RSV fehlt ein Tor gegen den Spitzenreiter

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Altenbögges „Aushilfsspieler“ Jan Weber überzeugte gegen Ahlen wie gewohnt in der Abwehr und warf zudem sogar fünf Tore.

Bönen - Wer oben steht, hat das Glück, wer unten steht, das Pech. So fassten beide Trainer den 24:25 (12:8)-Endstand im Handball-Landesligaspiel zwischen dem RSV Altenbögge und der Ahlener SG II zusammen. Die Gäste nahmen als Spitzenreiter zwei weitere Punkte mit, während die Bönener durch den Sieg von DJK Oespel-Kley wieder auf den vorletzten Rang zurückfielen. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, meinten Altenbögges Tino Stracke und Torsten Szymanski von der ASG dann auch noch fast wortgleich.

Letztlich standen die Gastgeber vor der Saisonrekordkulisse von 215 Zuschauern in der MCG-Halle mit leeren Händen da. Dafür gab es Gründe – und die zeigten sich komprimiert in den ersten Minuten der zweiten Hälfte. Szymanski hatte sich dazu entschlossen, Lukas Florian kurz zu nehmen, der im ersten Durchgang fünf der zwölf RSV-Tore geworfen hatte. Eine Maßnahme die Wirkung zeigte, denn Altenbögge fehlten darauf die Antworten. „Wir mussten ins Laufspiel. Das dann nicht alles funktioniert, wenn man nicht eingespielt ist und man den Ball ins Aus schmeißt, ist klar“, sagte Stracke. Die Ahlener wandelten in nur sieben Minuten ihren Vier-Tore-Rückstand in eine 15:14-Führung um.

Ganze acht Treffer hatte der RSV im ersten Abschnitt überhaupt nur zugelassen. Die ASG vermisste ihren im Drittliga-Team festgespielten Schlüsselakteur Felix Harbaum. Szymanski beklagte zwei weitere Ausfälle wegen Magen-Darm: „Da fehlten uns die Alternativen“, gab er zu. Bei den Gastgeber linderte Jan Weber die Personalnot, der wie früher für große Stabilität im Innenblock sorgte und vorne am Ende sogar fünf Treffer erzielte. Altenbögge ging mit 4:0 in Führung (5.). Die Gäste kamen auf 6:4 heran (14.), ehe sich ein Vier-Tore-Vorsprung für den RSV einpendelte. „Wir haben uns gegen Bönen immer schwer getan“, zollte Szymanski der aggressiven Deckung des Gegners Respekt. Topshooter Lukas Fischer blieb bei drei Toren.

In der zweiten Hälfte verpasste es die ASG allerdings, aus dem Momentum der schnelle Aufholjagd Kapitel zu schlagen. „Wir haben eine bomben Einstellung gezeigt und nie aufgegeben“, lobte Stracke sein Team. Das kämpfte um jedes Tor, geriet nie mit mehr als zwei Treffern in Rückstand. „Wir quälen uns vorne zu den Toren“, wusste auch der Trainer, dass das Ausschalten von Florian die halbe Miete für Ahlen war: „Vorne fehlt uns die Lösung, aber wen verwundert das.“ Nach 40 Minuten humpelte zudem Mika Engelmann mit einer Knieverletzung raus.

Die Bönener versuchten mit Einsatz und Improvisation, Zählbares zu ergattern. Irgendwann hatte im Angriff gefühlt jeder einmal jede Position eingenommen. Doch es reichte nicht. Matthias Athens glich zwar zweieinhalb Minuten vor Schluss zum 24:24 aus. Doch nachdem sich Ahlen den siebten Ein-Tore-Vorsprung in Folge herausgeworfen hatte, verteidigten sie den letzten RSV-Angriff trotz Zuhilfenahme des siebten Feldspielers erfolgreich und verwehrten dem Gastgeber damit wieder einmal verdiente Bonuspunkte im Abstiegskampf.

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