Premiere des Laufs am Förderturm am Sonntag

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Katrin Walter (links) wird am Sonntag im Schatten des Förderturms in Bönens Mitte an den Start gehen.

Bönen - Am Sonntag fällt um 11 Uhr der Startschuss zum 1. Lauf am Förderturm. Am Donnerstag um 22 Uhr läuft der Zeitraum für die Voranmeldungen zur Premiere in der Bönener Mitte ab. Bis Mittwochmittag zählte Jürgen Korvin 302 Anmeldungen. „Das ist im üblichen Rahmen“, sagt der Pressesprecher der Lauffreunde Bönen kurz vor Ende der „heißen Phase“.

Der Umzug des traditionellen 10-Kilometer-Volkslaufs von der Lenningser Ermelingschule an das Bönener Wahrzeichen ist also auch im Hinblick auf das Interesse der Sportler „gepackt“. Die naturgemäß umfangreicheren Vorbereitungen im Jahr eins nach 30 Auflagen von „Rund um Flierich“ sind so gut wie abgeschlossen. Letzter Punkt war die Besetzung der Helferliste, die an diesem Tag rund 80 Stellenangebote aufweist. Schwerpunkt ist neben der Streckensicherung die Zeiterfassung. „Es gibt für die Aktiven zwei wesentliche Dinge, die unbedingt funktionieren müssen, nämlich die vernünftige Einweisung unterwegs auf der Laufstrecke und die richtige Erfassung der Laufzeit im Ziel“, so Korvin.

Die Lauffreunde bleiben nämlich bei der manuellen Zeiterfassung mit Uhr. Eigentlich wollte der Verein mit dem Ortswechsel auch die automatische, elektronische Zeiterfassung mit dem sogenannten Chip einführen. „Das würde unsere Organisation wesentlich entlasten, hat aber auch seinen Preis“, erklärt Korvin die Abkehr von den Plänen. Und nachdem der Verein mittlerweile verschiedene Dienstleistungen, die früher kostenlos waren, bezahlen müsse, gebe es die Kasse momentan nicht her.

Also bietet sich auch am Förderturm das aus Lenningsen bekannte Bild: Im Ziel werden die Finisher abwechselnd in zwei Kanäle geschickt. An der Ziellinie werden die Zeiten gestoppt, einmal mit elektronischen Uhren, die mit dem Computersystem der Auswertung verbunden sind, zudem mit manuellen Stoppuhren, die zur Sicherheit direkt auf Papierstreifen aufzeichnen. Der Veranstalter will sich nicht vollständig der Computertechnik ausgeliefern.

Am Ende des Zielkanals werden die Startnummern in der Reihenfolge des Zieleinlaufes erfasst, im Wettkampfbüro werden sie mit den gestoppten Zeiten kombiniert. Voraussetzung für die richtige Zuordnung ist, dass die Aktiven im Kanal bleiben und dort nicht die Plätze tauschen.

„Zwischen der 45 und 55 Minute kommen 40 Prozent aller Teilnehmer ins Ziel. Da ist richtig was los. Und da passieren auch schon mal kleine Fehler wie ein Zahlendreher bei der Startnummer. Aber solche Fehler lassen sich mit der Routine unserer Zeitnehmer auch schnell korrigieren“, sieht Korvin die Situation recht entspannt.

Bleibt also nur die „neue“ Strecke? Die ist landschaftlich reizvoll und flach – aber wegen der Westausrichtung auf der langen Geraden an der Seseke Richtung Wendepunkt Derner Straße auch sehr windanfällig. Rekorde sind stark wetterabhängig wie auch die Strecke selbst: Bei Hochwasser der Seseke oder starkem Schnee tritt Plan B in Kraft: Umkehrpunkt ist dann vor der Straßenunterführung Werver Mark. Es geht zurück zum Turm und erneut auf die Eröffnungsschleife Zechenstraße, Rexebach, Nordkamp, Zechenstraße, Turm. Allerdings sprechen die Aussichten für die „Schönwettervariante“.

„Sieganwärter“ hat Korvin bisher nicht übrigens immer noch nicht entdeckt. Von den schnellsten Lauffreunden hat bisher Katrin Walter gemeldet, Sven Serke bis Mittwoch nicht. „Neuzugang“ Manuel Sinner steht aber ebenfalls schon in der Meldeliste. „Das ist so bei den guten Läufern – die sind irgendwann einfach da und laufen sofort gute Zeiten, während wir uns jahrelang abmühen. Manuel ist aber jung und schlank“, beurteilt Korvin die guten Zeiten des Lenningsers.

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