mit acht Toren hatte Lukas Florian seinen Anteil am Sieg des RSV Altenbögge in Witten.

Witten - Dank einer starken kämpferischen Leistung hat der RSV Altenbögge den dritten Sieg in Folge geholt. Beim Wittener TV brauchten die Bönener aber eine längere Anlaufzeit, ehe sie sich den 29:24 (10:12)-Erfolg verdienten.

„Ich bin froh, dass wir dieses Spiel hier gewinnen konnten und dass wir uns nicht haben unterkriegen lassen“, sagte RSV-Trainer Jens Schulte-Vögeling nach dem hart erkämpften 29:24-Sieg des Altenbögger Handball-Landesligisten in der harzfreien Kreissporthalle in Witten. Der WTV warf alles in die Waagschale, ging in viele Eins-zu-Eins-Situationen.

7:2-Zeitstrafen für den RSV  - plus einmal Rot

Zudem haderte Schulte-Vögeling mit den Schiedsrichtern, die seiner Meinung nach etwas einseitig pfiffen. Die Unparteiischen hatten am Ende für die Gäste sechs Zeitstrafen, davon drei für Gregor Stefek, der kurz in der Schlussminute runtermusste, und eine Rote Karte verteilt. Witten kassierte nur vier Strafminuten. Röckenhaus flog in der 40. Minute vom Feld, als die Bönener im Angriff den Ball verloren und er darum kämpfte. Für Schulte-Vögeling eine zu harte Entscheidung: „Aber auch damit sind wir zurecht gekommen.“

Lange Zeit hatte Altenbögge allerdings Schwierigkeiten mit dem Gegner. Auch frühe 2:0- und 4:2-Führungen brachten dem Gast nicht die erhoffte Sicherheit. „Wir hatten Probleme reinzufinden. Vielleicht hat auch nicht die Einstellung zu dem Spiel gepasst“, meinte Schulte-Völgeling und bezeichnete die erste Hälfte als durchwachsen.

Witten mit dem Kopf durch die Wand - erfolgreich

Im Angriff bereitete den Bönenern der Umgang mit dem haftmittelfreien Ball Mühe, sie brachten so auch gute Spielzüge nicht ins Tor. Auf der anderen Seite hatte der WTV mit seinen Einzelaktionen immer wieder Erfolg, holte auch Siebenmeter heraus (am Ende sechs von sieben verwandelt). „Die Wittener sind häufig mit dem Kopf durch die Wand gelaufen. Da ist ein Einzelner dann oft überfordert“, sah der RSV-Coach die Gründe für viele Treffer in der unorthodoxen Spielweise des Gastgebers.

Bis zum 9:9 (25.) stand es Unentschieden, dann setzte sich Witten bis zur Pause leicht ab. Die Gäste schafften sofort den Ausgleich zum 12:12 (32.), bevor sich beide Teams bis zum 17:17 in der 40. Minute neutralisierten. Der RSV steckte die Rote Karte für Röckenhaus allerdings gut weg und legte bis zur 45. Minute einen 5:1-Lauf hin. „Wir haben uns in das Kampfspiel reingebissen und die Einstellung zum Spiel gefunden“, erklärte Schulte-Vögeling. Mit guter Deckungsarbeit kamen die Altenbögger nun auch einmal zu ein paar einfachen Toren.

Nach dem Anschlusstreffer bewahrt der RSV kühlen Kopf

Doch Witten gab sich nicht geschlagen, war beim 23:24 (53.) sogar wieder heran, erzielte in Überzahl nach der zweiten Strafe gegen Stefek drei Treffer in Folge. Der RSV schlug aber wieder zurück, als die Gastgeber mit einer offensiveren Abwehr Räume öffneten. Lukas Florian mit seinem siebten von acht Toren. Jonas Gerke und Luca Tröster konterten zum 27:23 (55.).

Nach drei Siegen kommt die Pause

Die Entscheidung, denn diesen Rückstand holte der WTV nicht mehr auf. „Ich bin froh, dass wir dieses Spiel hinter uns haben“, atmete Schulte-Vögeling nach der schweren Auswärtspartie beim Aufsteiger durch. Mit 6:2 Punkten hat sich der RSV hinter dem ungeschlagenen Tabellenführer Westfalia Herne in der Spitzengruppe etabliert. Wegen der Siegesserie bedauert es der Coach zum einen, dass jetzt wegen der Herbstferien Pause ist, doch zum Durchschnaufen kommt sie ihm gerade recht. „Wir reduzieren jetzt auf jeden Fall erstmal“, versprach er seinen Schützlingen Regeneration.

RSV: Kleeschulte (1.-60.), Dickschat (7m) – Gerke (2), Röckenhaus (3), Geckert (5), Florian (8/3), Stefek (2), Weigel (3), Tröster (5), Fröhling, Isenbeck
Siebenmeter: 7:3 (RSV: Florian 3/3),
Zeitstrafen: 2:6 (RSV: Stefek 3, Florian, Weigel, Fröhling)
Spielverlauf:  2:4 (10.), 4:4 (12.), 7:7 (20.), 9:9 (25.), 11:9 (28.), 12:10 (30.) – 12:12 (32.), 17:17 (40.), 18:22 (45.), 21:23 (49.), 23:24 (53.), 23:27 (55.), 24:29 (60.)

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