„Allerletzter Strohhalm“ für VfK / SpVg ohne Kapitän

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Nach dem Derby bestreiten Bönens Cengiz Güner (hinten) und Nordbögges Kevin Garske jeweils Heimspiele.

Bönen - Nach dem Derby hat der Alltag in der Fußball-Kreisliga A1 den VfK Nordbögge und die SpVg Bönen wieder. Wobei es für beide Teams weiter um viel geht. Der VfK steht vor einem echten Kellerduell, die SpVg will die Tabellenführung wahren. Die IG Bönen hat spielfrei.

VfK Nordbögge – TSC Hamm II (Sonntag 15 Uhr, Feuerwache/Hinspiel 1:7).

„Das ist der allerletzte Strohhalm, den man jetzt ergreifen muss“, erklärt VfK-Coach Sven Kaczor vor dem Duell Letzter gegen Vorletzter. Neun Punkte beträgt der Rückstand der Nordbögger auf die TSC-Reserve. Wenn der Gastgeber verliert, „war es endgültig“, gibt sich Kaczor keinen Illusionen hin. Dennoch will er seiner Mannschaft den Druck nehmen: „Wir haben nach wie vor nichts zu verlieren. Wir sind immer noch der Abstiegskandidat Nummer eins.“

Ausgerechnet vor diesem wichtigen Spiel könnte der VfK mit seinen Ausfällen fast eine Mannschaft stellen. Samed Özgüc, Philip Preiß, Thomas Kul, Daniel Möller, Philip Rudolph fehlen allesamt. Dazu zogen sich Nicolaj Kirmse und Steffen Serr im Derby gegen die SpVg Verletzungen zu und sind fraglich. Kaczor will die Lücken mit Akteuren aus der Reserve und den Alten Herren schließen. Die Partie selbst will der Trainer offensiver angehen. Im Spiel der beiden mit Abstand schlechtesten Defensiven der Liga (Nordbögge 100 Gegentore, TSC 96) wollen die Gastgeber mitspielen. Mut macht Kaczor die Vorstellung gegen Spitzenreiter Bönen. „Das war ein Schritt in die richtige Richtung. So muss man im Abstiegskampf auftreten.

SpVg Bönen – SuS Rünthe (Sonntag 15 Uhr, Rehbusch/3:1).

Hendrik Dördelmann läutet im Titelrennen den Countdown ein: „Normalerweise haben wir jetzt nur noch Endspiele“, sagt der Trainer der SpVg neun Spieltage vor dem Saisonende. Die Tabelle weist Bönen als Spitzenreiter aus, doch Verfolger Mark könnte mit Siegen in seinen zwei Nachholspielen vorbeiziehen. Die Rehbusch-Elf will dem Konkurrenten dies natürlich so schwer wie möglich machen, ergo zählt gegen den Liga-Neunten aus Rünthe nur ein Sieg. Der SuS gewann seine vergangenen beiden Auswärtsspiele und schlug zum Jahresauftakt den Dritten Uentrop. „Wir dürfen Rünthe nicht unterschätzen“, warnt Dördelmann. „Wir müssen den Ball schneller laufen lassen und uns mehr bewegen“, rechnet er mit einem Gegner, der eher defensiv auftreten wird. Im Derby in Nordbögge am Ostermontag (2:1) gelang das lange nicht.

Die Bönener haben wieder eine lange Ausfallliste. Kapitän Tobias Wittwer sah in der letzten Derby-Minute seine fünfte gelbe Karte, Christoph Wöllert ist rotgesperrt. Dazu muss Jörn Holtmann nach einem Schlag aufs Ohr wegen Problemen mit dem Trommelfell pausieren. Sedat Cakir ist in der Türkei. Raphael Poljsak, Manuel Müller und Sören Symmank sind weiter verletzt, Yannic Weißenberg nach einem Magen-Darm-Infekt angeschlagen. „Daran haben wir ein bisschen zu knabbern. Aber zum Glück haben wir einen breiten Kader, dass hat uns auch gegen Nordbögge den Sieg gerettet“, sagt Dördelmann. Immerhin stehen Yusuf Senel und Lars Lenser wieder zur Verfügung. - bob

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