Handball

RSV zieht zufrieden Bilanz, wenn da nicht ein Aber wäre

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Trainer Tino Stracke möchte die aktuelle Durststrecke des RSV möglichst schnell beenden, damit der Vorsprung auf den Tabellenkeller weiter komfortabel bleibt.

Bönen - Die Bilanz ist positiv, der Tabellenplatz klar einstellig – das erste Halbjahr der neuformierten Mannschaft des RSV Altenbögge ließ sich gut an. Als Fünfter der Handball-Landesliga wechseln die Bönener das Jahr. „Nach der vergangenen Saison kann man im Großen und Ganzen zufrieden sein“, findet Trainer Tino Stracke, um allerdings gleich hinterzuschieben: „Man soll sich aber nicht zufriedengeben damit.“

13:11 Punkte stehen auf dem Konto der Altenbögger, die in der vergangenen Spielzeit quasi bis zur letzten Sekunde gegen den Abstieg kämpfen mussten. Das Ziel, eine ruhige Saison zu absolvieren, das vor dem Start alle Beteiligten fast schon gebetsmühlenartig formulierten, scheint zum Greifen nah. Der jüngste Trend hat jedoch einen faden Beigeschmack hinterlassen. In den vergangenen vier Spielen gelang dem RSV kein Sieg mehr, das Team holte lediglich zwei Unentschieden. Und das 20:20 gegen den ASV Hamm-Westfalen III fühlte sich nach dem Ausgleich in letzter Minute ebenso nach einer Niederlage an wie das 24:24 gegen den ASC 09 Dortmund nach einer 24:20-Führung. Es folgten trotz guter Leistungen zwei Pleiten gegen den Zweitplatzierten ATV Dorstfeld (26:30) und den Tabellenführer Westfalia Herne (24:26). „Wir waren immer dran“, meint Stracke zwar, dennoch hat seine Mannschaft den Anschluss an die Spitzenteams verloren.

Der Trainer sieht Luft nach oben. Das fängt bei der Eingespieltheit der im Sommer mit vielen Neuzugängen gespickten Bönener an und geht über mangelnde Cleverness in den wichtigen Situationen weiter. Stracke fordert allerdings auch mehr Engagement und Eigenmotivation ein. „Vielleicht sind wir nicht gierig genug“, erklärt er und verweist auf die zum Winter hin schlechter gewordene Trainingsbeteiligung.

Grundsätzlich sei aber alles in Ordnung, betont der Coach: „Es liegt oft nur an Kleinigkeiten. Das wird fluppen nächstes Jahr“, ist er sich sicher. Eine noch längere Durststrecke dürfen sich die Altenbögger jedoch nicht erlauben, denn während Bönen sein Konto nur mit kleinen Erträgen füllte, punkteten die Teams darunter fleißig. Selbst der Tabellenletzte weist mittlerweile 8:16 Zähler auf. „Wir dürfen den Blick nach unten nicht verlieren“, warnt Stracke, dass der RSV im neuen Jahr schnell punkten müsse, „damit wir nicht unten reinrutschen“.

Doch großartig Sorgen macht sich der Coach nicht. Eine Woche bevor es am 13. Januar mit dem Hinrundenabschluss bei der DJK Oespel-Kley weitergeht, setzt er das Training erst fort. „Die Jungs sollen ein bisschen zur Ruhe kommen, um dann mit neuem Elan wieder durchzustarten.“ Akteure wie Max Röckenhaus, der nach starkem Beginn zuletzt durchhing, oder der bislang noch nicht sein Leistungsniveau abrufende Gregor Stefek sollen die Gelegenheit erhalten, durchzupusten.

Stracke möchte im kommenden Jahr an den benannten Kleinigkeiten arbeiten. Das Team lasse sich zu leicht aus dem Konzept bringen, verfalle in Hektik oder ziehe dann sein eigenes Spiel nicht mehr durch. Alle müssten sich zudem besser aufeinander abstimmen. „Es wird leichter, wenn man sich auf einstudierte Sachen verlassen kann“, erklärt er. Klappt das, sollte der gewünschten ruhigen Saison nichts im Wege stehen, denn Platz fünf wäre ja nicht schlecht.

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