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RSV gewinnt Abwehrschlacht in Brambauer

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Von: Boris Baur

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Nach einer Verletzung an der Hand spielte Bönen Timo Weber nur noch in der Abwehr. © Boris Baur

Lünen - Es war kein Augenschmaus, aber eine intensive Partie, die der RSV Altenbögge beim VfL Brambauer bestritt. Einen 18:24 (12:8)-Auswärtssieg zeigte die Anzeigentafel nach 60 umkämpften Minuten an. Die Bönener feierten damit ihren dritten Sieg in Folge.

„Das war eine Abwehrschlacht. Beide Mannschaften haben hinten sicher gestanden, wir noch ein bisschen sicherer“, sagte RSV-Coach Tino Stracke zufrieden: „Und alles, was durchkam, hat Kai (Kleeschulte – Anm. d. Red.) gehalten. Er war die halbe Miete für uns und hat das Tor zugenagelt.“

Beide Teams agierten sehr diszipliniert, boten dem Gegner in der Defensive nur selten Lücken. Die Altenbögger standen tief, um den kleingewachsenen VfL-Akteuren keine Räume zu geben und die Anspiele an den Kreis weitgehend zu unterbinden. Stracke griff auf diese Taktik zurück, „weil die gerne wühlen“. Die Maßnahme zeigte Erfolg, denn bis das Spiel in der 54. Minute entschieden war, hatte der VfL lediglich 16 Mal getroffen.

Aber auch die Gastgeber wussten mit ihrem Mittelblock viele Angriffsversuche des RSV ins Leere laufen zu lassen. Die Schiedsrichter zeigten häufig Zeitspiel an. „Wir hatten von der Woche zuvor noch schwere Beine“, nahm Stracke sein Team in Schutz, dass zudem nur mit neun Akteuren angetreten war. Kurz vor der Pause bangten die Bönener sogar um Lukas Florian, der wegen Nasenblutens behandelt werden musste. Erst nach dem Wechsel meldete er sich wieder einsatzbereit. Timo Weber verletzte sich an der Wurfhand, spielte bald nur noch Abwehr. „Das hat er aber bombastisch gemacht gegen Kalle Pohl“, lobte der Trainer.

Die Gäste gerieten während der gesamten Partie nie in Rückstand. In der ersten Hälfte gelang es ihnen gleich mehrfach, sich abzusetzen, doch Brambauer glich ein 1:3, ein 3:6 jeweils aus. Dann machte Altenbögge aber bis zur Pause hinten dicht und startete dadurch einen 5:0-Lauf zwischen der 17. und 29. Minute. „Wir haben mit Gegenstoßtoren und der zweiten Welle hin und wieder leichte Treffer erzielt“, sagte Stracke.

Da der RSV auch nach dem Seitenwechsel in der Defensive nichts anbrennen ließ, war eine Vorentscheidung damit quasi schon gefallen. Näher als auf drei Tore sollte der VfL nicht mehr verkürzen. Im Gegenteil: Die Bönener brachten ab Mitte der zweiten Hälfte wieder fünf, sechs Treffer zwischen sich und dem Gastgeber, wodurch ein am Ende deutlicher Erfolg über den Tabellensiebten zu Buche stand. „Wir haben 60 Minuten durchgehalten“, war Stracke froh, dass sein Rumpfteam die fast schon traditionelle zwischenzeitliche Auszeit trotz des Personalmangels diesmal verhinderte.

Für den Coach lag ein Grund dafür auch in den beiden siegreichen Auftritten zuvor. „Wir haben mehr Selbstvertrauen, und schon geht es etwas einfacher“, meinte Stracke, der den Schwung gerne in die letzten vier Partien der Saison mitnehmen möchte.

VfL: Welski, Greinert, Sträcke – Richter, L. Langmann (2), Baggemann (4), Eder (3/1), Kurt (2), Gärtner. P. Langmann, Forsmann (2), Freitag, Pape (2), Pohl (1)
RSV:  Kleeschulte – Geckert (5), Florian (6/3), Fl. Warias, D. Warias (2), Fröhling (6), Isenbeck (2), Engelmann (1), T. Weber (1)
Zeitstrafen:  2:3 (Baggemann, Forsmann / Isenbeck 2, Fröhling)
Spielverlauf: 1:3 (10.), 3:3 (11.), 3:6 (15.), 6:6 (17.), 6:11 (29.), 8:12 (30.) – 10:13 (35.), 11:16 (39.), 14:18 (49.), 16:22 (54.), 18:24 (60.)
Rote Karte:  P. Langmann (22.)

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