Handball

RSV nach Vier-Tore-Führung glücklich über einen Punkt

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Steffen Feldmann war mit sieben Toren bester Werfer des RSV in Dortmund und rettete den Altenböggern am Ende in der Defensive den Punkt.

Dortmund - Vier Minuten vor Schluss sah der RSV Altenbögge im Verfolgerduell der Handball-Landesliga beim ASC 09 Dortmund wie der sichere Sieger aus. Doch nach dem 24:20 durch den rechtzeitig genesenen Florian Warias gelang den Gästen in der Sporthalle Aplerbeck kein Tor mehr, so dass die Gastgeber noch zum 24:24 (10:10)-Endstand ausglichen.

„Das war ein verschenkter Sieg, aber am Ende müssen wir noch glücklich über den Punkt sein. Die letzten fünf Minuten waren eine Katastrophe“, meinte RSV-Coach Tino Stracke zum zweiten Unentschieden in Folge: „Es ist nur schade für alle, dass wir uns um den Lohn bringen.“

Die Partie begann ausgeglichen. Bis zum 6:6 (13.) gelang es keinem Team, sich einmal abzusetzen. Dann markierten die Dortmunder drei Treffer in Folge. Die Gäste überwanden ihre Schwächephase jedoch schnell wieder und schafften zum 10:10 den Ausgleich. Stracke lobte Keeper Kai Kleeschulte, der einige Paraden zeigte und in den letzten zehn Minuten vor der Pause kein Gegentor mehr kassierte.

Mit Wiederbeginn übernahm dann der RSV das Kommando, warf sofort zwei Tore und baute die Führung sogar bis auf vier Treffer aus (17:13/41.). Diesmal war es jedoch der ASC, der sich wieder zurückkämpfte und zum 18:18 (47.) egalisierte. Dann mussten die Gastgeber die Bönener aber erneut ziehen lassen. „Wir arbeiten uns peu à peu ein bisschen weg“, meinte Stracke. Bis eben zu jenem 24:20.

Kurz zuvor musste Kleeschulte, der zwischenzeitlich vom allerdings glücklosen Leon Drevermann ersetzt worden war, vom Feld. Er hatte einen Ball bei einem Tempogegenstoß abgefangen, danach lief der Dortmunder geschickt in den Schlussmann hinein (55.). Zunächst trafen Jonas Gerke und Florian Warias noch, dann riss aber der Faden bei den Bönenern. „Vielleicht haben wir vom Kopf her zu früh abgeschaltet“, sagte Stracke. Die Altenbögger machten einfache Fehler und suchten zu schnell den Abschluss. „Wir treffen dann überall die falschen Entscheidungen“, so der Trainer.

Seine Mannschaft, die in den vorangegangenen 25 Minuten der zweiten Hälfte eine starke Leistung gezeigt hatte, bekam die aufkommende Hektik nicht mehr in den Griff und kassierte vier Tore in Folge. Dabei war auch Pech im Spiel wie beim Lattentreffer von Steffen Feldmann. Als Tim Mecklenbrauck zum 24:24 traf, waren sogar noch eineinhalb Minuten zu spielen. Die Bönener brachten den Ball aber wieder nicht im Netz unter, diesmal die Dortmunder allerdings auch nicht. Zum Schluss fing Steffen Feldmann noch einen letzten Tempogegenstoß des Gastgebers ab und rettete dem RSV damit den Punkt.

„Wichtig ist, dass wir daraus lernen. Das darf uns nicht noch mal passieren“, meinte Stracke: „Wir müssen das cleverer runterspielen.“

ASC:  Hakenes, Pasch – Schilling (1), Mosel, Grotemeyer (3), M.-A. Bradtke (7/3) Breickmann (2), Wolf (5), Wittland (2), Prüfer (1/1), Nimmesgern, Poggemann (2), Mecklenbrauck (1), Wix
RSV:  Kleeschulte, Drevermann – Gerke (3), Florian (1), Fl. Warias (3), Sö. Feldmann (2), Stefek (2/1), Fröhling, St. Feldmann (7), Burcher, T. Weber (2/1), Schrage (4)
Siebenmeter:  6:4 (M.-A. Bradtke 3/4, Rüfer 1/2, T. Weber 1/2, Stefek 1/1)
Zeitstrafen: 5:2 (Schilling 2, Wolf 2, Wittland /Sö. Feldmann, Schrage)
Rote Karte:  Kleeschulte wegen Behinderung eines Tempogegenstoßes (55.)
Spielverlauf: 5:5 (11.), 9:6 (18.), 10:10 (25.) – 11:13 (34.), 13:17 (41.), 18:18 (47.), 18:22 (53.), 20:24 (56.), 24:24 (59.)

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