Altenbögger A-Junioren wollen aufsteigen

Weg in die Oberliga führt für den RSV durch ein Nadelöhr

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Beim ersten Pflichtspiel seit März wird Tim Baeck vorerst nur auf der Bank sitzen. Er soll seinen Bänderriss möglichst noch weiter auskurieren.

Für die A-Junioren des RSV Altenbögge wird es ab Samstag ernst. Der amtierende Verbandsliga-Meister geht als haushoher Favorit in die Quali-Runde auf Kreisebene, doch entsprechend hoch ist auch die Fallhöhe für die Nachwuchs-Handballer.

Bönen –  Nach dem Rückzug des VfL Brambauer aus der Qualifikation treten noch vier Teams in dem Wettbewerb an. Gespielt wird eine Einfachrunde, so dass im September drei Partien anstehen. Für die Altenbögger zählt nur der erste Platz, der ab Oktober zur Teilnahme an der zwei- oder dreigleisigen Oberliga berechtigt. Ansonsten, so sagt es Trainer Thomas Wollek klipp und klar, „ist die Saison im Arsch“. 

Für die anderen Teams sind in diesem Jahr nur Gruppen auf Bezirks- oder Kreisliga vorgesehen. Eine Verbandsliga wie in den Vorjahren gibt es nicht. Dass ist natürlich der Corona-Situation geschuldet, denn die eigentlich zahlreichen Quali-Runden, in denen die Tickets für die verschiedenen Klassen von Bundes- bis Kreisliga ausgespielt werden, fallen dem engen Terminplan zum Opfer. Normalerweise finden diese Partien zwischen Ostern und den Sommerferien statt, doch da ruhte wegen des Lockdowns der Spielbetrieb. 

Eine Quali-Runde im Sparmodus

„Das ist eine Quali-Runde im Sparmodus“, sagt Wollek. Die wenigen verbliebenen Begegnungen sind ihm dabei durchaus recht. Eigentlich hatte er gefordert, dass einige Teams wie der RSV als Verbandsliga-Meister aufgrund ihrer Vorjahreserfolge direkt für die Oberliga gesetzt werden, um dem engen Zeitplan gerecht zu werden. Nun müssen sich die Bönener ihr Ticket also erspielen. Los geht es am Samstag um 18 Uhr beim Werler TV. Anschließend folgen die Begegnungen gegen den HC Heeren-Werve (20. Spetember/15 Uhr) und den TV Beckum (26. September/15 Uhr). Der RSV ist jeweils auswärts gefordert. 

Heeren ist der größte Konkurrent

Wollek schätzt den Nachbarn aus Heeren als stärksten Konkurrenten ein. Der HCH setzte am vergangenen Wochenende auch gleich einmal ein Ausrufezeichen und gewann gegen Werl mit 31:17. Aufgrund der hohen Ansprüche des RSV-Teams macht der Trainer seinen Schützlingen klare Ansagen. „Wir müssen das Maximale herausholen“, mahnt er höchste Konzentration an. „Das ist die große Gefahr, nicht voll bei der Sache zu sein. Wir nehmen das sehr ernst“, betont Wollek, der sein Team ebenfalls für favorisiert hält. „Wir wollen uns vernünftig aus dem letzten Jahr A-Jugend verabschieden.“

Trainer klagt über Verletzungssorgen

 Allerdings plagen die Altenbögger Verletzungssorgen. „Wir haben ein paar Ausfälle, und die tun mir weh“, beklagt der Coach. Jonas Weige ist nach seiner Schulter-Operation zwar in ein leichtes Handball-Training eingestiegen. „Ich sehe aber erst Ende des Jahres Licht am Ende des Tunnels. Wir wollen ihm Zeit geben und ihn schützen“, sagt Wollek. Neuzugang Julian Koltz wird nach seiner Schulter-OP ebenfalls lange fehlen. Tim Baeck zog sich zu Beginn des Hallentrainings einen Bänderriss im Sprunggelenk zu. Er ist seit einer Woche wieder mit Vorsicht aktiv und wird in Werl zumindest auf der Bank Platz nehmen. Valentin Korkowski hält wegen des Coronavirus derzeit Distanz zur Mannschaft und trainiert individuell. Für Spiele kommt er vorerst nicht in Frage. 

Auf Personalnot kurzfristig reagiert

Auf die Personalnot haben die Bönener kurzfristig reagiert und Luca Scholz aus Heeren, wo er rund zwei Jahre gespielt hat, zurückgeholt. „Um unsere Lücke auf Außen zu kompensieren“, erklärt Wollek. Schulz gehörte früher bereits dem RSV-Kader an, kennt also das System und die Mitspieler. Zum Vorbereitungsstart war neben Klotz auch Julian Lauenstein, ein Linksaußen, in die MCG-Halle zurückgekehrt. Beide Jungjahrgangsspieler waren zwischenzeitlich beim ASV Hamm-Westfalen aktiv. Die Verletzungen außen vor gelassen, ist Wollek mit der Vorbereitung und den Testspielen zufrieden. „Das war okay. Wir haben gut dagegen gehalten und gezeigt, dass wir zur alten Stärke zurückfinden“, lobt der Trainer nach der langen Wettkampfpause seit März. Demensprechend ist Wollek zuversichtlich für die Quali-Runde. „Das wird nicht ohne, aber wir haben schon ausreichend Qualität, um in der Runde auf Kreisebene zu bestehen.“ 

C-Junioren das zweite "heiße Eisen"

Außer der bereits in den vergangenen Jahren so erfolgreichen A-Jugend schickt sich ein weiteres Team aus dem Nachwuchs der Altenbögger an, überkreislich zu spielen. Die von Guiliano Wöllert trainierten C-Junioren steigen am Freitag, 11. September, in ihre Runde ein. „Das ist unser nächstes Zugpferd“, sagt Wollek. Gegner in der MCG-Halle ist dann der ASV, der vermutlich der stärkste Gegner sein wird. Der Modus ist der selbe wie bei den Älteren. Die weiteren Kontrahenten heißen JSG HLZ Ahlen (19. September/17.30 Uhr). TV Beckum (27. September/14.15 Uhr). Beide Partie finden auswärts statt.

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