Famoser Schlussspurt des RSV

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Ab durch die Mitte: Dennis Geckert (hinten) wirft eines seiner neun Tore. Dennis Bettermann (vorne) schaut zu.

BÖNEN - Als Gegenstoßspezialist ist Tino Stracke nun wahrlich nicht bekannt. Doch in der Handball-Bezirksliga-Partie gegen den TV Ennigerloh fing der Rückraumshooter des RSV Altenbögge am eigenen Kreis einen Pass ab, dribbelte über das ganze Feld und verwandelte den Ball mit einem Hechtsprung in den Kreis zum 32:32. Am Ende gewannen die Bönener eine schon verloren geglaubtes Spiel mit 34:33 (14:16).

„Das war der Wachmacher. Da haben alle gedacht: 'Jetzt gibt´s nochmal Vollgas'“, sagte RSV-Trainer Thomas Richter zu der Energieleistung Strackes. Denn es war nicht irgendein Tor, das sich der Führungsspieler da erarbeitet hatte, es war der erste Ausgleich im zweiten Durchgang für die Altenbögger. In der 53. Minute hatten die sogar schon mit fünf Toren (25:30) zurückgelegen und in einer durchwachsenen Partie mal wieder eine schlechte Phase durchlaufen. Doch Bönen kämpfte sich noch einmal heran, glich durch Stracke aus, und ging danach sogar zum allerersten Mal in Führung. Ennigerloh egalisierte zwar, aber 37 Sekunden vor dem Ende zeigte Bernd Lublow beim Siebenmeter keine Nerven und markierte den endgültigen Siegtreffer. „Erstaunlicherweise ist es schon oft in dieser Saison so gewesen, wenn wir aussichtslos zurückliegen, dann wird richtig Gas gegeben“, sagte Richter.

Das war in den 60 Minuten vorher nicht immer der Fall gewesen. Der Tabellenvorletzte Ennigerloh präsentierte sich zwar spielerisch beschränkt, aber enorm kämpferisch und physisch stark. „Ennigerloh hat viel Mann gegen Mann gespielt. Und das hatten wir manchmal im Griff und manchmal gar nicht“, beschrieb Richter die Wellenbewegungen im Verlauf des Spiels. Und die wurden dadurch verstärkt, dass sich der RSV auch im Angriff seine Auszeiten nahm und leichtfertig die Bälle hergab.

Der TVE führte bald mit 6:3. Bönen glich auch dank des eingewechselten Keepers Dirk Joneleit zum 10:10 aus (20.), leistete sich beim 11:11 aber drei so dumme Fehler, so dass Ennigerloh wieder locker auf 13:11 davonzog. Mit einem Zwei-Tore-Vorsprung ging es auch in die Pause. Nach dem Wechsel war Altenbögge mehrmals drauf und dran, den Ausgleich herzustellen (18:19, 20:21), versagte aber mehrfach im Angriff. Der TVE bekam ausgerechnet in Unterzahl wieder Oberwasser und setzte sich auf 29:24 (51.) ab. Dann hatten die Gäste die Rechnung aber ohne den Kampfgeist des RSV gemacht.

„Das war ein glückliches Ende für uns. Aber der Sieg war richtig wichtig“, sagte Richter mit Blick auf die Erfolge der anderen Teams im Tabellenkeller. - bob

RSV: Springhoff (1.-18.), Joneleit (18.-60.) – Denger, Michalik, Leniger (2), Lublow (5), Stracke (13), Geckert (9), Florian (2), Bajramovic, Pieper, Betz (1), Bettermann (2), Wöllert (n.e.)

TVE: Kockmann (1.-40.), Michelswirth (40.-60.) – Klar, Walman, Horstmann (5), Gerkmann (1), Hartmann (1), S. Helmig (4), Fittrich (3), J.-H. Helmig (5), C. Helmig, F. von Greifenstein (3), Gesell (5)

Torfolge: 3:6, 7:10, 10:10, 11:13, 14:16 – 18:19, 22:24, 25:30, 32:32, 34:33

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