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Der RSV und ein unorthodoxer Aufsteiger

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Von: Boris Baur

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Der Heimsieg gegen Herdecke/Ende steigerte das Selbstvertrauen der Altenbögger um Kreisläufer Dominik Weigel. © Markus Liesegang

Bönen – Stolze fünf Aufsteiger wurden in die Handball-Landesliga-Staffel 3 einsortiert – und drei davon bespielt der RSV Altenbögge hintereinander weg. Nach dem 28:22-Heimerfolg gegen die HSG Herdecke/Ende gastieren die Bönener nun am Samstag um 18.30 Uhr beim Wittener TV. Im Anschluss an die Ferien kommt dann die HSG Rauxel-Schwerin in die MCG-Halle.

RSV-Coach Jens Schulte-Vögeling erwartet einen „unangenehmen“ Gegner. „Witten hat eine unorthodoxe Spielweise und bezeichnet das auch selbst im Internet so“, sagt der Bönener Trainer: „Da nimmt sich vielleicht auch mal einfach einer den Ball und schmeißt aufs Tor, ohne dass da eine große Konzeption vorausgegangen ist.“ Zudem hat der Trainer bei seiner Gegnerbeobachtung eine rustikale Gangart in der Abwehr gesehen.

Harzverbot im Training geprobt

Dazu kommt das Harzverbot in der Kreissporthalle, das die Bönener nicht gewohnt sind. Deshalb trainierten die Altenbögger in dieser Woche ebenfalls ohne Haftmittel, zuletzt am Donnerstagabend nach dem Spiel der A-Junioren (siehe nebenstehender Text). „Das ist wahrscheinlich die größte Herausforderung für uns, aber auch das ist zu schaffen“, gibt sich Schulte-Vögeling optimistisch. Immerhin nutzte der WTV den Heimvorteil vor zwei Wochen gegen Oespel-Kley zu seinem bislang einzigen Sieg. Auswärts setzte es bislang deutliche Pleiten für den Neuling.

Mit Selbstvertrauen, aber noch nicht am Limit

Die Bönener wollen in Witten ihren Aufwärtstrend fortführen. Nach der Auftaktniederlage gegen Brechten fuhren sie zwei Erfolge ein. „Das hat uns Selbstvertrauen geschenkt. Wir wissen jetzt, was wir zu leisten imstande sind“, sagt Schulte-Vögeling. Noch sieht er seine Mannschaft allerdings längst nicht an der Leistungsgrenze ankommen. Der Trainer nimmt viel Luft nach oben wahr. Je länger die Saison dauert, desto mehr will er das Potenzial aus dem Team herausarbeiten. Der nächste Schritt soll in Witten getan werden, allein schon, um sich in der Spitzengruppe der Landesliga festzusetzen.

Erkältungen gehen um

Die Voraussetzungen für einen gelungenen Auftritt sind gut. Am Samstag sollten alle die Fahrt ins südostliche Ruhrgebiet antreten. Allerdings ist wegen Erkältungen nicht jeder im Vollbesitz seiner Kräfte. „Ob alle bei 100 Prozent sind, sei dahingestellt, aber das Problem haben andere Mannschaft auch“, nimmt Schulte-Vögeling es gelassen.

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