Einige Bönener Erfolge

Abgespecktes Sommerturnier in Hacheney rundum gelungen

Laura-Marina Kroll wurde mit Danny Boy Fünfte im A-Springen
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Laura-Marina Kroll wurde mit Danny Boy Fünfte im A-Springen.

Die Reitanlage am Heideweg leerte sich am Sonntagabend nach dem letzten Springen ziemlich schnell. Ein Regenguss war niedergegangen, die verbliebenen Zuschauer schauten sich zum Schluss noch die hochwertigste Prüfung des Turnierwochenendes bei der Reitgemeinschaft Hacheney und machten sich dann bald auf dem Heimweg. Die Organisatoren zogen derweil ihr Fazit – und es fiel eindeutig aus: „Wir sind super zufrieden“, sagte die Vereinsvorsitzende Sabine Kroll in Bezug auf die sportliche, aber auch die allgemeine Bilanz.

Bönen – Es war durchaus leerer am Heideweg als in gewöhnlichen, pandemiefreien Jahren. Dafür hatte Kroll einen einfachen Grund: Sie verwies auf die „abgespeckte Corona-Variante“ mit nur 18 Prüfungen an drei Tagen. „Sonst haben wir das Doppelte.“ Wegen der Unsicherheiten in der Planungsphase hatten die RGH-Verantwortlichen wie im Vorjahr nur die Wettbewerbe nach der Leistungsprüfungsordnung (LPO) ausgeschrieben, wodurch Angebote für Anfänger wie Reiterwettbewerbe fehlten. Statt 1000 Nennungen waren es diesmal rund 600, was Kroll jedoch als gut einstufte. „Ich hoffe, mal, dass wir die WBO im kommenden Jahr wieder einbringen können“, hatte sie schon im Vorfeld des Turniers gesagt.

Jetzt waren die Organisatoren froh, dass überhaupt vor Zuschauern geritten werden konnte. Woanders sei das bereits am Wochenende nicht mehr möglich gewesen. „Ein Turnier wurde auch wieder abgesagt“, erzählt Kroll. Nicht so in Hacheney, worüber sich viele Reiter und Zuschauer freuten, wie Kroll berichtete, obwohl die Reitgemeinschaft wegen Corona mit Traditionen brach und weder das beliebte Kuchenzelt aufbaute, noch Sonntagmittag den Gottesdienst durchführte. Im Gegensatz zu den beiden Veranstaltungen beim Reit- und Fahrverein Nordbögge-Lerche mussten die Bönener mit der Luca-App die Anwesenheit nachverfolgen. An der Einfahrt und am Wertmarkenstand konnte eingecheckt werden. Unkompliziert sei das für den Veranstalter gewesen – und von den Beteiligten gut angenommen worden, so Kroll.

Erst die Dressur, danach das Springen

Die RGH hatte das Sommerturnier geteilt, Freitag und bis Samstagmittag waren die Dressurreiter an der Reihe, dann übernahmen die Springpferde. Parallel wie sonst fanden keine Wettbewerbe statt, dafür aber alle draußen auf dem Sprungplatz. „Freitag war es gedämpfter“, meinte Kroll, blieben doch die oft beim Springen über das Gelände wehenden Anfeuerungsrufe aus. „Dafür konnte von allen Seiten zugeschaut werden“, so die RGH-Vorsitzende. Die Dressurreiter hätten die Bedingungen für gut befunden.

Das gilt natürlich besonders für zwei Nordbögger Starterinnen, waren sie schließlich ziemlich erfolgreich. In der Klasse L mit Trense ritt Nina Grünhagen auf Dortmund City Girl mit einer Wertnote von 7.30 auf Rang drei. Alina Timpeltey wurde mit Totally Temptation in einer A**-Dressur (7.40) Vierte. Die hochwertigste Prüfung im Viereck, die M*, entschieden Chiara Vogel und London Rock vom LFV Letmathe am Freitagabend mit einer 7.70 für sich.

Sommerturnier der RG Bönen-Hacheney - Dressur und Springen

Sommerturnier der Reitgemeinschschaft Bönen-Hacheney - Dressur und Springen
Sommerturnier der Reitgemeinschschaft Bönen-Hacheney - Dressur und Springen
Sommerturnier der Reitgemeinschschaft Bönen-Hacheney - Dressur und Springen
Sommerturnier der Reitgemeinschschaft Bönen-Hacheney - Dressur und Springen
Sommerturnier der RG Bönen-Hacheney - Dressur und Springen

Borghardt mit Doppelsieg

Auch beim Überwinden der Hindernisse zeigten sich die heimischen Reiter erfolgreich. Allen voran Lokalmatadorin Svenja Borghardt, die mit Georgiana die Springprüfung Klasse A und auch den gleichklassigen Wettbewerb mit steigenden Anforderungen gewann. Einen Sieg feierte RGH-Reiterin Christina Aust mit ihrem Nachwuchspferd Diamantor. Das Paar erhielt in der Springpferdeprüfung Klasse A mit einer 8.30 die beste Note, wurde zudem Fünfte in der Springpferde A.

Fehlerfreie Fünfte wurden auch Laura-Marina Kroll und Danny Boy im vom Borghardt gewonnenen A-Springen, in dem der Nordbögger Harald Goershoff mit Cascada Dritter wurde. Das Duo sicherte sich zudem den gleichen Rang im L-Springen.

Svenja Borghardt und Georgiana (linkes Bild) feierten einen Doppelsieg beim heimischen Turnier in Hacheney.

Zufrieden konnte auch Anna-Lena Möllmann vom RV Rhynern sein. Die in Bönen wohnende Reiterin gewann das L-Stilspringen mit Coming Soon und der Note 8.20, wurde zudem Vierte mit Cuella de Ville (7.70). Dazu kam ein dritter Platz mit Coming Soon im L-Springen mit steigenden Anforderungen.

In der zu Beginn erwähnten M-Prüfung mit Stechen, die als hochwertigste das Turnier beschloss, feierte Rene Sontag vom RV Geisterholz mit Dadiva de Vida vor Ann-Kathrin Renzi auf Cay´s Claire und dem ebenfalls fehlerfreien Fabian Holzenthal den Sieg. Sontag war in Hacheney ein echter Vielstarter, platzierte sich insgesamt in acht der elf Springen und gewann dreimal.

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