Handball

RSV mit perfektem Start zum Kantersieg

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Kaum zu stoppen: Altenbögges Marius Schrage fand bis zu seinem Platzverweis immer wieder Lücken in der VfL-Abwehr.

Bönen – Zweiter Kantersieg in Serie für den RSV Altenbögge: Nach dem 31:19-Erfolg in Recklinghausen gewannen die Bönener vor 162 begeisterten Zuschauern in der MCG-Halle auch das Hellweg-Derby in der Handball-Landesliga gegen den VfL Brambauer überaus deutlich mit 37:23 (19:8). Mit einem 7:0-Lauf gleich zu Beginn sorgte der Gastgeber dabei für eine frühe Vorentscheidung und hat nun wieder ein positives Punktekonto.

"Wir waren überhaupt nicht da. Altenbögge hat das von der ersten Minute gut gemacht und uns nach zehn Minuten schon den Zahn gezogen“, wollte Brambauers Trainer Nadim Karsifi den Sonntagabend schnell vergessen. Er verwies auf einen dezimierten Kader beim Tabellenneunten: „Man sieht die personellen Lücken. Wir hatten Spieler aus der Zweiten dabei“, meinte er in Bezug auf Verletzungen, Krankheiten und Abgänge.

Deutlich besser war die Laune nach der Schlusssirene natürlich bei Tino Stracke: „Ich bin sprachlos. Ich hatte diese Deutlichkeit nicht erwartet. Das war bombe“, sagte der RSV-Trainer. Den Grundstein sah er in der von Beginn an wachen Deckung. „Beim Stand von 3:0 hätte es auch schon 6:0 stehen können“, sah er in der Anfangsphase dagegen im Angriff noch einige Fehlwürfe. Unter anderem gleich nach 174 Sekunden von Lukas Florian, der per Siebenmeter das erste Tor verpasste – es war übrigens der einzige Strafwurf für den Gastgeber. Bönen verteidigte mit dem Erfolg Platz fünf und verschaffte sich vorerst wieder ein gutes Polster zu den Abstiegsrängen.

Die Altenbögger zementierten ihr Tor im ersten Durchgang regelrecht zu, wodurch Brambauer erst nach über zehn Minuten erstmals jubeln durfte. Auch danach vermochte es der VfL kaum einmal, die RSV-Abwehr auseineinanderzuspielen. Selbst kamen die Gastgeber dagegen zu einfachen Toren. „Wir hatten dazu auch im gebundenen Spiel Ideen“, freute sich Stracke, dessen Team einer ungefährdeten 19:8-Pausenführung entgegenlief.

Karsifi appellierte in der Kabine an die Ehre seines Teams und setzte im zweiten Durchgang auf eine offensive Deckung. Diese bereitete den Bönenern jedoch nur kurz Probleme. „Es war gut, dass wir das Spiel nicht unbedingt in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit zumachen wollten, sondern kontinuierlich unseren Vorsprung weiter ausgebaut haben“, lobte Stracke die Konsequenz seiner Mannschaft. Der RSV fand bald wieder seine Lücken, allen voran Marius Schrage, der im Eins-gegen-Eins kaum zu bremsen war.

Nur noch einmal verkürzte der Gast den Abstand auf weniger als zehn Tore – beim 23:14 in der 40. Minute. Zuvor hatte Altenbögge immer eine Antwort auf die Brambauer Treffer parat. Danach zogen die Bönener sogar noch weiter davon – bis auf jenen Vorsprung von 14 Toren am Ende, der erstmals beim 31:17 (52.) erreicht war. Selbst die fünf Zeitstrafen – darunter die dritte von Schrage in der 55. Minute – brachten den RSV nicht mehr aus dem Tritt, weil Altenbögge stets das Tempo in der Partie hochhielt.

So lobte Stracke nach dem Abpfiff dann auch die Konsequenz im Auftritt seiner Mannschaft, die sich erst am Ende – ohne Erfolg – im Schönspiel probierte. „Ich bin stolz auf die Jungs“, sagte der Trainer.

RSV:  Kleeschulte (1.-60.), Drevermann (n.e.) – Gerke (1), Röckenhaus (2), Florian (11), F. Warias (3), Sö. Feldmann (7), Stefek (4), Fröhling (2), Alexandrino (2), Schrage (7), Weber
VfL:  Sträde (1.-23., 50.-60.), Welski (23.-50.) – Richter (1), Lüke (3), L. Langmann (4), Baggemann (2), Ruch, Scheidereit (2), Gärtner, P. Langmann (2/1), Ziepel, Wissemann (2), Maurer (4), Eder (3/2)
Siebenmeter: 1:4 (Florian 0/1 – P. Langmann 1/2, Eder 2/2)
Zeitstrafen:  6:2 (Schrage 3, Sö. Feldmann, Stefek, Fröhling – L. Langmann, P. Langmann)
Disqualifikation: Schrage wegen dritter Zeitstrafe (55.)
Spielverlauf: 7:0 (10.), 9:4 (16.), 12:6 (20.), 17:7 (27.), 19:8 (30.) – 23:14 (40.), 30:17 (51.), 37:23 (60.)

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