Handball

RSV rührt nach der Pause Beton an

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Mit Nasenbluten fiel Sebastian Fröhling zwischenzeitlich aus, biss im zweiten Durchgang aber auf die Zähne.

Recklinghausen – Eine lange Zeit uninspirierte Leistung hat der RSV Altenbögge dank einer Steigerung in der zweiten Hälfte noch in den fünften Sieg in Folge überführt. „Wir haben uns zusammengerauft“, meinte Trainer Tino Stracke zu dem nicht schön anzusehenden 29:22 (13:16)-Erfolg beim Schlusslicht der Handball-Landesliga, dem HTV Recklinghausen.

Zunächst schien sich alles gegen den RSV verschworen zu haben. Torwart Leon Drevermann verließ noch vor dem Spiel die Halle, weil es ihm nicht gut ging. Florian Warias musste wie erwartet wegen seiner Rückenprobleme passen. Zudem legten die Gäste einen Fehlstart hin, gerieten nach fünf Minuten mit 1:4 in Rückstand. „Wir haben uns reingequält“, sah Stracke keinen guten Auftritt seines Teams.

Die Leistung wurde in der Folge auch nicht wirklich besser, doch immerhin hielten die Bönener den Abstand auf drei, vier Tore konstant. „Es lief aber alles gegen uns, und wir waren nicht in der Lage, uns selbst daraus zu kämpfen“, sprach Stracke, der zum Ende des Durchgangs selbst auf die Platte musste, von Pfostentreffern und unglücklichen Gegentoren für Kai Kleschulte. „Irgend trudelte jeder Ball rein“, so Stracke. Obendrein verletzte sich Marius Schrage bei einer Abwehraktion, für die er unverständlicherweise eine Zeitstrafe erhielt, an der Hüfte und konnte nicht mehr weitermachen (19.).

Strackes Kabinenansprache wirkt

In der Pause, der RSV lag weiter mit drei Toren hinten, appellierte Stracke an den Kampfgeist seiner Schützlinge. „Ich habe gesagt, wir müssen bei Null anfangen“, so der Trainer: „Und dann haben wir uns reingekämpft.“

Auch das Glück kehrte jetzt etwas zurück. Kleeschulte traf beispielsweise mit seinem ersten Saisontor zum 18:16 (38.). Überhaupt kippte das Spiel in dieser Phase, denn nach dem 18:14 für den Gastgeber (33.), das in Kevin Polnik nur einen treffsicheren Akteur besaß (acht Tore), startete Altenbögge einen 6:0-Lauf und hatte die Partie gedreht (18:20/45.). „Als wir vorne waren, sind die Recklinghäuser komplett eingebrochen“, so Stracke, der mittlerweile auch auf Gregor Stefek (Cut am Auge) verzichten musste, für den Sebastian Fröhling trotz zwischenzeitlichen Nasenblutens wieder aufs Feld kam.

Recklinghausen fällt nichts mehr ein

Die ganzen Widrigkeiten stoppten den RSV allerdings nicht mehr. Sieben Minuten später war die Begegnung nach einer weiteren 5:0-Serie zum 20:27 endgültig entschieden. Dem HTV fiel im Angriff nichts mehr gegen die Bönener Deckung ein. Erst in der Schlussphase schraubte Recklinghausen durch zwei Treffer seine Torausbeute in der zweiten Hälfte auf die immer noch indiskutable Zahl sechs.

„Das war ein dreckiger Sieg“, meinte Stracke zu der tempoarmen Partie. Doch wichtig war, dass die Erfolgsserie seiner Mannschaft gehalten hat.

HTV: Farwick, Knoll – Brunner (3/2), Ostler, Polnik (8/1), Hollenhorst (2), Pilski (3), Skudlarek (2), Krakowiak, Schulz (1), Kowalski
RSV:  Kleeschulte (1) – Gerke (4), Röckenhaus (3), Florian (5), Sö. Feldmann (4), Stefek (4), Fröhling, Schrage (2), T. Weber (4/1), Stracke (2)
Siebenmeter:  3:2 (Brunner 2/3, Polnik – Weber 1/2)
Zeitstrafen: 5:3 (Hollenhorst 2, Polnik, Brunner, Schulz – Fröhling 2, Schrage)
Spielverlauf:  4:1 (6.), 7:3 (9.), 10:6 (15.), 13:9 (21.), 16:13 (30.) – 18:14 (33.), 18:20 (45.), 20:22 (52.), 20:27 (57.), 22:29 (60.)

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