RSV geht mit vier Punkten Vorsprung in die Osterpause

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Altenbögges Oliver Eissing auf dem Weg zu einem seiner drei Unterzahltore.

Bönen - Die beste Nachricht des Tages für die Handballer des RSV Altenbögge – nach dem eigenen 31:17 (17:8)-Kantersieg über den TV Beckum natürlich – kam am Sonntag aus Soest. Als in der MCG-Halle Pause war, sickerte die Information durch, dass der Zweitplatzierte Brambauer gegen den Soester TV II mit 33:34 verloren hatte, wodurch sich der Vorsprung der Bönener in nur zwei Wochen auf vier Punkte vergrößert hat.

Nach der Osterpause hat der RSV noch vier Spiele. Drei davon gehen gegen Teams auf den Plätzen drei bis fünf und drei sind auswärts. Von einer Vorentscheidung im Titelrennen wollte deshalb keiner im Altenbögger Lager sprechen.

Die Laune war natürlich dennoch hervorragend nach der Schlusssirene. Die Mannschaft feierte den Sieg, der auch ohne Trainer recht problemlos zustande gekommen war. Mike Rothenpieler war das Wochenende unterwegs, Co Christian Kleff vertrat ihn. „Alle hatten Spaß“, bilanzierte er gut gelaunt nach getaner Arbeit und lobte seine Schützlinge.

Zunächst hatte der Gastgeber aber Probleme und geriet 2:5 in Rückstand. „Da stand die Abwehr nicht“, so Kleff. Dementsprechend war sein Gegenüber auf der Beckumer Bank Axel Taudien zufrieden. „Die erste Viertelstunde klappte es. Danach haben wir aufgehört, Handball zu spielen und viele Fehler gemacht.“ Der RSV glich zum 5:5 aus, musste noch einmal das 5:6 hinnehmen – und legte dann einen 11:0-Lauf hin. Viele Tore resultierten dabei aus Tempogegenstößen, die oft in Dennis Geckert einen sicheren Abnehmer fanden. Die Bönener Deckung stand nun sicherer, Torwart Thomas Wollek ahnte die Ecke der Beckumer Würfe – und Altenbögge freute sich über „einfache Tore“, so Kleff.

Daher musste Taudien letztlich auch eingestehen, dass die Partie für seine ersatzgeschwächte Mannschaft schon zur Pause beim Stand von 17:8 für den Gastgeber verloren war. Zwar gab sich Beckum nicht auf, wirklich gefährlich wurden die Gäste aber auch nicht mehr, obwohl der RSV früh einen Gang rausnahm. In den ersten zehn Minuten überwand der TVB den eingewechselten Altenbögger Keeper Jonas Karlin nur dreimal per Siebenmeter. Deswegen machte es auch nichts, dass Bönen nur zweimal getroffen hatte.

Danach überstand der RSV drei Unterzahlsituationen, weil Oliver Eissing das Kunststück gelang, drei Unterzahltore in Folge zu werfen. 23:14 lautete das Ergebnis dann nach 46 Minuten. Kleff nahm einen Wechsel im Block vor, und die Gastgeber packten ein bisschen in die Trickkiste. Die Bönener zeigten Pässe quer über den Kreis auf die Außen oder andere Schwierigkeiten. Der RSV-Tross hatte Spaß. „Wir sind Handballer“, schloss sich Kleff der guten Stimmung an. Die war bei Beckum weniger gut und erhielt fünf Minuten vor Schluss einen weiteren Knacks, als Frederik Gerndt wegen Verdachts auf einen Bänderriss ausschied. - bob

RSV: Wollek (1.-30.), Karlin (31.-60.) – T. Weber, Lublow, Stracke, Kleff, Geckert, Florian, Grzybowski, Goergens, Gerwien, Eissing, Brandt, J. Weber

TVB: Kohlhaas, J. Großlohmann – Mebus, F. Gerndt, A. Gerndt, Donat, J. Arndt, J. Heickmann, H. Großlohmann, Kaiser, Vogt

Zeitstrafen: 3:1 (Brandt, Grzybowski, Florian / Donat, J. Arndt)

Torfolge: 1:0, 2:5, 5:5, 5:6, 16:6, 17:8 – 20:12, 25:15, 31:17

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