IG-Reserve verliert Aufstiegsspiel

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Bittere Enttäuschung: Sie hatten bis zuletzt gekämpft, doch am Ende hatte es nicht gereicht. Die IG Bönen verlor das Aufstiegsspiel gegen Unna und muss nun auf Heessen hoffen.

Bönen - Was war das für ein Krimi auf der Sportanlage am Ostfeldweg in Lünern: Das Relegationsspiel der Tabellenzweiten um den Aufstieg in die Kreisliga B bot alles, was das Fußballerherz begehrt. Am Ende behielt die Reserve von Rot-Weiß Unna mit 5:4 (3:1) die Oberhand über die eine bis zuletzt kämpfende Zweitvertretung der IG Bönen, die vor 358 Zuschauern einen 0:3-Rückstand aufgeholt hatte.

So galten die Worte von RWU-Trainer Emre Aktas nach der Jubelfeier dann auch dem Gegner: „Ganz großen Respekt den Bönenern. Die haben uns alles abverlangt und nie aufgegeben.“ Dabei schien Unna nach einer guten halben Stunde schon auf der Siegesstraße. 3:0 führten die Rot-Weißen schon – und durchaus verdient. „Ich hätte da nicht gedacht, dass es noch einmal so spannend wird“, meinte Aktas. IG-Coach Ali Kojun lobte die Moral seiner Mannschaft und sagte: „Das ist sicher schade, aber es war ein schönes Spiel.“

Nach einer Abtastphase übernahm Unna die Initiative. Angeführt vom ehemaligen Oberliga-Spieler von Westfalia Rhynern, Florian Gehrmann, zeigte RWU die reifere Spielanlage. Folgerichtig war die Führung von Gehrmann nach 16 Minuten. Der Regisseur erhöhte mit einem abgefälschten Schuss aus 20 Meter auch zum 2:0 (22.). Doch die IG gab nicht auf, musste jedoch nach einem gefährlichen Schuss von Vedat Korkmaz (28.) sogar das 3:0 hinnehmen. Dominik Krzewski hatte den Traumpass von Christian Klon verwertet (33.). Die IG ließ sich nicht entmutigen, verkürzte vor der Pause durch Ramazan Özdemir auf 3:1 (40.).

Nach dem Schlusspfiff feierten die Unnaer ausgelassen den Aufstieg.

Und nach dem Wechsel erwischte Bönen den Gegner auf dem falschen Fuß. Özdemir markierte nur vier Minuten nach Wiederbeginn auf Vorlage von Akif Arslanbey den Anschlusstreffer. Das Tor zeigte Wirkung, Unna verlor jegliche Ordnung – und die IG rannte weiter an. In der 56. Minute leistete sich Marco Villani an der Strafraumgrenze ein unnötiges Foul gegen Arslanbey. Burak Akkaya erzielte per Elfmeter den umjubelten Ausgleich.

Die Partie war nun völlig offen. Unna fand zurück und erneut Gehrmann sorgte für das 4:3 (66.). Doch auch Özdemir hatte einen guten Tag erwischt, glich nur zwei Minuten später artistisch nach der Arslanbey-Flanke zum 4:4 aus. Gehrmann knallte direkt im Anschluss das Leder an die Latte – und in der 74. Minute markierte Krzewski das entscheidende 5:4. Zumindest für Mustafa Türk die gerechte Strafe, der am Anfang dieses Angriffes nachgetreten hatte, seinen Gegenspieler aber nicht traf. Die bis zur Aufgabe kämpfenden Bönener versuchten noch einmal alles, doch Unna überstand auch die letzte Drangphase. „Uns hat das letzte Bisschen gefehlt. Nach dem 3:3 waren wir etwas übermütig“, sagte Kojun. Nun muss die IG-Reserve dem SVE Heessen die Daumen drücken, gewinnt der Kreisliga-Meister sein Relegationsspiel um den Bezirksliga-Aufstieg gegen den Hörder SC, wäre auch Bönen aufgestiegen. Die Entscheidung fällt kommenden Sonntag. J bob

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