Drei Gründe für die RSV-Misere

+
Der RSV Bönen – hier mit mit Florian Warias – will sich bis zur Winterpause irgendwie über Wasser halten.

Bönen - 5:13 Punkte und nur noch die drei Aufsteiger in der Tabelle unter sich – die Lage für den RSV Altenbögge in der Handball-Landesliga wird langsam bedrohlich. Die 28:32-Niederlage am vergangenen Sonntag gegen das vormalige Schlusslicht VfL Brambauer war ein erheblicher Rückschlag.

„Die letzten zwei, drei Spiele waren nicht gut“, meint auch Kapitän Dennis Geckert und nennt drei Gründe für die leistungstechnische Talfahrt. Zum einen wäre da die lange Ausfallliste. „Es hat sich ja mittlerweile fast jeder schon verletzt“, sagt Geckert mit einer Prise Galgenhumor. 

Das stellt die Bönener vor Probleme, zieht aber noch weitere Punkte nach sich. „Die Fitness, die wir nach der Vorbereitung hatten, ist bei fast jedem weg. Wir können auch im Training nicht die Automatismen festigen, die wir uns erarbeitet hatten“, so Geckert. 

Die Folgen zeigten sich zum Beispiel gegen Brambauer. Der RSV erwischte einen guten Start, führte nach einer Viertelstunde mit 10:5 – dann riss innerhalb kurzer Zeit der Faden. „Nach 15 bis 20 Minuten ohne Pause ist bei einigen die Luft raus. Dadurch kommen technische Fehler zustande und wir bekommen einfache Gegentore“, sieht Geckert eine Abwärtsspirale. Die gipfelte in der zweiten Hälfte darin, dass der VfL von 26:24 auf 32:25 wegzog, während sich Altenbögge irgendwann aufgab.

Und an dieser Stelle rückt der dritte Grund für die derzeitige Misere in den Blick. „Wir haben keinen, der das Heft in die Hand nimmt“, sagt Geckert. Schon seit Saisonbeginn läuft es beim RSV nicht rund, nach und nach brachen aber genau die Akteure weg, die in solchen schwierigen Phasen Verantwortung übernehmen. So fehlen beispielsweise Dominik Warias und Spielertrainer Tino Stracke langzeitverletzt.

„Für Florian (Warias, Anm. d. Red.) und mich wird das im Spiel schwierig als Kreisläufer und Linksaußen“, sieht Geckert auf dem Platz ein Führungsvakuum. Das manifestiert sich auch auf der wichtigen Position Rückraummitte, wo der RSV ständig zum Improvisieren gezwungen ist. „Wir müssen uns bis Jahresende über Wasser halten“, sagt Geckert mit einer Portion Zweckoptimismus: „Wir müssen bis dahin noch ein, zwei Punkte holen“, erklärt er, weiß aber auch, dass mit Westfalia Herne und Borussia Höchsten nach der Pause bis zum 9. Dezember der Tabellenfünfte und -zweite warten.

„Die Trauben hängen noch.“ Mit dem Abstieg rechnet er nicht: „Ich fühle mich nicht sicher nach den letzten Wochen. Personell sind wir aber auf jeden Fall stark genug, um unsere Punkte zu holen. Wir sind besser als unsere Tabellensituation“, gibt sich der Kapitän kämpferisch.

Hoffnung setzt er darin, dass einige der Verletzten wiederkommen, die schon genesenen Akteure ihren Fitnessrückstand aufholen und die Trainingsintensität wieder zunimmt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare