7:0-Klatsche für IG im Derby am Bönener Rehbusch

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IG-Coach Ayhan Sezer musste gestern wieder ins Tor. Er gab sich selbstkritisch die Schuld an zwei Gegentreffern.

Bönen - Das Ergebnis des Derbys spiegelt die Situation der beiden Mannschaften wieder. Die IG geht mit null Toren und null Punkten aus der Partie, steht weiter gefährlich nah am Tabellenende. Die SpVg Bönen erzielte hingegen ganze sieben Tore und hält die Schlagdistanz zur Tabellenspitze.

Ganz so klar wie das Ergebnis ist, verlief das Spiel allerdings nicht zu Gunsten des Tabellendritten. „Es ist bisher ein mittelmäßiges Kreisligaspiel“, äußerte Hansi Sack zur Pause. Der sportliche Leiter des Gastgebers bemängelte, dass sein Team die IG „zuviel spielen“ lasse. Richtige Chancen sprangen für die Gäste allerdings nicht dabei heraus – eine halbe hatte Arif Suludere, der sich in der 33. Minute gut in Szene setzte, aber den Abschluss vergaß.

„Wir haben gut angefangen, haben bis zum 1:0 mitgehalten“, sah IG-Spielertrainer Ayhan Sezer sein Team keineswegs unterlegen. Eine Einschätzung, die auch Hendrik Dördelmann teilte. „Die erste Hälfte war ein typisches Derby, zerfahren, mit vielen kleinen Fouls, ausgeglichen und ohne große Torchancen – wir hatten ja zunächst auch keine“, erklärte der IG-Coach. Trotzdem ging sein Team, das hinten sicher stand und auf Konter setzte, in Führung. „Wir verlieren den Ball nach einem Freistoß und keiner rennt hinterher“, ärgerte sich Sezer über den schnellen Angriff, den Tobias Wittwer mit dem 1:0 abschloss (37.). Ähnlich fiel auch der zweite Treffer. Da war dann Raphael Thiemann noch vor der Pause mit dem 2:0 erfolgreich (44.). „Das war entscheidend, dass wir im richtigen Moment nicht auf der Höhe waren“, analysierte Sezer, der gestern wieder das Tor hütete.

Die Gastgeber spielten auch nach dem Seitenwechsel sehr effektiv. Die erste Chance inszenierte allerdings der eingewechselte Ramazan Dincer. Der IG-Angreifer setzte sich über die linke Seite bis zur Grundlinie durch, wurde im letzten Moment von Björn Kempe gebremst.

Der Angriffsschwung des Gastes erlahmte anschließend. Nach einem Foul an Malik Öncül traf Ali Öncül per Elfmeter zum 3:0 (50.). Die Rehbuschelf hatte in der Folge alles im Griff, auch weil die IG sich nun aufgab. Wittwer traf nach einem langen Ball von Kempe zunächst auf wenig Gegenwehr und dann zum 4:0 (55.). Der fünfte Gegentreffer folgte wieder durch einen Foulelfmeter – diesmal setzte Fatih Korkmaz den Ball zum 5:0 ins Netz (60.).

„Naja, zwei Tore gehen auf meine Kappe“, übte Torwart Sezer Selbstkritik. Die, die beiden letzten des Spiel, waren aber nicht mehr entscheidend. Zunächst köpfte Ali Öncül aus spitzem Winkel eine Thiemann-Ecke zum 6:0 ein (78.). Dann war es der Vorbereiter selbst, der mit seinem zweiten Tor den Endstand besorgte: Sezer verlor den Ball bei einem Dribbling an der Eckfahne an Sedat Cakir, der auf Thiemann passte. Dieser musste nur einschieben (82.).

„Die zweite Hälfte hat mir gut gefallen“, freute sich Dördelmann, „wir haben den Ball gut laufen lassen, sind als Team aufgetreten – wenn wir so weitermachen, ist noch viel drin in dieser Saison.“

SpVg: Heller – M. Öncül (63. Koslowski), Holtmann (61. Poljsak), Senel, Schneck, A. Öncül, Kempe (56. Cakir), Güner, Korkmaz, Wittwer, Thiemann

IG: Sezer – Kuba, Duman, Akkaya, Karahan, Karka, Isik, Suludere, Oturak (46. Soyarslan), Tsekvasvili, F. Bednarek (46. Dincer)

Tore: 1:0 Wittwer (37.), 2:0 Thiemann (44.), 3:0 A. Öncül (50., Foulelfmeter), 4:0 Wittwer (55.), 5:0 Korkmaz (60., Foulelfmeter), 6:0 A. Öncül (78.), 7:0 Thiemann (82.)

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