Handball

RSV gegen ASV: Derby mit besonderer Brisanz

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In der vergangenen Saison war Sören Feldmann noch Trainer der ASV-Dritten, jetzt möchte der Linksaußen den Hammern möglichst viele Tore einschenken. 

Bönen - Nach dem Spiel in Dolberg steht für die Handballer des RSV Altenbögge innerhalb von neun Tagen das zweite Kreisderby der Landesliga-Saison auf dem Plan. Diesmal ist die Brisanz noch höher, wechselten vom kommenden Gegner ASV Hamm-Westfalen III (Sonntag 18 Uhr/MCG-Halle), doch gleich fünf Spieler nach Bönen. „Das wird sicherlich zwischendurch hitziger. Wir müssen kühlen Kopf bewahren“, sagt RSV-Coach Tino Stracke.

„Mehr Brisanz geht eigentlich nicht“, erwartet ASV-Trainer Jens Gawer ebenfalls ein intensives Match, „denn beim ersten Wiedersehen, will sich natürlich jeder von seiner besten Seite zeigen.“

In jedem Fall ist eine Partie zu erwarten, in der die Tabellenkonstellation einen geringen Stellenwert hat. Ansonsten wäre die Favoritenrolle leicht den Altenböggern zuzuschieben, schließlich empfangen sie als Vierter den Vorletzten. „Wir sind auf alles vorbereitet“, kann sich Stracke vorstellen, dass der Gast Verstärkung aus dem Oberliga-Kader mitbringt. „Aber auch wenn nicht, ist Hamm nicht zu unterschätzen“, so Stracke. Davon konnte sich zuletzt der zweitplatzierte ATV Dorstfeld überzeugen, der dem ASV mit 28:30 unterlegen war. Bei der Partie liefen auch Björn Danz und Niklas Kölsch für Hamm auf und erzielten zusammen 21 Tore. Gawer hat beide auch für Sonntag angekündigt.

Stracke hofft, dass die Akteure, die in seinem Aufgebot eine besondere Motivation gegen die alten Kollegen haben – namentlich Steffen und Sören Feldmann, Gregor Stefek, Jonas Gerke und Leon Drevermann –, die anderen mitreißen. Grundsätzlich schwebt der RSV auf einer Erfolgswelle, ist mittlerweile seit fünf Partien unbesiegt. „Wir können mit breiter Brust auftreten“, sagt der Trainer, der dies allerdings von seiner Mannschaft auch sehen möchte. Zu oft passen sich seine Schützlinge dem Gegner an. „Es läuft momentan, auch wenn es spielerisch holprig ist, aber die Ergebnisse passen“, sagt Stracke. Er will vor allem Tempohandball von seinem Team sehen – und Lösungen, wenn der Gegner es zu verschleppen versucht.

Die personelle Lage ist bestens. Drevermann (nach Erkältung), Gerke (privat verhindert) und der gesperrte Florian Warias kehren in den Kader zurück. Nur Timo Webers Einsatz ist wegen einer Fingerverletzung fraglich. Von Warias erhofft sich Stracke mehr Stabilität in der Deckung, die er beim 28:26-Erfolg in Dolberg, wo der ASV übrigens zuvor unterlag, vermisste.

Die RSV-Abwehr hat sich derweil schon längst Respekt in der Liga verschafft. „Die Jungs leben von ihrer Routine und Erfahrung, die Truppe packt hinten ordentlich zu. Auf uns wartet ein richtig abgebrühter Gegner“, sagt Gawer über die Bönener.

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