RSV feiert als Herbstmeister Weihnachten

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Altenbögge Andre Brandt (links im Duell mit dem früheren Bönener Guiliano Wöllert) hatte unmittelbar vor und nach der Pause einen Lauf.

Bönen - Beinahe hätte sich der RSV Altenbögge etwas zu früh in die Weihnachtspause verabschiedet. Nach 45 Minuten hörten die Bönener nämlich mit dem Torewerfen auf, sodass aus einer komfortablen 25:16-Führung gegen den TuS Eintracht Overberge fast noch ein Punktverlust geworden wäre. Mit 27:25 (16:10) behielt der RSV aber doch die Oberhand und feierte die Herbstmeisterschaft in der Handball-Bezirksliga.

„Wir haben mit zwei Toren gewonnen, das ist wichtig. Aber nach dem Spielverlauf ist das etwas wenig“, wollte Altenbögges Trainer Mike Rothenpieler vier Tage vor Weihnachten mit seinen Schützlinge nicht zu hart ins Gericht gehen. Denen war nämlich am Ende die Körperspannung und Konzentration abhanden gekommen. „Überhaupt nichts spricht dafür, dass die Overberger noch einmal zurückkommen. Aber wir holen sie wieder ins Boot“, war der RSV-Coach mit der Schlussviertelstunde nicht einverstanden. Die Eintracht hatte schließlich nicht durch einen Systemwechsel ihre Aufholjagd gestartet, sondern spielte weiter ruhig ihren Streifen runter und verkürzte Tor um Tor.

„Wir haben gezeigt, dass immer mit uns zu rechnen ist“, meinte TuS-Trainer Rene Zacharias: Wenn das Spiel noch zehn Minuten länger dauert, gewinnen wir, weil wir im Flow waren.“

Verloren hatten die Overberger das Spiel aber in den Minuten vor und nach dem Seitenwechsel. Die Gäste fanden zunächst besser ins Spiel (1:3), mussten aber direkt den Ausgleich hinnehmen. In der neunten Minute ging der RSV erstmals in Führung (6:5). Jonas Karlin hatte zuvor den Siebenmeter von Karsten Rockel pariert. Der junge Keeper zeigte überhaupt eine starke Leistung, war ein Garant, dass sich die Altenbögger bald absetzten. „Er hat super gehalten“, lobte auch Rothenpieler.

Den 4:0-Lauf der Bönener auf 9:5 beantwortete die Eintracht noch mit dem 9:8 (18.), doch dann zog der Gastgeber dank einer guten Abwehr und einfacher Tore bis zur Pause auf 16:10 davon. Besonders Andre Brandt lief in dieser Phase heiß, erzielte vier der letzten sechs RSV-Tore vor dem Wechsel. „Wir haben das Spiel in den letzten Minuten der ersten Halbzeit verloren“, meinte Zacharias.

Er versuchte es nach Wiederbeginn mit neuem Personal, brachte unter anderem den früheren Altenbögger Jugendspieler Guiliano Wöllert. Das fruchtete jedoch zunächst nicht. Die Gastgeber zogen unnachahmlich ihre Kreise und erst auf 19:12 (37.), später auf ebenjenes 25:16 davon.

Doch dann hatte der RSV scheinbar sein Pulver verschossen. Nur noch zwei weitere Treffer gelangen den Bönenern in der Schlussviertelstunde, sie gingen sogar zweimal in Überzahl leer aus. Richtig spannend wurde es allerdings nicht mehr. Overberge holte zwar Tor um Tor auf, war aber erst mit dem Abpfiff tatsächlich in Schlagdistanz.

Emotional wurde es nach dem Ende, als sich die Mannschaft erst bei den Fans für die Unterstützung bedankte, und dann den wegziehenden Tom Beutner verabschiedete. Der Halblinke war passenderweise bei seinem letzten Spiel im RSV-Trikot gemeinsam mit Andre Brandt bester Werfer der Partie. - bob

RSV: Karlin (1.-52.), Wollek (52.-60.) – Altner (1), Florian, Stracke (4), Beutner (6/4), Geckert (5), Grzybowski, Brandt (6), J. Weber (2), Gerwien, Lublow (2), T. Weber, Goergens Eintracht: Wenzel (1.-30., 59.-60.), Nielinger (31.-58.) – Edelmann (1), Wieschnewski, Rockel (5), Brinkmann, Quardon (5), Manzke (2), Eickmann (1), Hlawa (3/1), Biernath (5/3), Wöllert (1), Börnemann (1), Schlickhoff

Zeitstrafen: 1/3 (J. Weber/ Eickmann 2, Hlawa)

Torfolge: 5:5, 9:5, 10:9, 16:10 – 20:13, 25:16, 26:20, 27:23, 27:25

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