Handball

Weber verspricht RSV heißen Tanz in Oberaden

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Vier Jahre trug Timo Weber (rechts) das RSV-Trikot, bevor er zurück nach Oberaden wechselte. Das Wiedersehen mit seinen alten Kollegen muss der Siebenmeterspezialist aber auf der Tribüne verfolgen.

Bönen – Das Wiedersehen mit seinen alten Kollegen zog Timo Weber kurzerhand eine Woche vor: Beim 37:20-Erfolg des RSV Altenbögge am vergangenen Sonntag war der frühere Bönener, der im Sommer zurück in seine alte Heimat zur zweiten Mannschaft des SuS Oberaden gewechselt ist, einer der 211 Zuschauer in der MCG-Halle. Auf das direkte Duell auf der Platte muss er allerdings verzichten. Weber steht am Beginn einer langen Verletzungspause.

Weber, der Bestandteil der gefürchteten RSV-Abwehr war, hat sich Fisteln am Steißbein entfernen lassen, kam erst am vergangenen Wochenende aus dem Krankenhaus und muss nach eigenen Angaben vier Monate pausieren, wodurch auch sein Einsatz im Rückspiel ungewiss ist. „Es ist traurig, dass ich verletzt bin“, bedauert der Siebenmeter-Spezialist, dass er am Samstag um 17.45 Uhr in der Sporthalle am Römerberg nicht selbst gegen seine Ex-Teamkollegen mitwirken kann: „Man zockt ja immer gerne gegen seine alten Mitspieler.“

Vier schöne Jahren in Bönen

Vier Saisons trug Weber das Bönener Trikot. „Ich bin Oberadener durch und durch, aber ich hatte sehr schöne Jahre beim RSV“, blickt er zurück. Unter anderem feierte er mit seinem Bruder Jan 2016 den Landesliga-Aufstieg – übrigens mit einem Sieg gegen sein jetziges Team, das in diesem Sommer als Bezirksligameister nachzog.

Mehr Gegenwehr als Rauxel-Schwerin zeigen

Auch wenn er selbst fehlt, verspricht er seinen alten Kollegen einen heißen Tanz. „Das Spiel wird in der Abwehr entschieden“, verweist er auf die gute Deckung des SuS. Nur der RSV und Spitzenreiter Westfalia Herne haben bislang weniger Gegentore kassiert. Dass die Altenbögger auch ohne Weber weiter eine stabile Defensive stellen, musste zuletzt die HSG Rauxel-Schwerin leidvoll erfahren. Der Auftritt des Mitaufsteigers hat Weber, der die Partie mit seinem Trainer Sascha Rau verfolgte, allerdings enttäuscht. Die Oberadener werden anders auftreten. „Wir wollen eine vernünftige Deckung hinstellen und guten Handball spielen“, sagt Weber. Beim RSV lobte er am Sonntag die starke Defensive und die schnelle zweite Welle, die der neue Trainer Jens Schulte-Vögeling implementiert hat.

RSV hat die Abgänge im Sommer sehr gut kompensiert

Die Altenbögger haben die Verluste von Weber, aber auch von Kreisläufer Florian Warias nach dessen Bandscheibenvorfall, von Linksaußen Sören Feldmann nach dessen Achillessehnenanriss, von Rückraumschooter Marius Schrage (Wechsel zu Altenhagen-Heepen in die Oberliga) und von Spielertrainer Tino Stracke (Karriereende) bislang gut kompensiert, obwohl fast eine komplette erste Sieben (inklusive Torhüter Leon Drevermann) weggefallen ist, die sich in der Landesliga vor keinem Gegner verstecken müsste. Nur jemand, der so verlässlich wie ein Uhrwerk die Siebenmeter verwandelt wie Weber, fehlt vielleicht. Ihm war es egal, ob er gerade im Spiel war, von der Bank kam oder gar angeschlagen zur Linie ging.

Geckert muss passen, Tröster und Röckenhaus angeschlagen

Dem RSV droht der Ausfall von drei Stammkräften. Linksaußen Dennis Geckert wird wegen einer Entzündung an der Knochenhaut vermutlich mehrere Wochen aussetzen. Die Rückraumakteure Max Röckenhaus und Luca Tröster plagen Rückenprobleme. „Im Worst Case fallen drei aus der ersten Sieben aus. Das auszugleichen mit den anderen Spielern, wird sehr schwer“, erklärt der RSV-Coach. Tino Stracke stünde auf Abruf bereit, eventuell greift Schulte-Vögeling auf Leute aus der zweiten Mannschaft, die im Vorspiel in Oberaden antritt, oder aus der A-Jugend zurück.

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